1982 Frazer-Tickford Metro – ein Aston Martin Kleinwagen!

Bekannt wurde die Marke Aston Martin als Produzent von GTs, Sportwagen und der ein oder anderen sportlichen Limousine. Auch ein SUV gehört zum Angebot. Aber wer erinnert sich an den Abstecher in den Markt für Kleinwagen, den das Unternehmen vor zehn Jahren gewagt hat? Damals entstand durch die Weiterentwicklung eines Toyota IQ mit eigener Frontschürze und luxuriösem Innenraum der Aston Martin Cygnet Widebody mit V8. Verkauft wurden anstatt der angestrebten 4.000 Stück allerdings lediglich 593 Exemplare. Doch der Cygnet war nicht der einzige Wagen solcher Größe, an dem Aston Martin sich beteiligte. Bereits 1980 versuchte sich der Autobauer an einem ähnlichen Projekt, diesmal stammte das Basisfahrzeug aus dem ebenfalls britischen Leyland Konzern und wurde MG Metro genannt. Und obwohl das Logo von Aston Martin am Heck prangerte, wurde die Marke in der Bezeichnung des umgebauten Wagens nicht erwähnt. Das Heck wurde vom Schriftzug „Tickford“ geprägt. Tickford war ein Karosseriebaubetrieb!

Sportlichkeit als Hauptmerkmal!

Ergänzt wurde der Tickford-Schriftzug an den seitlichen Plaketten direkt hinter den Vorderrädern durch das Logo von Aston Martin. Tickford übernahm die Entwicklung, vom Design und den Bau der Erweiterungsteile für die Karosserie. Auch die Neugestaltung vom Interieur wurde Tickford überlassen, wodurch es ein in hochwertiges Leder gekleidetes Lenkrad, Armaturenbrett und Sitze erhielt.

Teppiche von Wilton, ein grafischer Equalizer von Uher, ein Schiebedach, ein Tempomat und elektronische Bedienelemente vervollständigten den Innenraum. An der Außenseite erzeugte ein komplettes Karosserie-Kit mit Schwellerverkleidungen, Verbreiterungen der Kotflügel und daran angepassten Schürzen den sportlicheren Auftritt. Leichtmetallräder und ein Schiebedach sowie vier Marchal-Nebelscheinwerfer unter der vorderen Stoßstange gehörten ebenfalls zur Ausstattung.

Technische Sport-Neuausrichtung

Die Zusammenarbeit von Frazer und Aston Martin resultierte in einer verbesserten Version des Vierzylindermotors vom MG Metro. Dank scharfer Nockenwelle, Doppelvergasern von Weber, und einem strömungsoptimierten Zylinderkopf mit größeren Ventilen erzeugte der 1,3 Liter-Motor 80 PS und somit 12 PS mehr als das Basismodell Metro. Nur der Metro Turbo kam mit 95 PS werkstechnisch auf noch mehr Leistung. Durch die Kombination mit einem Sportfahrwerk erhielt der Frazer-Tickford Metro ein hervorragendes Fahrverhalten. Doch der Grundpreis von £ 11.600 verhinderte den Erfolg. Konkurrenzmodelle wie den Reliant Scimitar GTE oder den Ford Granada 2.8i bekam man dafür auch, während der Porsche 944 sogar weniger kostete. Daher wurden insgesamt nur 26 Exemplare gebaut, drei für den US-Markt gebaute Modelle erhielten eine Linkslenkung.

Versteigerung eines Linkslenkers

Einen neuen MG Metro 1.3 S mit Linkslenkung bestellte 1982 im Auftrag von Wendal „Rick“ McBride das britische Autohaus Dutton-Forshaw Maidstone. McBride war offizieller Fotograf für viele Sportwagenfirmen, darunter auch Ferrari. Ohne Probefahrt ließ er seinen damals neuen Metro zu Tickford bringen, um ihn zum Frazer-Tickford Metro umbauen zu lassen. Dahinter stand die Absicht, das umgebaute Gefährt auf der Auto-Show von Los Angeles 1982 auszustellen.

Gerade rechtzeitig vollendete man den Umbau und der Metro wurde per Luftpost zur Show gebracht. Ein Dachhimmel in beigefarbenem Alcantara, Leder der Farbe „Saddle“ mit schokobraunem Keder und passend farblich abgestimmte Teppiche im Innenraum sowie die Lackfarbe „Cairngorm Brown“ erzeugten eine gelungene Kombination. Der Wagen verbrachte nach der Auto-Show einige Zeit in Beverly Hills ehe er nach McBride’s Tod in eine britische Sammlung ging. Jetzt wird das Auto mit der Fahrgestellnummer XBHND2AD851462 mit nur 15.000 Kilometern auf der Uhr von HandH in Duxford versteigert.

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Bildnachweis: H&H Classics

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geschrieben von
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