Restomod Mercedes-Benz 600 SEL (W140) als S76R von Renntech!

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Auch außerhalb vom Interessengebiet rund um das Thema Mercedes-Benz wird den Namen „Renntech“ sicher schon fast jeder, der sich zumindest etwas mit Autos und Autotuning beschäftigt, gehört haben. Neben Brabus, Lorinser & Co. gehört Renntech zweifellos zu den Top-Namen für das Segment „Mercedes-Tuning„. Was allerdings nicht in diesem Segment vorkommt, das ist die Mercedes Baureihe 140, die durch den tragischen Tod von Lady Di (Diana Spencer) am 31. August 1997 traurige Berühmtheit erlangte. Denn Tuning am Oberklasse-Flaggschiff der 90er-Jahre ist alles andere als geläufig. Dass dies aber mehr als nur schade ist, das zeigt uns das folgende Fahrzeug, das vom Team von Renntech (Reimagined by RENNtech Classics) aufwendig modifiziert wurde. Und dabei wurden die Änderungen auf äußerst dezente Art und Weise durchgeführt. Denn zumindest von außen erkennt wohl nur der Kenner, dass hier keine serienmäßige S-Klasse vorfährt.

Restomod Mercedes 600 SEL

Renntech spricht sogar davon, den „perfekten 600 SEL aus 1992“ gebaut zu haben. Dieser nennt sich ab sofort S76R und ist weiterhin ein klassischer Sauger. Soll heißen, der voluminöse V12 (M 120 E 60) mit 6-Litern-Hubraum ist noch immer verbaut. Allerdings wurde er komplett auf links gedreht, sodass Renntech behaupten kann, die Luxus-Limousine hat den leistungsstärksten V12-Sauger, der jemals von Renntech gebaut wurde, unter dem Blech. Aus den ohnehin bereits fulminanten 6,0-Litern-Hubraum holt der Tuner mittels Hubraumerweiterung satte 7,6-Liter und zudem verbaute man unter anderem hochwertige Titan-Pleuel und AMG-Nockenwellen.

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Dazu gesellen sich noch überarbeitete Zylinderköpfe, verbesserte Ventilfedern, Titan-Halterungen und natürlich darauf abgestimmte Einspritzdüsen. Weiter atmet der Motor durch Renntechs hauseigene Airbox und akustisch vermeldet sich der S76R mittels neuer Abgasanlage mit Edelstahlkrümmern, Sportkatalysatoren und Vierrohr-Schalldämpfern mit polierten Edelstahl-Endrohren zu Wort. In Zahlen ausgedrückt holt der Tuner aus dem V12 stramme 627 PS (615 HP/459 kW) bei 5.500 U/min. und das maximale Drehmoment steigt auf gewaltige 953 Newtonmeter zwischen 4.250 und 4.500 Umdrehungen.

jetzt mit Fünfgang-Automatik

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So aufgerüstet geht es in nur knapp über 5,0 Sekunden (Serie +6 Sekunden) auf 100 Kilometer pro Stunde und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 249 km/h. Gekoppelt ist der Monstermotor zudem nicht mehr an das alte 4-Stufen-Automatikgetriebe, sondern an den deutlich verbesserten Fünfgang-Automaten aus einem S-Modell aus dem Jahr 1996. Weiter verbaut Renntech an der Hinterachse noch ein OS Giken-Sperrdifferenzial für eine optimale Traktion. Aufgrund vom hohen Fahrzeuggewicht und der Mehrleistung war natürlich auch eine andere Bremse nötig.

Verbaut ist jetzt eine Carbon-Keramik-Anlage mit XXL-Scheiben im Format 15,83 Zoll (ca. 40 cm) samt Sechs-Kolben-Bremssätteln an der Vorderachse sowie 14,17 Zoll (ca. 36 cm) Scheiben mit Vier-Kolben-Sätteln hinten. Und beim Fahrwerk setzt Renntech auf ein System aus kürzeren Schraubenfedern und dem adaptiven Mercedes-Dämpfersystem der zweiten Generation. Und optisch? Da gibt es kaum Unterschiede. Der getunte 600 SEL sieht fast serienmäßig aus. Verbaut ist ein dezenter hauseigener Frontsplitter, es gibt einen Heckspoiler und geänderte Seitenleisten mit Luftöffnung am Kotflügel.

geschmiedete Aluminiumräder rundum

Zudem steht die Limousine auf geschmiedeten Aluminiumrädern im Format 19×9 Zoll vorn und 19×10,5 Zoll hinten mit Michelin Pilot Sport 4 S-Reifen. Und innen? Da schaut eigentlich alles noch original aus. Erst auf den zweiten Blick erkennt man die neuen Sitze mit Rautenstickerei, diverse Verkleidungen aus Kohlefaser oder den Alcantara-Dachhimmel. Zudem ersetzt Renntech die Rückbank durch zwei individuell verstellbare Einzelsitze.

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Und als kleines Highlight ist die Soundanlage jetzt Smartphone-kompatibel. Renntech hat den S76R übrigens als Unikat gebaut, weitere Umbauten gegen ein gewisses Entgelt sind aber nicht ausgeschlossen. Preisangaben gibt es allerdings bisher nicht. Sollten wir noch mehr Infos zu den Änderungen erhalten, gibt es natürlich ein Update für diesen Bericht. Darüber werdet ihr informiert, wenn ihr einfach unseren Feed abonniert. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder und bleibt uns treu!

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Bildnachweis: RENNtech
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