Freitag , 16. April 2021
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Autobatterie: Mit Spannung durch die kalte Jahreszeit!

Lesezeit ca. 6 Minuten

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Sobald es draußen kälter wird, ist die Autobatterie auf besondere Pflege angewiesen. Denn durch die niedrigen Temperaturen büßt sie an Leistung ein. Gleichzeitig benötigt der Motor bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder darunter deutlich mehr Strom, um zu starten. Für das Auto bedeutet das: Bei einer schlecht gepflegten Batterie springt der Motor nicht an. Deshalb stellt sich die Frage, ob man diesem vermeintlichen Ausfall vorbeugen kann. Die Autobatterie ist eine der Hauptursachen, wenn es im Winter zu Pannen kommt, so eine ADAC-Pannenstatistik. Das bedeutet, jeder dritte Einsatz des Pannenhelfers ist aufgrund einer defekten Autobatterie, die einfach nicht mehr richtig funktionieren will. Mit der richtigen Pflege kann einem solchen Ausfall jedoch entgegengewirkt werden.

Warum ist der Winter ein solches Problem?

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Bei Temperaturen ab minus 10 Grad büßt die Autobatterie rund ein Drittel ihrer Leistung ein. Sinken die Temperaturen weiter, steht der Autobatterie ab minus 20 Grad noch rund die Hälfte ihrer Leistung zur Verfügung. Gleichzeitig benötigt der Motor mehr Strom. Denn die Kälte macht das Motoröl sehr zähflüssig. Bei solchen extremen Temperaturen kann der Stromverbrauch beim Motorstart auf das Doppelte ansteigen. Das ist auch der Grund, wieso Motoren bei Kälte länger brauchen, um anzuspringen. Werden nun vermehrt Kurzstrecken gefahren, führt das zu Problemen. Denn bei gleichzeitigem Betrieb von Heckscheiben- und Sitzheizung hat die Lichtmaschine keine Chance, die Autobatterie wieder ausreichend aufzuladen. Mit der Dauer wird die Batterie so immer leerer und es kommt zum Ausfall. Deshalb sollte auf Kurzstrecken der elektrische Verbrauch minimiert werden und die Batterie mit einem Ladegerät regelmäßig aufgeladen werden.

Besonders kritisch wird es für die Batterie, wenn ihr Spannungsniveau über einen längeren Zeitraum hinweg unter 12,4 Volt liegt. Die Sulfatbildung beginnt, wobei sich Bleisulfat-Kristalle an ihren Elektroden ablagern. Das vermindert ihre Ladefähigkeit, wodurch die Kapazität weiter sinkt. Irgendwann haben sich so viele Sulfate abgelagert, dass die Batterie nicht mehr aufgeladen werden kann. Diesem Prozess kann mit gezielter Pflege entgegengewirkt werden. Außerdem kann ein Batteriepulser helfen, sollte die Kapazität bereits deutlich abgenommen haben. Mit ihm werden Spannungsspitzen während des Ladevorgangs erzeugt, die zum Rückgang der Sulfatierung führen sollen.

Ausfall vorbeugen: richtige Pflege!

Die Spannung der Autobatterie sollte durchgängig bei über 12,6 Volt liegen. Besonders im Winter gilt es, einige Maßnahmen zu treffen, damit dem so bleibt. Denn nur so kann sich die Autobatterie einer langen Lebensdauer erfreuen. Obwohl die moderne Autobatterie als wartungsfrei gilt, bedeutet das nämlich nicht, dass der Akku ohne Pflege auskommt. Stattdessen bedeutet es lediglich, dass die Batterieflüssigkeit nicht eigenständig neu aufgefüllt werden muss. Trotzdem sollte ihre Spannung regelmäßig geprüft werden. Ist diese zu niedrig, dann muss sie mit einem entsprechenden Ladegerät nachgeladen werden. Auch bei Autobatterien, die beispielsweise über den Winter abgeklemmt werden, ist die regelmäßige Prüfung wichtig. Denn wie die aktiv eingesetzte Batterie kann sich auch der Abgeklemmte Akku über die Zeit hinweg entladen. Eventuell sollte man darüber nachdenken, die Batterie in der Winterzeit zusätzlich mittels Batteriehülle zu schützen.

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Besonders wichtig bei der Pflege ist Sauberkeit. Denn befindet sich hier feuchter Schmutz, können über diesen Kriechströme fließen. Diese Kriechströme wiederum sorgen dafür, dass sich die Batterie auf Dauer entlädt. Deshalb sollten die Kontakte und Anschlüsse regelmäßig auf Sauberkeit hin überprüft werden.

Tiefenentladung ist ein weiteres Problem für die Batterie. Dazu kann es kommen, wenn das Licht über einen langen Zeitraum hinweg angelassen wurde. Doch auch bei einer langen Standzeit kann es vorkommen, dass die Spannung in den kritischen Bereich abfällt. Dadurch nimmt ihre Kapazität ab und es kann zu einem Totalausfall kommen. Deshalb ist es besonders wichtig, leere Batterien immer sofort aufzuladen, anstatt sie leer stehen zu lassen. Generell gilt: Je länger sich die Spannung im kritischen Bereich befindet, desto mehr Schaden kann sie nehmen. Vorsicht ist außerdem beim Kurzstreckenbetrieb geboten. Batterien von Fahrzeugen im Kurzstreckenbetrieb sollten regelmäßig an ein Ladegerät angeschlossen werden. Einen zusätzlichen Schutz bietet ein Thermoüberzug. Mit diesem kühlt der Akku im Winter weniger schnell aus. Allerdings muss er im Frühjahr entfernt werden, da andernfalls die Gefahr zur Überhitzung und vom Schwitzen besteht.

Woran ist eine schwächelnde Batterie zu erkennen?

Meist gibt es Anzeichen für eine schwächelnde Batterie. Dreht der Anlasser nur noch müde am Motor oder springt der Motor gerade so an, sind es sichere Anzeichen für einen anstehenden Ausfall der Batterie. Auch dann, wenn die Beleuchtung beim Motorstart ausfällt oder nur noch glimmt, ist es ein Anzeichen für eine zu niedrige Spannung. Der Zustand der Batterie kann auch ohne Messgerät geprüft werden. Dazu wird das Abblendlicht bei ausgeschaltetem Motor eingeschaltet. Sollte die Lichtstärke kurz darauf deutlich abnehmen, ist es ein Indiz, dass die Batterie schwach ist. Idealerweise sollte bei Dunkelheit getestet werden.

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Meist muss die Batterie aber nicht sofort ausgetauscht werden. Stattdessen sollte sie vorab geladen werden. Dafür eignen sich längere Fahrten über Land von mindestens 30 Minuten mit wenig Verbrauchern wie Sitzheizung & Co. Andernfalls sollte auf ein Ladegerät gesetzt werden. Sollte der Akku kurze Zeit später erneut streiken, dann sollte er allerdings geprüft werden.

Allgemein sollten beim Start des Motors alle nicht notwendigen elektrischen Verbraucher ausgeschaltet bleiben. Das bedeutet sowohl Beleuchtung als auch Gebläse oder Radio. Falls das Auto nicht anspringt, sollte es nicht länger als 10 Sekunden versucht werden. Anschließend muss eine Pause von ca. 30 Sekunden eingelegt werden, bevor ein neuer Versuch unternommen wird.

Was ist zu tun, wenn die Batterie streikt?

Starthilfe: Sollte der Akku entladen sein, springt der Wagen nicht an. Dann wird Starthilfe benötigt. Diese kann von einem anderen Fahrzeug stammen. Dabei ist es wichtig, die richtige Reihenfolge (Infos dazu gibt es hier) beim Verbinden einzuhalten. Eine weitere Möglichkeit sind Startbooster. Dabei handelt es sich um kleine Lithium-Ionen-Akkus. Sie werden an die Batterie geklemmt und helfen ihr erneut auf die Sprünge.

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Anschieben: Wenn die Batterie noch Restspannung besitzt, kann das Auto angeschoben werden insofern die Gegebenheiten es zulassen. Allerdings nur bei Autos mit Schaltgetriebe. Hier wird der zweite Gang eingelegt, die Kupplung getreten und nach ein paar Metern kommen gelassen. Allerdings ist Vorsicht geboten. Sollte der Motor nicht nach wenigen Metern anspringen, könnte unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator eintreten und diesen schädigen. Weiter Informationen, wie man ein Auto richtig anschiebt, gibt es hier.

Aufladen: Bevor die Batterie gleich ausgetauscht wird, kann sie über Nacht an ein Ladegerät angeschlossen werden. Sollte er dann trotzdem schwächeln, ist der Austausch notwendig. Dabei ist darauf zu achten, dass das Ladegerät mit der Batterie kompatibel ist.

Desulfatierung: Lässt sich die Batterie nicht mehr laden, kann ein letzter Versuch mit dem Batteriepulser unternommen werden. Dieser kann auch dauerhaft an die Batterie angeschlossen werden, damit es gar nicht erst zu einer Desulfatierung kommt. Im Idealfall sollte sich die Lebensdauer der Batterie so verdoppeln lassen.

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