2024 Caterham 360R RAF: Ein Unikat mit Hubschrauber-DNA!

Caterham hat mit dem 360R ein ganz besonderes Exemplar für die Royal Air Force gebaut. Das Unikat nutzt recycelte Teile eines Puma-Hubschraubers und dient einem wohltätigen Zweck. Caterham bleibt dem ursprünglichen Einbaum-Konzept aber auch bei diesem Fahrzeug treu, das auf den Lotus Super Seven zurückgeht: starker Frontmotor, Heckantrieb, wenig Gewicht und ein offenes Design. Die britische Sportwagenschmiede hat derzeit neun Varianten des bewährten Konzepts am Start, die teils exklusiv in Großbritannien erhältlich sind.

2024 Caterham 360R RAF

Der Caterham 360, auch als sportlichere R-Version lieferbar, basiert auf einem Stahl-Gitterrohrrahmen, der in zwei Größen lieferbar ist. Unter der Haube steckt ein Ford Duratec-Vierzylinder mit 180 PS und 194 Nm, der über ein manuelles Fünfgang-Schaltgetriebe die zwei Räder hinten anfeuert. Mit einem Gewicht von nur rund 560 kg beschleunigt der Zweisitzer in knapp 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 Klamotten. Die Basisversion des Caterham 360 kostet allerdings rund 45.500 EUR, während das R-Paket einen weiteren Aufpreis von 1.200 EUR verlangt.

Recycelte Hubschrauberteile

Das abgebildete Sondermodell Caterham 360R RAF, entstanden in Kooperation mit der britischen Luftwaffe und soll bald für wohltätige Zwecke versteigert werden. Der Erlös kommt dem RAF Benevolent Fund zugute, der verletzte Soldaten unterstützt. Gezeigt wurde das besondere Exemplar kürzlich beim britischen F1-Grand Prix in Silverstone. Spezielle Teile aus einem Puma-HC2-Heli wurden für die Karosserie und die Kabine genutzt.

Die HC2-Hubschrauber, die 72 in Dienst gestellt und weltweit genutzt wurden, haben kürzlich das Ende ihrer Einsatzzeit erreicht. Teile der Außenhaut des 360R stammen vom Heckleitwerk des Puma, während die hintere Trennwand sogar noch den Türabwurfgriff des Hubschraubers trägt. Sogar die Tarnlackierung des Helis wurde übernommen, und der Caterham-Rahmen erhielt zudem einen Anstrich in Wüstensandfarbe.

Detailverliebter Innenraum

Und im Interieur wurden noch weitere Hubschrauberteile integriert. Die gesteppte Schalldämmung des Helis kleidet die Türverkleidungen und den Tunnel, während die Sitze mit Carbon verstärkt sind. Sogar die Evakuierungsanweisungen des Puma sind beibehalten und in die Verkleidung eingenäht. Das Armaturenbrett ist in satinschwarz lackiert, passend zum Cockpit des HC2, und die Schalter stammen auch aus dem Puma.

Und richtig cool: der Startvorgang vom 360R ist dem dreistufigen Ablauf des Helis nachempfunden. Die Navigationsuhr des Hubschraubers ziert zudem das Armaturenbrett. Abgerundet wird der militärische Look durch eine Munitionskiste unter der Haube, die die Starterbatterie beherbergt. Auf der Motorhaube sind die Namen aller Projektbeteiligten verewigt und die Auktion für das Unikat findet ab kommende Woche (5. August bis zum 12. September) auf der Plattform Collectingcars.com statt. Der erwartete Erlös liegt bei über 100.000 Pfund (rund 118.000 EUR).

Der Puma HC2

Der Puma HC2 ist ein mittelschwerer Transporthubschrauber, der von Aérospatiale (heute Airbus) in Kooperation mit dem ehemaligen britischen Hersteller Westland entwickelt wurde. Die neuere Version HC2 folgte auf den HC1, der seit Januar 1971 für die Royal Air Force flog. Insgesamt wurden 48 Pumas von den Briten unter anderem im Falklandkrieg 1982 sowie später im Irak und in Jugoslawien genutzt. Ab 2011 wurde die Hälfte der Flotte auf die heutige Version HC2 aufgerüstet, deren Dienstende eigentlich für 2022 geplant war.

Derzeit sucht die Royal Air Force noch nach einem Nachfolger für den Puma. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Momentan sind noch 23 der 24 umgerüsteten Puma HC2 im Einsatz. Einer ging 2015 bei einem Landeunfall leider verloren. Als Truppentransporter kann der HC2 bis zu 12 Soldaten mit Ausrüstung aufnehmen. Die maximale Zuladung ist 16 Passagiere oder 2.000 kg Fracht, entweder in der Kabine oder als Außenlast unterm Rumpf.

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„tuningblog.eu“ – das Tuning-Magazin
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