Freitag , 30. Juli 2021
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Porsche Mobil 1 Supercup setzt auf erneuerbare Kraftstoffe

Lesezeit ca. 4 Minuten

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Mit dem Start der Saison 2021 des Porsche Mobil 1 Supercup setzt die Meisterschaft auf erneuerbare Kraftstoffe: Als ersten Schritt verwendet der internationale Markenpokal fortschrittliche Biokraftstoffe und sogenannte eFuels, die den Ausstoß von CO2 erheblich reduzieren können. Im Rahmen dieses Leuchtturmprojekts erproben Porsche und Projektpartner ExxonMobil die Eignung erneuerbarer Flüssigkraftstoffe unter harten Motorsport-Einsatzbedingungen. Der neue Porsche 911 GT3 Cup mit seinem hochdrehenden Hochleistungs-Sechszylinder-Boxermotor dient als ideales Testlabor für die Esso Renewable Racing Fuels: Sein starkes 4,0-Liter-Aggregat wurde bereits für den Betrieb mit erneuerbaren Kraftstoffen getestet. Ziel ist es, wichtige Erfahrungen für mögliche Weiterentwicklungen im Hinblick auf einen Einsatz in Serienfahrzeugen in der Zukunft zu sammeln. Der Porsche Mobil 1 Supercup findet im Rahmen der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft statt.

Der neue 911 GT3 Cup

Porsche und ExxonMobil setzen bei der Erprobung der erneuerbaren Kraftstoffe auf eine zweistufige Strategie. 2021 gehen die Teilnehmer des Porsche Mobil 1 Supercup mit einer biobasierten Kraftstoff-Mischung in die acht Saisonrennen. Der Anteil fortschrittlichen Biokraftstoffs wird aus Nahrungsmittel-Abfallprodukten gewonnen. Weitere Kraftstoffanteile werden beigemischt, um beim finalen Kraftstoff die geforderten Eigenschaften in Bezug auf Klopffestigkeit und Brennverhalten zu erzielen. Es wird eine Oktanzahl von ungefähr 98 erreicht.

Im Jahresverlauf 2022 wird mit der Einführung eines eFuels aus dem Pilotprojekt Haru Oni in Chile der zweite Schritt erwartet. Hierbei wird Wasserstoff mit aus der Luft abgeschiedenem Kohlendioxid zu Methanol kombiniert. Mit diesem eFuel-basierten Esso Renewable Racing Fuel ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 85 Prozent möglich, wenn er der aktuellen Kraftstoffnorm nach dem dazu erforderlichen Blending entspricht. Im Pilotprojekt treiben Porsche und ExxonMobil mit anderen internationalen Partnern die Entwicklung und die potenzielle zukünftige Marktreife synthetischer Kraftstoffe voran.

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Oliver Schwab, Projektleiter Porsche Mobil 1 Supercup

„Die Erprobung neuer Technologien im Rennsport hat bei Porsche eine jahrzehntelange Tradition. Wir sind stolz darauf, beim wichtigen Thema eFuels eine Vorreiterrolle für das gesamte Unternehmen übernehmen zu können“, bekräftigt Oliver Schwab, Projektleiter Porsche Mobil 1 Supercup. „Der Supercup ist die erste internationale Rennserie, die auf erneuerbaren Kraftstoff setzt. Da unsere Rennen im Rahmen der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft stattfinden, stehen wir ganz besonders im Fokus der Medien, der Öffentlichkeit und weiterer im Rennsport engagierter Hersteller. So übernimmt der Porsche Mobil 1 Supercup als Pionier bei synthetischem Kraftstoff eine wichtige Kommunikationsfunktion für die Bedeutung von eFuels bei Porsche.“

Erste Kraftstofftests seit Anfang 2019

Bereits Anfang 2019 haben Porsche und ExxonMobil erste Kraftstofftests durchgeführt und Erfahrungen gesammelt. Zu Beginn 2020 folgten Motorentests auf dem Prüfstand sowie Materialverträglichkeitsversuche mit Komponenten des Kraftstoffsystems und Funktionserprobungen im Fahrbetrieb unter verschiedenen äußeren Bedingungen. Renntreibstoff muss zudem den besonderen Anforderungen eines Reglements entsprechen. Vor diesem Hintergrund haben Porsche und ExxonMobil gemeinsam die chemischen, physikalischen und technischen Spezifikationen des Esso Renewable Racing Fuel entwickelt. Die finale Aufbereitung zum fertigen Rennkraftstoff hat ExxonMobil übernommen.

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Roll-out des Porsche Mobil 1 Supercup 2021 im niederländischen Zandvoort

Esso Renewable Racing Fuel wird 2021 bei allen Rennen des Porsche Mobil 1 Supercup inklusive des Roll-outs im niederländischen Zandvoort und den beiden Vor-Saison-Testtagen im italienischen Monza eingesetzt. Ein Software-Update wurde vorgenommen, um Motor- und Kraftstoff-Performance im Zusammenspiel zu optimieren. Die Motorleistung des neuen 911 GT3 Cup-Rennwagens bleibt davon unbeeinflusst.

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