Kann einfach alles besser: Ducati Panigale V4 & V4 S (2022)

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Ducati Panigale V4 S 2022 19

Die Panigale V4 2022 repräsentiert den jüngsten Schritt bei der Entwicklung der Ducati Superbikes. Das Motorrad lebt von der langjährigen Erfahrung von Ducati Corse und dem kontinuierlichen Transfer von Wissen und Technologien aus der Welt des Rennsports direkt in die Serienproduktion. Dieses neue Projekt drückt die Einzigartigkeit der Marke aus, die zum zweiten Mal hintereinander den Konstrukteurstitel in der MotoGP gewann. Jedes einzelne Element, das im Rennsport entwickelt wurde, wird auf die Motorräder übertragen, die Ducati für seine Enthusiasten baut. Aus diesem Grund wird die Panigale V4 ständig erneuert und verbessert, genau wie die Motorräder in der MotoGP und in der WorldSBK.

Ducati Panigale V4 (2022)

Mit der Version 2022 vollendet das Projekt Panigale V4 die bedeutendste Entwicklung seit seiner Entstehung. Die Verbesserungen betreffen alle Bereiche: Aerodynamik, Ergonomie, Motor, Fahrwerk und Elektronik. Das Ergebnis ist ein noch schnelleres Motorrad auf der Rennstrecke und gleichzeitig ein intuitiveres und weniger ermüdendes Motorrad für eine Vielzahl von Fahrern. Kurz gesagt, es bietet sowohl für Profis als auch für Amateure ein großartiges Fahrerlebnis.

Diese exklusiven Eigenschaften wurden durch einen speziellen Test auf der Rennstrecke von Vallelunga in Italien bestätigt. Die Panigale V4 S 2021 und die Version 2022, die beide mit Pirelli SC1-Reifen ausgestattet waren, standen im Mittelpunkt des Tests, der von zwei Testfahrern sowie Profi Michele Pirro (Ducatis offizieller Testfahrer) durchgeführt wurde. Am Ende des Tages verbesserte der erste Testfahrer seine beste Runde auf der neuen Panigale V4 S 2022 um 0,9 Sekunden, der zweite um 1,2 Sekunden, während Michele Pirro um eine halbe Sekunde schneller war. Auf seine schnellste Rundenzeit beim ersten Lauf zur Italienischen Superbike-Meisterschaft in Vallelunga verlor er lediglich drei Sekunden. Noch beeindruckender wird diese Leistung, wenn man bedenkt, dass er beim Renneinsatz den extraweichen SCX-Reifen verwendete, der mehr Haftung bietet.

Ducati Panigale V4 S 2022 22

Die erste Neuerung der neuen Panigale V4 2022 Version betrifft die Aerodynamik. Die Ducati Ingenieure haben sich auf die Verkleidung konzentriert, die nun kompaktere und dünnere Winglets mit doppeltem Profil und höherer aerodynamischer Effizienz aufweist: Dieses Update garantiert mit bis zu 37 kg bei 300 km/h den gleichen Abtrieb wie bisher. Darüber hinaus wurde der untere Teil der Verkleidung mit neu gestalteten Lufteinlässen versehen, um das Kühlsystem und damit die Leistung des Motors zu verbessern, insbesondere beim Einsatz auf der Rennstrecke.
Auch die Ergonomie stand im Mittelpunkt der Entwicklung, um die Kontrolle über das Motorrad auf der Rennstrecke zu verbessern und es dem Fahrer zu ermöglichen, die Leistung der Panigale V4 sowohl bei einer einzelnen Runde als auch beim intensiven Einsatz auf der Rennstrecke optimal zu nutzen.

Ducati Panigale V4 S 2022 21

Der Sitz hat jetzt eine flachere Form und einen anderen Bezug, um den Fahrer beim Bremsen noch besser zu unterstützen und ihm mehr Bewegungsfreiheit zu bieten. Im Vergleich zur Version von 2021 verfügt der Tank im hinteren Teil über eine neue Form. Der Fahrer hat beim Bremsen mehr Halt und kann dadurch schneller und länger fahren. Dank dieser neuen Ergonomie ist der Fahrer vollständig in das Motorrad integriert. Das macht das Fahren grundsätzlich angenehmer. Auch die Kontaktfläche der Arme beim Hanging-Off, wenn sich der Fahrer komplett neben das Motorrad lehnt, wurde verbessert. Das Herzstück des Motorrads ist der 1.103 cm3 große Desmosedici Stradale, der vom MotoGP-Motor abstammt und eine Reihe von Updates erhalten hat. Dank einiger technischer Neuerungen konnte die Leistung weiter gesteigert werden. Zudem ist die Gasannahme jetzt noch direkter.

Der neue Motor wurde im Bereich des Ölkreislaufs überarbeitet und ist mit einer neuen Ölpumpe ausgerüstet, die eine geringere Leistungsaufnahme hat. Der vergrößerte Durchmesser der Schalldämpferauslässe ermöglicht eine Reduzierung des Abgasgegendrucks und damit eine Steigerung der Motorleistung. Dank dieser Maßnahmen und eines neuen, speziellen Mappings leistet der Desmosedici Stradale – mit Euro-5-Zulassung – 215,5 PS bei 13.000 Umdrehungen pro Minute. Das entspricht einer Leistungssteigerung von 1,5 PS im Vergleich zum Vorgänger-Motor. Bei einer Drehzahl von 14.500 Umdrehungen pro Minute beträgt der Unterschied sogar 2,5 PS. Der Motor liefert ein Drehmoment von 123,6 Nm bei 9.500 U/min und stellt bereits ab 6.000 U/min 80 % des maximalen Drehmoments zur Verfügung.

Ein Detail, das viel über die Entwicklung dieses neuen Motors für 2022 aussagt, ist die neue Getriebeübersetzung. Der erste, zweite und sechste Gang sind jetzt länger übersetzt. Diese neue SBK-Getriebeübersetzung ist „Rennsport-orientierter“ und somit besser für den Einsatz auf der Rennstrecke geeignet. Der erste Gang wurde um 11,6 % verlängert, der zweite um 5,6 %. Dank dieser neuen Getriebeübersetzung ist es nun einfacher, die engsten Kurven im ersten Gang zu durchfahren und dabei von einer stärkeren Motorbremse und einer besseren Beschleunigung aus den Kurven heraus zu profitieren. Außerdem ermöglicht der geringere Sprung zwischen dem ersten und dem zweiten Gang dem Ducati Quick Shift System (DQS) effizientere Schaltvorgänge und somit eine bessere Performance. Das DQS hat zudem eine neue Abstimmung erhalten. Der um 1,8 % länger übersetzte sechste Gang ermöglicht in Verbindung mit der gesteigerten Motorleistung 5 km/h mehr Höchstgeschwindigkeit im Vergleich zur Panigale V4 2021.

Ducati Panigale V4 S 2022 11

Bei der Panigale V4 2022 wurde eine neue Logik für die Power Modes implementiert, die 4 verschiedene Motorkonfigurationen ermöglicht: Full, High, Medium, Low. Die Konfigurationen Full und Low wurden neu entwickelt, während die Konfigurationen High und Medium eine neue Strategie erhielten. Der Power Mode Full ist der sportlichste, der je bei einer Panigale V4 zum Einsatz kam. Mit Ausnahme vom ersten Gang kann der Motor sein volles Potenzial mit Drehmomentkurven ohne elektronische Filter zum Ausdruck bringen. Für die Leistungsstufen High und Medium wurde ein neues Mapping-Management-System für das Ride by Wire entwickelt. Jeder der sechs Gänge hat ein eigenes Mapping. Damit wird der Vortrieb optimiert, wenn der Fahrer ans Gas geht. Der Power Mode Low hingegen wurde entwickelt, um das Fahren auf der Straße noch angenehmer zu machen. Er begrenzt die maximale Leistung des Motorrads auf 150 PS und bietet eine besonders kontrollierbare Gasannahme.

Die Leistung des Desmosedici Stradale kann dank der Racing-Auspuffanlagen aus dem Ducati Performance Katalog weiter verbessert werden. Um jedem die Möglichkeit zu bieten, auch auf Strecken mit strengeren Lärmgrenzwerten mit einem richtigen Rennauspuff zu fahren, ist eine neue Auspuffanlage erhältlich, die komplett aus Titan besteht, in Zusammenarbeit mit Akrapovič entwickelt wurde und den Lärmgrenzwert von 105 dB einhält (102 dB mit montiertem dB-Killer). Der neue Auspuff ist mit hohen Schalldämpfern entlang des Hecks ausgestattet und sorgt für eine Leistungssteigerung von 12,5 PS, wodurch sich die Spitzenleistung auf 228 PS erhöht und das maximale Drehmoment auf 131 Nm ansteigt. Gleichzeitig reduziert sich das Gewicht um 5 kg. Dieser neue Auspuff wird parallel zur bereits im Katalog erhältlichen kompakteren Racing-Komplettanlage angeboten, die unter dem Motor platziert ist und von Akrapovič ebenfalls komplett aus Titan gefertigt wird. Bei gleichen Leistungswerten reduziert sie das Gewicht um 6 kg und hat einen Geräuschpegel von 109 dB, der mit dem dB-Killer auf 107 dB sinkt.

Der Desmosedici Stradale dient zugleich als tragendes Element für das Fahrwerk und ist direkt mit dem Aluminium-Frontrahmen verbunden. Komplettiert wird das Chassis durch den leichten Frontrahmen aus Magnesium und den Heckrahmen aus Aluminiumguss. Die neue Panigale V4 S ist mit der neuen elektronisch gesteuerten Öhlins NPX 25/30-Gasdruck-Gabel ausgestattet, die eine von der Öhlins-Rennsport-Gabel abgeleitete Cartridge verwendet, mit der die Gefahr von Ölkavitationen im Vergleich zu einer herkömmlichen Gabel minimiert werden. Das Ergebnis ist eine verbesserte Fahrstabilität beim Bremsen und gleichzeitig eine bessere Absorption von Bodenwellen, was sich in einem besseren Fahrgefühl niederschlägt.

Die neue Gabel verfügt über 125 mm Federweg (+5 mm im Vergleich zur Gabel der Panigale V4 2021). Dadurch sind weichere Abstimmungen möglich (die Federrate wurde von 10,0 auf 9,5 N/mm reduziert). Das führt zu einem sanfteren Ansprechverhalten auf unebenem Belag und einer besseren Haftung bei schlechten Grip-Bedingungen. Zudem wird das Gefühl in harten Bremszonen verbessert, was im Renneinsatz für zusätzliche Reserven sorgt.

Die neue Gabel arbeitet in Kombination mit dem Öhlins TTX36-Federbein und dem Öhlins-Lenkungsdämpfer, die beide über eine dynamische Dämpfungsveränderung verfügen. Dieses System bietet dem Fahrer die Möglichkeit, die Funktionsweise der Federelemente je nach Fahrsituation (Bremsen, Kurvenfahrt, Beschleunigung) anzupassen und die Parameter der Hardware zu ändern. Für den Fahrer bedeutet dies ein höheres Maß an Kontrolle über die Fahrdynamik des Motorrads, was der Verkehrssicherheit auf der Straße und den Rundenzeiten auf der Rennstrecke zugute kommt. Außerdem ist der Drehpunkt der Aluminium-Einarmschwinge um 4 mm höher positioniert als bei der Version 2021. Mit Hilfe dieser technischen Änderung erhöht sich die Anti-Squat-Wirkung. Das bedeutet, dass das Heck beim Beschleunigen nicht so tief einfedert.

Die Panigale V4 S ist mit geschmiedeten 3-Speichen-Aluminiumfelgen ausgestattet und mit Pirelli Diablo™ Supercorsa SP Reifen (120/70 ZR17 vorne und 200/60 ZR 17 hinten) bestückt. Die vordere Bremsanlage besteht aus Brembo Stylema® Monoblock-Bremssätteln mit jeweils vier Kolben von je 30 mm Durchmesser. In Kombination mit den Bremsscheiben mit 330 mm Durchmesser gewährleistet das eine außergewöhnliche Bremsleistung. Das Hinterrad wird durch eine 245 mm große Bremsscheibe und einen 2-Kolben-Bremssattel verzögert.

Bereits die Standardversion der Panigale V4 ist mit einem hochmodernen Fahrwerk ausgestattet, das aus einer voll einstellbaren Showa Big Piston Fork (BPF) mit einem Standrohr-Durchmesser von 43 mm, einem Sachs Lenkungsdämpfer und einem voll einstellbaren Sachs Federbein sowie Aluminium-Gussfelgen im 5-Speichen-Design besteht. Die Panigale V4 2022 ist mit einem Elektronikpaket der neuesten Generation ausgestattet, das auf dem Einsatz einer 6-achsigen Trägheitsplattform basiert, die in der Lage ist, Roll-, Gier- und Nickwinkel des Motorrads im Raum sofort zu erfassen. Das elektronische Paket umfasst Steuerungen für alle Fahrphasen, deren Parameter standardmäßig mit den 4 verfügbaren Fahrmodi (Race A, Race B, Sport, Street) verbunden sind.

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Diese Parameter können dank des verbesserten Displays noch deutlicher dargestellt werden. Einige Funktionen werden durch zusätzliche Signallichter abgebildet. Aber das ist noch nicht alles: Die Ducati Techniker haben einen zusätzlichen Info-Modus entwickelt. Dieser entstand nach Rücksprache mit den MotoGP-Fahrern und trägt den Namen „Track Evo“. Dieser Modus ist jetzt neben dem Modus Road und dem Modus Track verfügbar. Im Modus „Track Evo“ bewegt sich der Drehzahlmesser auf einer horizontalen Skala, die sich im obersten Teil des Displays befindet. Dieser Bereich ist für den Fahrer am besten zu erkennen. Den eingelegten Gang sieht der Fahrer in der Mitte des Bildschirms. Auf der rechten Seite befinden sich vier verschiedenfarbige Sektoren, die jeweils einer elektronischen Steuerung (DTC, DWC, DSC, EBC) zugeordnet sind. Der jeweilige Sektor leuchtet auf, sobald die Elektronik eingreift. Die Anzeigen sind so lange aktiv, bis der Fahrer erkennt, welche Elektronikhilfe aktiviert ist. Dieser Modus erleichtert es dem Fahrer, schnell zu verstehen, welche Steuerung tatsächlich geregelt hat, damit er bei der Suche nach der optimalen Einstellung präzisere Entscheidungen treffen kann. Damit kann er schneller die Performance des Motorrads verbessern. Der linke Bereich des Displays bildet die Rundenzeit, die Anzahl der absolvierten Runden und die Geschwindigkeit ab.

Um den optimalen Schaltzeitpunkt besser zu erkennen, wurde eine grüne LED oben links platziert. Diese Lösung verbessert die Sichtbarkeit und sorgt für eine präzisere Rückmeldung.
Auch das Aussehen des Motorrads wurde überarbeitet und mit einer weiteren Dosis Aggressivität versehen. Das vom Ducati Centro Stile entworfene, noch nie dagewesene grafische Design umfasst schwarze Logos auf den komplett roten Verkleidungsteilen. Der Sitz besteht aus zwei Materialen und ist bei der S-Version zweifarbig. Die schwarzen Räder der S-Version haben zudem rote Designelemente.

Ducati Panigale V4 S 2022 3

Die Panigale V4 kann mit dem Zubehör aus dem Ducati Performance Katalog ausgestattet werden. Das Angebot umfasst sowohl Komponenten mit Zulassung für den Straßenverkehr als auch reine Rennsport-Teile, die für das Fahren auf abgesperrten Strecken entwickelt wurden. Das Ducati Performance Zubehör kann über den Online-Konfigurator auf Ducati.com eingesehen werden.
Neben einer breiten Palette an Zubehör bietet Ducati auch Lederkombis (auch mit Airbag-System), Helme, Stiefel und Handschuhe an, die alle der Sicherheit des Fahrers dienen. Ducati erfüllt die Bedürfnisse aller Motorradfahrer, vom sportlichen Fahren auf der Rennstrecke bis hin zu den Abenteuern auf öffentlichen Straßen. Für jeden Anlass gibt es das perfekte Outfit, mit dem man sich wie ein echter Ducati Fahrer kleiden kann.

2022 Technische Änderungen

Design

  • Die Panigale V4 2022 erfährt einige bedeutende Änderungen, die ihren Stil neu definieren und das Motorrad ästhetisch aggressiver machen. Die brandneue, vom Ducati Centro Stile entworfene Grafik umfasst schwarze Logos auf den roten Verkleidungsteilen. Der Sitz besteht jetzt aus zwei verschiedenen Materialien (zweifarbig bei der S-Version). Bei der S-Version haben die schwarzen Felgen zudem rote Designelemente.

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Aerodynamik

  • Der aggressive Look wird auch durch die Änderungen an der Verkleidung verstärkt, die im Vergleich zum Vorgängermodell modifiziert wurde, um die Aerodynamik, basierend auf den kontinuierlichen Updates in der MotoGP, zu verbessern. In dieser neuen Version verfügt das Motorrad über kompaktere und dünnere Winglets mit doppeltem Profil und höherer aerodynamischer Effizienz, die den gleichen Abtrieb wie bisher (bis zu 37 kg bei 300 km/h) garantieren. Der untere Teil der Verkleidung ist außerdem mit zusätzlichen Lufteinlässen ausgestattet, um die Kühlung und damit die Leistung des Motors zu verbessern, insbesondere beim Einsatz auf der Rennstrecke. Bei der Panigale V4 hat jedes Detail eine Funktion, wie zum Beispiel die kleine Öffnung auf der linken Seite der Verkleidung. Diese sorgt dafür, die Temperaturen des Quickshifters während des harten Einsatzes auf der Rennstrecke unter Kontrolle zu halten.

Ergonomie

  • Die Ergonomie wurde von den Ducati Ingenieuren eingehend erforscht und entwickelt, um die Kontrolle über das Motorrad in den wichtigsten Fahrphasen auf der Rennstrecke zu verbessern und es dem Fahrer zu ermöglichen, die Leistung der Panigale V4 auch während einer langen Session voll auszuschöpfen. Die wichtigsten Änderungen betreffen vor allem den Sitz und den Tank. Diese Bauteile wurden neu gestaltet. Der Sitz hat nun eine flachere Form und einen griffigeren Bezug. Durch die neue Form hat der Fahrer mehr Bewegungsfreiheit, während der neue Bezug den Halt beim Bremsen verbessert. Der Kraftstofftank hat eine neue Form, die ihm ein größeres Fassungsvermögen verleiht (+1 Liter) und im Vergleich zum Jahrgang 2021 den Knieschluss verbessert. Fahrer aller Größen können sich beim Bremsen besser am Motorrad abstützen. Das Resultat davon sind bessere Rundenzeiten über einen längeren Zeitraum. Dank dieser neuen Ergonomie ist der Fahrer auch besser in das Motorrad integriert und befindet sich somit in der optimalen aerodynamischen Position. Darüber hinaus wurde auch die Kontaktfläche der Arme beim Hanging-Off verbessert.

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Motor

  • Das Herzstück des Motorrads ist der 1.103 cm3 große Desmosedici Stradale, der vom MotoGP-Motor abstammt und eine Reihe von Updates erhalten hat. Der Desmosedici Stradale wurde für 2022 erneut überarbeitet, Dank einiger technischer Änderungen konnte die Leistung gesteigert und die Gasannahme weiter verbessert werden. Der überarbeitete Motor ist mit einem neuen Schalldämpfer und einer neuen Ölpumpe verbunden. Der Durchmesser der beiden Schalldämpferauslässe wurde auf 38 mm vergrößert (um 18 % vergrößerter Austritt der Abgase im Vergleich zu den Schalldämpfern des MY2021), wodurch der Gegendruck im Auspuff verringert und folglich die Leistung des Motors verbessert werden konnte. Die kleiner dimensionierte Ölpumpe und die Optimierung des Ölkreislaufs führen zu einer geringeren Leistungsaufnahme. Dank dieser Modifikationen und einer optimierten Motorabstimmung steigt die Maximalleistung des Desmosedici Stradale (mit Euro-5-Zulassung) um 1,5 PS und erreicht 215,5 PS bei 13.000 U/min. Nach dem Erreichen der Maximalleistung ist der Unterschied zum Vorgängermodell noch größer. Der Motor liefert außerdem ein Drehmoment von 123,6 Nm bei 9.500 U/min und stellt dem Fahrer bereits ab 6.000 U/min ein Drehmoment von über 100 Nm zur Verfügung. Eine der markantesten Neuerungen im Zusammenhang mit dem Motor für 2022 ist die Einführung einer neuen Getriebeübersetzung. Der erste, zweite und sechste Gang sind länger übersetzt. Das ist eine der wichtigsten Neuerungen für 2022. Diese Art der Getriebeübersetzung ist von der Panigale V4 R abgeleitet – die in der SBK-Weltmeisterschaft eingesetzt wird -, was zu einer stärkeren Ausrichtung auf die Rennstrecke führt, mit Übersetzungen, die sich besser für den Einsatz auf der Rennstrecke und bei Rennaktivitäten eignen. Nun zu den Details: Der erste Gang wurde um 11,6 % verlängert, der zweite um 5,6 %. Dank dieser neuen Getriebeübersetzung ist es nun einfacher, die engsten Kurven im ersten Gang zu durchfahren und dabei von einer stärkeren Motorbremse und einer besseren Beschleunigung aus den Kurven heraus zu profitieren. Außerdem ermöglicht der geringere Sprung zwischen dem ersten und dem zweiten Gang dem Ducati Quick Shift System (DQS) effizientere Schaltvorgänge und somit eine bessere Performance. Der DQS hat zudem eine neue Abstimmung erhalten. Der um 1,8 % länger übersetzte sechste Gang ermöglicht in Verbindung mit der gesteigerten Motorleistung 5 km/h mehr Höchstgeschwindigkeit im Vergleich zur Panigale V4 2021.

Neue Logik der Power Modes

  • Bei der Panigale V4 2022 wurde eine neue Logik der Power Modes implementiert, die 4 verschiedene Motorkonfigurationen ermöglicht: Full, High, Medium, Low. Die Konfigurationen Full und Low wurden neu entwickelt, während die Konfigurationen High und Medium eine neue Strategie erhielten. Der Power Mode Full ist der sportlichste, der je bei einer Panigale V4 zum Einsatz kam. Mit Ausnahme vom ersten Gang kann der Motor sein volles Potenzial mit Drehmomentkurven ohne elektronische Filter zum Ausdruck bringen. Für die Leistungsstufen High und Medium wurde ein neues Mapping-Management-System für das Ride by Wire entwickelt. Jeder der sechs Gänge hat ein eigenes Mapping. Damit wird der Vortrieb optimiert, wenn der Fahrer ans Gas geht. Der Power Mode Low hingegen wurde entwickelt, um das Fahren auf der Straße noch angenehmer zu machen. Er begrenzt die maximale Leistung des Motorrads auf 150 PS und bietet eine besonders kontrollierbare Gasannahme.

Ducati Performance Racing-Auspuffanlagen

  • Die Leistung des Desmosedici Stradale kann dank der Racing-Auspuffanlagen aus dem Ducati Performance Katalog weiter verbessert werden. Um jedem die Möglichkeit zu bieten, auch auf Strecken mit strengeren Lärmgrenzwerten mit einem richtigen Rennauspuff zu fahren, ist eine neue Auspuffanlage erhältlich, die komplett aus Titan besteht, in Zusammenarbeit mit Akrapovič entwickelt wurde und den Lärmgrenzwert von 105 dB einhält (102 dB mit montiertem dB-Killer). Der neue Auspuff ist mit hohen Schalldämpfern entlang des Hecks ausgestattet und sorgt für eine Leistungssteigerung von 12,5 PS, wodurch sich die Spitzenleistung auf 228 PS erhöht und das maximale Drehmoment auf 131 Nm ansteigt. Gleichzeitig reduziert sich das Gewicht um 5 kg. Dieser neue Auspuff wird parallel zur bereits im Katalog erhältlichen kompakteren Racing-Komplettanlage angeboten, die unter dem Motor platziert ist und von Akrapovič ebenfalls komplett aus Titan gefertigt wird. Bei gleichen Leistungswerten reduziert sie das Gewicht um 6 kg und hat einen Geräuschpegel von 109 dB, der mit dem dB-Killer auf 107 dB sinkt.

Fahrwerk

  • Auch die Überarbeitung des Fahrwerks der Panigale V4 und der Panigale V4 S 2022 bringt zahlreiche wichtige Innovationen mit sich. Die vollzogenen Änderungen basieren auf den Erfahrungen, die in der MotoGP und WorldSBK gesammelt wurden. Sie zielen darauf ab, die Performance auf der Strecke zu verbessern. Das Ziel ist klar: Bessere Rundenzeiten, die mit weniger Anstrengungen und mit größerer Konstanz erreicht werden. Der Desmosedici Stradale dient zugleich als Konstruktionselement (tragendes Element) für das Fahrwerk und ist direkt mit dem Aluminium-Frontrahmen verbunden. Komplettiert wird das Chassis durch den leichten Frontrahmen aus Magnesium und den Heckrahmen aus Aluminiumguss. Die S-Version der neuen Panigale V4 ist mit der Öhlins NPX 25/30-Gasdruck-Gabel ausgestattet, die dank des Öhlins Smart EC 2.0 über eine dynamische Dämpfungsveränderung verfügt. Das System stellt den aktuellsten Stand der Technik für Sportmotorräder dar. Die neue Gabel hat 5 mm mehr Federweg (125 mm) und setzt auf ein Gasdrucksystem mit einem 25 mm großen Kolben im linken Gabelholm für die Regulierung der Druckstufe und einen 30 mm großen Kolben im rechten Gabelholm für die Regulierung der Zugstufe. Diese Bauweise wird auch in der WorldSBK verwendet und minimiert die Gefahr von Ölkavitationen bei intensiver Nutzung. Das Ergebnis? Es führt zu einer verbesserten Bremsstabilität und einem besseren Ansprechverhalten auf Bodenwellen. All das resultiert in einem besseren Fahrgefühl, höheren Geschwindigkeiten und mehr Leichtigkeit beim Fahren am Limit. Dank des um 5 mm vergrößerten Federwegs kann die neue Gabel weicher abgestimmt werden (die Federrate wurde von 10,0 auf 9,5 N/mm verringert), was für ein ruhigeres Fahrverhalten und mehr Grip unter kritischen Bedingungen sorgt. Zudem wird mit dieser neuen Gabel das Gefühl in harten Bremszonen verbessert. Die neue Gabel bildet in Kombination mit dem Öhlins TTX36-Federbein und dem elektronisch gesteuerten Öhlins-Lenkungsdämpfer das Smart EC 2.0 System, das mit einer OBTI-Logik (Objective Based Tuning Interface) bedient wird. Mit dem System kann der Fahrer seine Wünsche mühelos eingeben und benötigt kein Werkzeug um mechanische Clicks zu verstellen. Der Drehpunkt der Aluminium-Einarmschwinge ist um 4 mm höher positioniert als bei der Version 2021. Mit Hilfe dieser technischen Änderung erhöht sich die Anti-Squat-Wirkung. Die Fahrstabilität des Motorrads beim Beschleunigen wird verbessert. Das hilft dem Fahrer, wenn er bei Richtungswechseln oder am Kurvenausgang ans Gas geht. Diese neue Position des Schwingendrehpunkts (die nicht einstellbar ist) bietet dem Fahrer mehr Möglichkeiten bei der Abstimmung der Federelemente. Die Panigale V4 S ist mit geschmiedeten 3-Speichen-Aluminiumfelgen ausgestattet und mit Pirelli Diablo™ Supercorsa SP Reifen (120/70 ZR17 vorne und 200/60 ZR 17 hinten) bestückt. Die vordere Bremsanlage besteht aus Brembo Stylema® Monoblock-Bremssätteln mit jeweils vier Kolben von je 30 mm Durchmesser. In Kombination mit den Bremsscheiben mit 330 mm Durchmesser gewährleistet das eine außergewöhnliche Bremsleistung. Das Hinterrad wird durch eine 245 mm große Bremsscheibe und einen 2-Kolben-Bremssattel verzögert. Bereits die Standardversion der Panigale V4 ist mit einem hochmodernen Fahrwerk ausgestattet, das aus einer voll einstellbaren Showa Big Piston Fork (BPF) mit einem Standrohr-Durchmesser von 43 mm, einem Sachs Lenkungsdämpfer und einem voll einstellbaren Sachs Federbein sowie Aluminium-Gussfelgen im 5-Speichen-Design besteht.

Elektronik

  • Die Panigale V4 ist mit einem Elektronikpaket der neuesten Generation ausgestattet, das auf einer 6-achsigen Trägheitsplattform basiert, die die Roll-, Gier- und Nickwinkel des Motorrads sofort erkennt. Das Elektronikpaket überwacht beim Fahren jeden Parameter: Einige Fahrhilfen kontrollieren das Anfahren, Beschleunigen und Bremsen, während andere die Traktion regeln und wieder andere helfen in den Kurven und am Kurvenausgang.
    › Kurven-ABS EVO
    › Ducati Traction Control (DTC) EVO 3
    › Ducati Slide Control (DSC)
    › Ducati Wheelie Control (DWC) EVO
    › Ducati Power Launch (DPL)
    › Ducati Quick Shift up/down (DQS) EVO 2
    › Engine Brake Control (EBC) EVO
    › Ducati Electronic Suspension (DES) EVO

Kurven-ABS EVO

  • Das Kurven-ABS EVO kann in drei verschiedenen Stufen eingestellt werden, um die Bedürfnisse des Fahrers auf der Straße oder der Rennstrecke auch bei kritischen Bedingungen mit wenig Grip voll zu erfüllen. Stufe 3 wurde für den Einsatz auf der Straße oder unter Bedingungen mit wenig Grip entwickelt und gewährleistet Bremsvorgänge mit maximaler Sicherheit mit der größtmöglichen Fahrstabilität. Die Stufen 2 und 1 hingegen stellen die Bremsleistung in den Vordergrund und eignen sich besser für sportliche Fahrten auf griffigen Oberflächen und Rennstrecken. Wenn Stufe 2 ausgewählt wird, kann der Fahrer sicher in die Kurve driften und erhält eine bessere Performance. Die für die Rennstrecke empfohlene Stufe 1 des ABS beschränkt die Eingriffe auf die Vorderradbremse, behält jedoch die Kurvenfunktion bei, um ein superhartes Bremsen bis zum Einlenken und darüber hinaus zu ermöglichen und eventuelle Fahrfehler auszugleichen.

Ducati Traction Control (DTC) EVO 3

  • Die DTC EVO 3 ist aus den Erfahrungswerten von Ducati Corse abgeleitet und verfügt über eine ausgefeilte Strategie. Wenn der Fahrer in der Kurve wieder ans Gas geht, dann setzt das Drehmoment des Desmosedici Stradale sanft ein, indem Leistungsspitzen vermieden werden. Das Beschleunigen aus den Kurven heraus wird vereinfacht. Das Motorrad ist für den Fahrer dadurch berechenbarer. Wenn der Fahrer am Ausgang einer Kurve das Gas öffnet, kann es normalerweise zu einem unerwünschten und unerwarteten Schlupf des Hinterrads kommen. Verursacht wird das durch Beschleunigungsspitzen der Kurbelwelle, was dem Fahrer die Dosierung erschwert. Die neue Software passt das gelieferte Drehmoment vorausschauend an, indem sie die Winkelbeschleunigung der Kurbelwelle überwacht, um das Beschleunigen aus Kurven flüssiger zu gestalten. Das Fahrverhalten des Motorrads am Kurvenausgang wird dank dieser Vorgehensweise neutraler. Der Fahrer erhält ein besseres Fahrgefühl. Die neue Strategie ist in allen Stufen der DTC aktiv. Die Stufen 1 bis 4 empfehlen sich für trockene Strecken, während die Stufe 7 für Regenreifen auf nasser Strecke entwickelt wurde.

Ducati Slide Control (DSC)

  • Dieses System unterstützt den Fahrer, indem es das vom Desmosedici Stradale abgegebene Drehmoment in Abhängigkeit vom Driftwinkel steuert. Das Ziel ist es, die Performance am Kurvenausgang zu verbessern, indem es Schräglagen verhindert, die sonst nur schwer zu bewältigen wären. Die DSC stützt sich auf die Trägheitsplattform, die dem Steuergerät des Fahrzeugs wichtige Informationen über die Fahrdynamik des Motorrads (wie Schräglage, Beschleunigung und vieles mehr) liefert. Dank dieser Daten – und je nach gewählter Einstellung – verbessert das DSC die Performance für alle Fahrer und hilft unter extremen Fahrbedingungen. Die DSC verfügt über zwei verschiedene Einstellungen: Das Umschalten von Stufe 1 auf Stufe 2 erleichtert die Kontrolle von Schräglagenwinkeln, die sonst nur schwer zu bewältigen wären.

Ducati Wheelie Control (DWC) EVO

  • Die Panigale V4 ist außerdem mit der neuesten Version der Ducati Wheelie Control EVO (DWC EVO) ausgestattet. Dieses System nutzt die Daten der Inertialplattform, um Wheelies unter Kontrolle zu halten und die Beschleunigung einfach und sicher zu maximieren. Die DWC EVO liefert genauere Wheelie-Messwerte und ermöglicht so eine präzisere Kontrolle, damit das Motorrad schneller auf die Eingaben des Fahrers reagieren kann.

Ducati Power Launch (DPL)

  • Dieses 3-Stufen-System sorgt für blitzschnelle Starts, so dass sich der Fahrer voll und ganz auf das Loslassen der Kupplung konzentrieren kann. Einmal aktiviert, muss der Fahrer nur noch den ersten Gang einlegen und das Gas öffnen. Während der ersten Anfahrphase, in der der Fahrer das Loslassen der Kupplung moduliert, stabilisiert der DPL den Motor der Desmosedici Stradale bei der optimalen Drehzahl entsprechend der gewählten Stufe. In der zweiten Phase, wenn die Kupplung vollständig gelöst ist, steuert DPL die Drehmomentabgabe, um die Beschleunigung auf der Grundlage des gewählten Niveaus zu maximieren. Der DPL nutzt die DWC-Funktionen und hält die DTC stets aktiv, um jederzeit vollständige Sicherheit zu gewährleisten. Das automatische Abschalten des Systems erfolgt oberhalb einer definierten Geschwindigkeit oder wenn der dritte Gang eingelegt wird. Zum Schutz der Kupplung lässt ein speziell entwickelter Algorithmus nur eine begrenzte Anzahl von aufeinander folgenden Starts zu. Die Anzahl der verfügbaren Starts wird zurückgesetzt, wenn das Motorrad wieder normal gefahren wird. Der DPL verfügt über drei verschiedene Einstellungen und wird durch Drücken der entsprechenden Taste auf der rechten Lenkerarmatur aktiviert. Stufe 1 ermöglicht die bestmögliche Performance beim Start, Stufe 3 ist sicherer und sorgt für eine bessere Fahrstabilität.

Ducati Quick Shift up/down (DQS) EVO 2

  • Das für die Panigale V4 entwickelte DQS EVO 2 mit Up/Down-Funktion nutzt die Schräglagendaten, um die Fahrstabilität des Motorrads beim Schalten in den Kurven zu maximieren. DQS EVO 2 minimiert nicht nur die Schaltzeiten, sondern ermöglicht auch das kupplungslose Herunterschalten, wodurch harte Bremsmanöver effektiver denn je durchführbar sind.

Engine Brake Control (EBC) EVO

  • Das EBC-System (Engine Brake Control) wurde entwickelt, um dem Fahrer zu helfen, die Fahrstabilität des Motorrads unter extremen Bedingungen am Kurveneingang zu optimieren, indem es die Kräfte ausgleicht, die durch die Motorbremse auf den Hinterreifen einwirken.

Ducati Electronic Suspension (DES) EVO

  • Die elektronische Federung bietet die Wahl zwischen dem manuellen Modus „Fixed“, der eine manuelle Einstellung der Druck- und Zugstufe sowie dem Lenkungsdämpfer (32 Klicks für die Federung und 10 für den Lenkungsdämpfer) ermöglicht, und dem automatischen Modus „Dynamic“. Im Dynamic“-Modus stellt das System auf der Grundlage der von der Inertialplattform und anderen Sensoren erhaltenen Informationen die Druck- und Zugstufendämpfung automatisch an den Fahrstil an. Das Öhlins Smart EC 2.0 System hat den großen Vorteil, dass der Fahrer das Ansprechverhalten der Federelemente auf einzelne Fahrphasen (Bremsen, Kurvenfahrt, Beschleunigung) individuell einstellen und die Betriebsparameter der einzelnen Hardware-Komponenten verändern kann. Dadurch erhält der Fahrer Zugang zu einer dynamischen Motorradkontrolle, mit der die Sicherheit auf der Straße erhöht und die Rundenzeiten auf der Rennstrecke verbessert werden.

RIDING MODES

  • Riding Mode Race A – Der Riding Mode Race A in seiner Standardkonfiguration wurde für erfahrene Fahrer entwickelt, die auf der Rennstrecke das volle Potenzial des Motorrads ausschöpfen möchten. Wenn der Fahrer Race A wählt, kann er auf die volle Motorleistung zurückgreifen. Das Ride-by-Wire-System reagiert sehr direkt, wenn das Gas geöffnet wird. Der Modus Race A verfügt über eine elektronische Abstimmung, die darauf abzielt, auf Strecken mit gutem Asphalt und hohem Grip die maximale Performance zu erzielen, ohne die Sicherheit zu gefährden. Das ABS greift nur am Vorderrad ein, um die maximale Bremsleistung zu erreichen. Bei der Kurvenfahrt ist das ABS jedoch immer aktiv. Die Einstellungen des DES-Systems in der „S“-Version sind so ausgelegt, dass sie einen hohen Beitrag zur dynamischen Kontrolle in den Beschleunigungs- und Bremsphasen leisten, um die Fahrstabilität und Präzision auch bei sehr sportlicher Fahrweise zu gewährleisten.
  • Riding Mode Race B – Mit dem Riding Mode Race B kann sich der Fahrer auf die volle Motorleistung verlassen. Im Vergleich zu Race A steht im 1., 2. und 3. Gang ein reduziertes Drehmoment bereit, um das Motorrad bei langen Sessions auf der Rennstrecke besser beherrschbar zu machen. Das macht diesen Modus auf kurvenreichen Strecken oder auf Strecken mit einem weniger griffigen Asphalt zur perfekten Wahl. Die elektronische Steuerung ist so ausgelegt, dass sie auch weniger erfahrenen Fahrern einen effektiven und spektakulären Fahrstil ermöglicht. Die Einstellungen des DES-Systems garantieren Fahrsicherheit und ein hohes Maß an Grip auch auf unebenem oder rutschigem Untergrund.
  • Riding Mode Sport – Mit der Einstellung Sport erhält der Fahrer 215,5 PS mit direkter, sportlicher Ride-by-Wire-Gasannahme und einer sportlichen Fahrwerksabstimmung bei der S-Version. Die elektronischen Fahrhilfen ermöglichen auch weniger routinierten Fahrern ein effektives und spektakuläres Fahrerlebnis. Im Modus Sport ist beispielsweise die Slide-by-Brake-Funktion aktiviert, die es dem Fahrer ermöglicht, sicher in die Kurven zu driften. Die Abhebeerkennung des Hinterrads beim harten Bremsen ist aktiviert. Das Kurven-ABS ist so eingestellt, dass es in den Kurven die maximale Performance garantiert.
  • Street Riding Mode – Der Riding Mode Street wird empfohlen, wenn die Panigale V4 auf der Straße gefahren wird. Dieser Riding Mode bietet dem Fahrer 150 PS und eine progressive Ride-by-Wire-Gasannahme. Bei der Panigale V4 S verfügt er über eine Fahrwerksabstimmung, die sich gut für holprige oder schlechte Straßen eignet. Die Fahrhilfen sorgen für Grip und Stabilität, um die Sicherheit zu maximieren.

TFT-Display der neuesten Generation

  • Das Cockpit der Panigale V4 2022 hat mehrere Änderungen erfahren. Die erste betrifft die Hardware. Einige Funktionen werden durch zusätzliche Signallichter abgebildet. Darüber hinaus wurde die Software mit dem neuen Info-Modus „Track Evo“ ausgestattet, der zu den bestehenden Einstellungen Road und Track hinzukommt. Dieser Bildschirm, der direkt von dem der Superleggera V4 abgeleitet ist und ein Design aufweist, das dem der Desmosedici aus der MotoGP nahe kommt, bietet ein grafisches Layout des TFT-Displays, das so konzipiert ist, dass es einen sofortigen Überblick über die Informationen bietet und unter anderem auch die aktuellen Geschwindigkeitsdaten anzeigt. Dieser Modus ist auch für den Straßenverkehr zugelassen.
    Im Modus „Track Evo“ bewegt sich der Drehzahlmesser auf einer horizontalen Skala, die sich im obersten Teil des Displays befindet. Dieser Bereich ist für den Fahrer am besten zu erkennen. Den eingelegten Gang sieht der Fahrer in der Mitte des Bildschirms. Auf der rechten Seite befinden sich vier verschiedenfarbige Sektoren, die jeweils einer elektronischen Steuerung (DTC, DWC, DSC, EBC) zugeordnet sind. Der jeweilige Sektor leuchtet auf, sobald die Elektronik eingreift. Die Anzeigen sind so lange aktiv, bis der Fahrer erkennt, welche Elektronikhilfe aktiviert ist. Dieser Modus erleichtert es dem Fahrer, schnell zu verstehen, welche Steuerung tatsächlich geregelt hat, damit er bei der Suche nach der optimalen Einstellung präzisere Entscheidungen treffen kann. Damit kann er schneller die Performance des Motorrads verbessern. Der linke Bereich des Displays bildet die Rundenzeit, die Anzahl der absolvierten Runden und die Geschwindigkeit ab. Um den optimalen Schaltzeitpunkt besser zu erkennen, wurde eine grüne LED oben links platziert. Diese Lösung verbessert die Sichtbarkeit und sorgt für eine präzisere Rückmeldung. Im oberen Bereich auf der rechten Seite zeigt eine rote LED an, wenn der Drehzahlbegrenzer einsetzt. Der Fahrer kann selbst auswählen, welchen Anzeigemodus er mit den verschiedenen Riding Modes kombinieren möchte.

Ducati Lap Timer GPS (DLT GPS)

  • Die Funktion DLT GPS zeichnet automatisch die Rundenzeiten auf, speichert sie und zeigt sie direkt auf dem Display an, sobald das Motorrad die Ziellinie überquert. Wenn eine Rundenzeit die beste der aktuellen Session ist, blinkt die Funktion Best Lap 5 Sekunden lang. Bei jeder Runde – für insgesamt 15 aufeinanderfolgende Runden – zeichnet DLT GPS die Rundenzeit, die maximale Drehzahl und die Höchstgeschwindigkeit auf. Die Informationen können über das entsprechende Menü abgerufen werden. Der DLT ist als Plug-and-Play-Zubehör von Ducati Performance erhältlich.

Ducati Data Analyser + GPS (DDA+ GPS)

  • Der Ducati Data Analyser + GPS (DDA + GPS) ermöglicht die Beurteilung der Performance des Motorrads und des Fahrers durch die Anzeige von bestimmten Datenaufzeichnungen. Der DDA + GPS ist ein unverzichtbares Werkzeug zur Überwachung der Performance auf der Rennstrecke. Er zeigt nicht nur automatisch die Rundenzeiten der Panigale V4 an und zeichnet sie auf, sondern speichert auch andere Daten wie die Drosselklappenstellung, die Geschwindigkeit, die Motordrehzahl, den eingelegten Gang, die Motortemperatur, die zurückgelegte Strecke, die Drehzahl und die DTC. DDA + GPS ist als Plug-and-Play-Zubehör von Ducati Performance erhältlich.

Ducati Multimedia System (DMS)

  • Die Vielseitigkeit der Panigale V4 zeigt sich auch in der Tatsache, dass sie für das Ducati Multimedia System (DMS) vorbereitet ist. Damit kann der Fahrer über eine Bluetooth-Verbindung eingehende Anrufe entgegennehmen, Musik auswählen und anhören oder Textnachrichten empfangen. Beim Aufsteigen auf das Motorrad verbindet sich das Smartphone automatisch über Bluetooth mit dem Motorrad und ermöglicht dem Fahrer die Steuerung der wichtigsten Multimediafunktionen. Das TFT-Display zeigt die abgespielte Musik, das Symbol einer neuen Textnachricht oder den Namen des Anrufers an. Telefonanrufe und Musik werden an die Ohrmuscheln des Helms übertragen. Das DMS ist als Zubehör für die gesamte Panigale V4 Reihe erhältlich.

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die Ducati Panigale V4 S (2022)
Bildnachweis: Ducati

 

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