Der Faraday Future FF 91 ist ein Elektro-SUV, das seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen sorgt – nicht unbedingt wegen seiner Erfolge, sondern wegen der langen Verzögerungen.
Seit der ersten Vorstellung im Jahr 2017 hat sich viel getan, aber erst 2023 erklärte der Hersteller, dass das Auto nun wirklich „bereit“ sei. Doch kann der FF 91 mit der Konkurrenz mithalten?
Ein Preis, der für Stirnrunzeln sorgt
Preislich spielt der FF 91 definitiv in der Oberklasse. 290.000 Euro kostete das Fahrzeug 2023 – eine Summe, für die man auch einen gut ausgestatteten Bentley oder Rolls-Royce bekommen könnte.
Doch damit nicht genug: Wer das sogenannte FF aiHypercar+-Paket mit regelmäßigen Software-Updates und erweiterten Connectivity-Funktionen nutzen möchte, muss noch einmal 13.950 Euro pro Jahr drauflegen. Ein stolzer Preis für digitale Features.
Beeindruckende Reichweite und Power
Trotz des hohen Preises kann der FF 91 mit beeindruckenden Leistungsdaten punkten. Der 130-kWh-Akku sorgt laut US-EPA-Zyklus für eine maximale Reichweite von 613 Kilometern – ein beachtlicher Wert für ein Elektro-SUV. Bei einer Testfahrt von Kalifornien nach Las Vegas hat das Fahrzeug 583 Kilometer ohne Nachladen geschafft.
Dazu kommen 1.065 PS und ein brutales Drehmoment von 1.800 Newtonmetern. Damit sprintet der FF 91 in gerade einmal 2,39 Sekunden von 0 auf 100 km/h – ein Wert, der selbst Supersportwagen Konkurrenz macht. Natürlich geht das auf Kosten der Reichweite, wenn man die volle Leistung abruft.
Die Ladeleistung liegt bei 130 kW, was bedeutet, dass der Akku an einer Schnellladestation innerhalb kurzer Zeit wieder aufgeladen werden kann – aber im Vergleich zu einigen Konkurrenten wie dem Porsche Taycan oder Tesla Model S ist das eher mittelmäßig.
Luxus im Innenraum – aber etwas altmodisch?
Von außen hat sich der FF 91 seit seiner ersten Vorstellung kaum verändert. Das Design wirkt immer noch futuristisch, allerdings könnte man auch sagen, dass es inzwischen leicht in die Jahre gekommen ist. Das gilt auch für den Innenraum.
Hier setzt Faraday Future auf maximalen Komfort, vor allem für die Passagiere im Fond. Die Zero-G-Sitze lassen sich weit zurücklehnen und bieten Massagefunktionen. Hinzu kommt ein 27-Zoll-Bildschirm, der aus dem Dachhimmel ausfährt – perfekt für lange Reisen. Insgesamt gibt es 10 Displays im Auto, fast alle sind per Touch bedienbar.
Aber: Das ganze Setup wirkt im Vergleich zu modernen Konkurrenten wie Nio, Lucid oder Byton fast ein wenig überladen und altmodisch. Das System basiert auf Android Auto, was vor einigen Jahren noch innovativ war – heute ist es Standard.
Jeder Sitzplatz wird überwacht
Ein kontroverses Feature ist die integrierte Kameraüberwachung für jeden Sitzplatz. Das System erkennt die Insassen per Gesichtserkennung und passt daraufhin das Unterhaltungs- und Informationsangebot individuell an. Datenschützer dürften hier skeptisch werden, zumal diese Funktion noch aus den Anfangszeiten von Faraday Future stammt.
Dazu gibt es Features wie Video-Streaming, WLAN und ein sogenanntes Spa-Programm. Letzteres sorgt für eine entspannte Atmosphäre, indem es die Liegesitze aktiviert, Massagefunktionen einschaltet und beruhigende Musik sowie visuelle Effekte bietet.
Autonomes Fahren? Nur in den USA
Faraday Future verspricht für den FF 91 autonomes Fahren nach Level 3 – allerdings vorerst nur in den USA. Dafür ist das Fahrzeug mit einem Solid-State-Lidar-Lasersensor ausgestattet, der fortschrittliche Assistenzsysteme ermöglicht. Ob und wann diese Funktionen auch in Europa verfügbar sein werden, bleibt abzuwarten.
Fazit: Zukunftsvision oder überholte Idee?
Der FF 91 ist technisch beeindruckend, bietet Luxus auf höchstem Niveau und eine enorme Leistung. Aber: Für 290.000 Euro bekommt man mittlerweile modernere Alternativen, die ähnliche oder bessere Reichweiten, höhere Ladeleistungen und ein ebenso hochwertiges Interieur bieten.
Ob der FF 91 tatsächlich eine Zukunft hat, bleibt fraglich. Alle weiteren Infos gibt es im Video! Bild- und Videonachweis/Quelle: Faraday | Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.












