Freitag , 24. September 2021

1966er Karmann-Ghia Dacon: deutsch-brasilianische Motorsport-Legende!

Lesezeit ca. 4 Minuten

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Ihr werdet wahrscheinlich noch nie etwas vom Karmann-Ghia Dacon gehört haben, der brasilianischen Rennsportvariante des unserer Meinung nach wohl schönsten klassischen VWs, dem Karmann-Ghia Coupé (Typ 14). Als die brasilianische Variante im Jahre 1962 auf dem Automobilsalon in São Paulo präsentiert wurde, staunte das Publikum nicht schlecht. Eine attraktive Hülle eines italienischen Designstudios (Ghia), gepaart mit solider deutscher Technik (VW). Das klang erst einmal sehr vielversprechend, doch die Ernüchterung folgte prompt. Mit gerade einmal 30 PS und einem Leergewicht von über 800 Kilogramm benötigte das schnittig designte Coupé mehr als 30 Sekunden von 0 auf 100 km/h, und erreichte lediglich eine Höchstgeschwindigkeit von lächerlichen 118 Kilometern pro Stunde.

Coupé wird zum echten Rennwagen

Somit wurde das vermeintliche Erfolgsmodell schnell zum Rohrkrepierer, denn der Karmann-Ghia war zudem eines der teuersten Modelle, die damals auf dem südamerikanischen Kontinent erhältlich waren. Mit Hilfe des brasilianischen Unternehmers Paulo Goulart, der damit begann, 1,6-Liter-Motoren von Porsche direkt aus Deutschland zu importieren, welche immerhin 95 PS leisteten, wurde auch die Rennsporthistorie des Karmann-Ghia begründet.

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Lediglich das Fahrwerk musste angepasst werden, denn Bremsen und Lenkung waren perfekt austauschbar, und so entstanden 18 hybride Exemplare, die mit einem Porsche-Motor und Karmann-Ghia-Komponenten bestückt sind. Dies ist die Geburtsstunde des Karmann-Ghia Dacon, der erfolgreich an diversen Motorsportveranstaltungen teilnahm, und von legendären Fahrern wie José Carlos Pace, nach dem die Formel-1-Rennstrecke in Interlagos benannt ist, oder dem Ex-Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi, pilotiert wurde. Die späteren Rennfahrer-Legenden saßen von 1966 bis 1967 am Steuer eines Karmann-Ghia Dacon, und auch der Wagen selbst wurde noch einmal stark verändert, und besaß nun einen auf 1,6-Liter vergrößerten VW-Motor. Doch die Ära des VW-Motors währte nicht lange, da die meisten Journalisten das Fahrzeug als Porsche titulierten.

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Schließlich hielt ein 2-Liter-Saugbenziner Einzug, welcher auch ein fester Bestandteil des von uns vorgestellten Exemplars aus dem Jahre 1966 ist. Das Fahrzeug verfügt über eine wesentlich leichtere Kunststoffkarosserie, wodurch es nur 650 Kilogramm, anstatt der serienmäßigen 810 kg wiegt. Somit sind sportliche Fahrleistungen garantiert, und von der ursprünglichen Schnecke ist nicht mehr viel übrig.

Ein 2-Liter-Saugbenziner sorgt für Vortrieb.

Dieses Exemplar, das wir euch heute näher bringen, verfügt über einen 2-Liter-Motor von Porsche, der auch im 911er der damaligen Zeit seinen Dienst verrichtete, und leistet immerhin 130 PS. Eine Steigerung von über 400 Prozent im Vergleich zum 1962 in Brasilien vorgestellten Basismodell des Karmann-Ghia. 161 Newtonmeter maximales Drehmoment haben mit den lediglich 650 Kilogramm des kleinen Flitzers leichtes Spiel, so dass Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 190 Kilometer pro Stunde problemlos möglich sind.

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Die Kraftübertragung erfolgt über ein Fünfgang-Schaltgetriebe von Porsche auf die Hinterräder. Wir sind fest davon überzeugt, dass so ein Vehikel auf engen und kurvigen Landstraßen auch heute noch eine Menge Fahrspaß bietet, denn die kompakten Abmessungen, der Heckantrieb sowie das geringe Gewicht sind Garanten für automobiles Fahren in Reinkultur.

Unser Fazit zum Karmann Ghia Dacon aus dem Jahre 1966:

Eine kleine Fahrmaschine, die uns richtig gut gefällt, entstand aus der einstigen Wanderdüne. Das von uns präsentierte Exemplar ist eines von lediglich vier Fahrzeugen, die in dieser Ausführung entstanden, und besitzt heute einen ungefähren Wert von 40.000 Euro, und mit seiner Rennsporthistorie kann er dazu punkten. Sollten wir noch mehr Infos zu den Änderungen erhalten, gibt es natürlich ein Update für diesen Bericht. Darüber werdet ihr informiert, wenn ihr einfach unseren Feed abonniert. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder und bleibt uns treu!

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Bildnachweis: unbekannt

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