Ein defekter Bremskraftverstärker kann die Sicherheit erheblich beeinträchtigen. Eines der ersten Anzeichen ist ein hartes Bremspedal. Das bedeutet, dass das Pedal sich nur noch schwer betätigen lässt und das Bremsen zunehmend Kraft erfordert. Häufig ist ein solcher Defekt auf Undichtigkeiten im System zurückzuführen, wobei der Unterdruck, der für die Bremskraftverstärkung entscheidend ist, verloren geht. Es ist deshalb wichtig, den Bremskraftverstärker zu prüfen, um die genaue Ursache festzustellen. Ein deutlich wahrnehmbares Zischen beim Bremsen ist oft ein Hinweis darauf, dass die Membran des Bremskraftverstärkers gerissen ist oder es Probleme mit den Unterdruckschläuchen gibt. Diese können durch Alterung, Tierbiss oder lose Anschlüsse beschädigt sein. Auch das Unterdruckventil oder die Unterdruckpumpe sowie der Unterdrucksensor können Defekte aufweisen.
defekter Bremskraftverstärker
Zur Überprüfung des Unterdrucks sollten Sie die Unterdruckschläuche abnehmen und ein Druckmessgerät anschließen. Fällt der Unterdruck kontinuierlich ab, deutet das auf einen defekten Bremskraftverstärker hin. Ebenso kann eine Überprüfung mit leichtem Überdruck hilfreich sein. Entweicht Luft zischend, liegt ein Defekt der Unterdruckleitungen vor. Sollte der Bremskraftverstärker als Ursache identifiziert sein, steht ein Wechsel an. Diese Arbeit kann jedoch aufwendig sein, da oftmals andere Komponenten im Motorraum entfernt werden müssen, um Zugang zu erhalten. Zunächst werden die Bremsleitungen des Hauptbremszylinders entfernt und der Zylinder vom Bremskraftverstärker gelöst. Nach dem Entfernen der Schrauben des Bremskraftverstärkers kann dieser ersetzt werden.
zwischen 100 & 300 EUR
Anschließend wird das Bremssystem entlüftet, um Luftblasen zu vermeiden. Die Kosten für einen neuen Bremskraftverstärker variieren je nach Fahrzeugtyp und können zwischen 100 und 300 EUR (Kompaktfahrzeuge) liegen. Zusätzlich können die Kosten für einen neuen Hauptbremszylinder oder neue Unterdruckschläuche anfallen. Mit Material- und Arbeitskosten kann man insgesamt mit 500 bis 900 EUR rechnen. Das Fahren mit einem defekten Bremskraftverstärker ist äußerst riskant und sollte vermieden werden. Der Bremskraftverstärker erhöht deutlich die Bremskraft und macht das Bremspedal weicher. Bei einem Ausfall wird das Bremspedal hart, und die Bremswirkung kann stark nachlassen.
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Die Reparaturkosten für den Hauptbremszylinder variieren je nach Automarke. Bei einem Nissan können die Kosten bei etwa 140 EUR liegen, bei BMW bei 180 EUR, bei Opel bei 110 EUR und bei Renault bei 180 EUR. Zusammenfassend ist es entscheidend, bei Anzeichen eines defekten Bremskraftverstärkers schnell zu handeln. Eine regelmäßige Wartung und Prüfung der Bremssystemkomponenten kann helfen, solche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben
defekter Bremskraftverstärker
- Symptom defekter Bremskraftverstärker: Hartes Bremspedal, schwergängige Betätigung.
- Ursachen für Defekte: Undichtigkeiten, gerissene Membran, beschädigte Unterdruckschläuche, defektes Unterdruckventil, Fehlfunktion der Unterdruckpumpe oder des Unterdrucksensors.
- Prüfverfahren:
- Unterdruckschläuche abnehmen, Druckmessgerät anschließen.
- Beobachtung des Unterdrucks – bei ständigem Abfall wahrscheinlich defekter Bremskraftverstärker.
- Überprüfung mit Überdruck – zischende Luft deutet auf defekten Unterdruckschlauch hin.
- Wechsel des Bremskraftverstärkers:
- Aufwendiger Prozess, oft Demontage anderer Motorraumkomponenten notwendig.
- Entfernung der Bremsleitungen des Hauptbremszylinders.
- Zugang meist aus dem Fußraum des Fahrzeugs.
- Kosten: ca. 100 – 300 EUR (Bremskraftverstärker), zusätzliche Kosten für Hauptbremszylinder (ca. 200 EUR) und Unterdruckschläuche.
- Gesamtkosten inklusive Arbeitsaufwand: ca. 500 – 900 EUR.
- Risiko bei Fahrt mit defektem Bremskraftverstärker: Erhöhte Gefahr, verminderte Bremswirkung.
- Verschleißursachen: Korrosion, Verschmutzung, Witterungseinflüsse, Tierbisse.
- Erkennung eines defekten Hauptbremszylinders: Durchdrückendes Bremspedal, verlängerter Bremsweg.
- Funktionsweise Bremskraftverstärker: Erhöhung der Bremskraft, weicheres Bremspedal, zylindrisches Bauteil unter der Motorhaube.
- Unterdruckquelle: Unterdruckpumpe oder Saugrohrunterdruck des Motors.
- Betriebszustand: Aktiv bei laufendem Motor, ohne Motorbremswirkung erhöhter Verschleiß der Betriebsbremse.
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