Dienstag , 15. Juni 2021
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F1 extrem: 4 krasse Ereignisse rund um die Köngisklasse!

Lesezeit ca. 7 Minuten

Formel 1 F1 4 krasse Ereignisse 5 F1 extrem: 4 krasse Ereignisse rund um die Köngisklasse!

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Mit ihrer ersten Saison im Jahr 1950 zählt die Formel 1 nicht nur zu den am längsten, durchgängig bestehenden Motorsport-Rennserien der Welt, sondern ist gleichzeitig auch der profilierteste, größte, teuerste und international größte Vertreter dieser Art. Die F1 ist einfach rundherum „Königsklasse“ – und das nicht nur, weil Sportreporter einen knackigen Begriff benötigen.

Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass es in dieser nunmehr über 70-jährigen Geschichte einige kuriose, krasse, außergewöhnliche Dinge gab, die nicht nur den Sport an sich, sondern vor allem auch den „Mythos F1“ weiter befeuerten. Für den folgenden Artikel sind wir in die Geschichte und Geschichten rund um die FIA Formula One World Championship – so der vollständige offizielle Name – eingetaucht und haben vier der spannendsten Ereignisse mitgebracht.

1. Als die Fahrer einst das Lenkrad niederlegten

Egal ob Guiseppe Farina (der welterste F1-Weltmeister), Jacky Ickx, Niki Lauda, Ayrton Senna, Michael Schumacher, Lewis Hamilton oder einer ihrer tausenden Kollegen der vergangenen sieben Jahrzehnte: Allen F1-Piloten ist gemein, dass sie eine Elite sind. Sowohl was das Fahrerische anbelangt wie auch den Star-Status, das Image, die Betreuung durch die Teams und nicht zuletzt natürlich die Gehälter.

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Ein Formel-Eins-Fahrer hat es einfach geschafft, ist ein gemachter Mann, muss sich um nichts Sorgen machen, hat keinen Grund, irgendwie unzufrieden zu sein – sollte man als normaler Angestellter zumindest meinen. Stimmt auch, weitestgehend zumindest.

Doch so schillernd diese Welt auch wirken mag, sie hat durchaus manche Gemeinsamkeiten mit dem Leben von Normalverbrauchern. Vor allem, dass die Fahrer umfangreichen Regularien unterworfen sind. Genau das war 1982 der Grund dafür, dass eine Menge Piloten zu einem typischen Angestelltenwerkzeug griffen: Sie legten die Arbeit nieder und streikten.

Dahinter stand jedoch nicht ein zu geringes Gehalt oder ein anderer trivialer Auslöser. Viel mehr wollte die FISA (der Vorläufer der FIA) den Fahrern in ihren Superverträgen künftig verbieten, sich irgendwie kritisch über die FISA, die Teams und die Formel 1 an sich zu äußern – dazu muss man verstehen, dass die Jahre 1980 bis -82 Höhepunkt einer sehr turbulenten Epoche waren, die schon in den 70ern mit Streits um Fahrersicherheit und zahlreiche Unfälle begonnen hatte. Entsprechend viele Konflikte zwischen den Fahrern und dem Dachverein hatte es bis dato schon gegeben.

Doch als wenn dieser „Maulkorb“ nicht schon schlimm genug gewesen wäre, sollte es den Fahrern künftig auch untersagt sein, Verträge mit anderen Teams selbst auszuhandeln; dies sollte nur noch Sache zwischen den Rennställen sein.

  • Furcht, künftig nach Belieben zwischen den Teams verschachert zu werden, ohne ein Mitspracherecht zu haben;
  • Wut, sich nicht in Interviews über derartiges Luft machen zu können.

Am Mittwoch vor dem ersten Rennen der Saison in Südafrika waren die Wogen immer noch nicht geglättet. Unter anderem Niki Lauda war bei dem Protest federführend. Er und viele andere Fahrer wollten die Unterlagen der FISA partout nicht unterzeichnen; die gab sich hart und wollte jeden, der nicht unterzeichnete, vom Rennen ausschließen – ein Fehler.

Denn donnerstags fuhr kein einziger Fahrer mit dem gemeinsamen Bus zum freien Training. Stattdessen begaben die meisten sich in ein nahegelegenes Hotel zum Verhandeln, andere blieben an der Strecke, um dort mit den Verantwortlichen zu reden. Auch einen Tag später war die Situation ungelöst. Erst samstagsmorgens gab die FISA nach – nur um nach dem reichlich chaotischen Rennen alle Streikenden für mehrere Rennen zu sperren und ihnen Geldstrafen aufzuerlegen. Erst ein Einspruch des FISA-Berufungsgerichts hob die Strafen nach schärfsten Protesten der Fahrer auf.

2. Verschwundene Diamanten

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Durch ihre große Präsenz wird die F1 nicht nur für Werbung auf den Autos und an der Strecke genutzt, sondern auch immer wieder herangezogen, um andere Dinge zu promoten, beispielsweise Filme.

Auch 2004 vor dem Rennen in Monaco wollte man derartiges machen. Auserwählt waren die beiden Jaguare von Mark Webber und Christian Klien. Sie sollten, um den Film „Ocean’s 12“ zu promoten, jeweils mit etwa 300.000 Euro teuren Diamanten versehen werden (obwohl es in dem Film eigentlich um Fabergé-Eier geht). Die edlen Steine wurden oben auf dem Frontspoiler der Boliden befestigt – gut befestigt für ein normales Rennen.

Beim Training hielt dementsprechend alles, der Stein von Webber überstand auch das Hauptrennen. Bei Klien hingegen passierte bereits in der ersten Rennrunde ein Unfall, als er in der Loews-Haarnadel in die Streckenbegrenzung krachte. Die Kohlefaser-Front seines Wagens löste sich auf. Klien wurde weitgehend unverletzt geborgen, das Wrack abtransportiert. Durch die damaligen Regularien durfte das Jaguar-Team jedoch erst zwei Stunden nach Rennende die Unfallstelle betreten – nur da war der feuerzeuggroße (und unversicherte) Diamant bereits verschwunden und blieb es bis heute.

3. Ein sehr, sehr glücklicher Fan

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Die Formel 1 hat natürlich immer ihre Favoriten. Und was eine so große Sportveranstaltung anbelangt, sind natürlich auch die Wettanbieter nicht weit entfernt. Die Seriösen unter ihnen gehen dabei weite Wege, um realistische Quoten zu berechnen – abhängig von der Strecke, dem Fahrer, dem Wetter und zahllosen anderen Faktoren. Wenn dann beispielsweise die meisten Buchmacher sagen, dass Lewis Hamilton mindestens auf dem Siegerpodest stehen wird, kann man ihnen das auch glauben.

Nun lebt aber Wetten auch davon, auf das Unwahrscheinliche zu setzen – denn umso besser ist die Quote und umso höher ist der Gewinn, falls das Unwahrscheinliche doch eintrifft. Derartiges dürfte sich 2020 auch ein unbekannter finnischer F1-Fan gedacht haben. Vor dem großen Preis von Italien wettete er magere 20 Cent darauf, dass Pierre Gasly, Carlos Sainz und Lance Stroll auf dem Siegertreppchen landen würden – dieser Kombination gaben die (finnischen) Buchmacher damals eine Wahrscheinlichkeit von 166.990:1.

Doch das Rennsport- und Wett-Phänomen wurde Wirklichkeit, Gasly, Sainz und Stroll machten das Rennen. Und aus den 20 Cent wurden wegen der Quote auf einen Schlag 33.398 Euro.

4. Ayrtons anstrengendstes Rennen

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Formel 1 ist kein Sport für Untrainierte, das gilt schon seit Jahrzehnten. Tatsächlich ist die Position im Cockpit so anstrengend und heiß, dass man als Faustregel davon ausgeht, dass ein typischer Fahrer pro Rennen gut und gerne zwei Kilogramm Körpergewicht verliert, weshalb die Piloten ein enorm asketisches, sehr sportliches Leben führen.

Doch während normalerweise spätestens beim Überfahren der Zielgeraden die ganzen Anstrengungen halbwegs vergessen sind, hatte die Legende Ayrton Senna einst nicht einmal mehr die Kraft, aus dem Cockpit zu klettern.

Es war der 24. März 1991, der große Preis von São Paulo und somit für den Brasilianer Senna eine besondere Belastung – dass er gewinnen musste, war für ihn wie seine Fans schon eine Sache des Nationalstolzes. Zu diesem Druck kam noch hinzu, dass Senna während des Rennens von der Pole-Position zwar in Führung lag, ihm aber Nigel Mansell Runde für Runde immer dichter ans Heck rückte. In der 20. Runde trennten die beiden Fahrer nur noch 0,7 Sekunden.

Auch nach den Boxenstopps kam Mansell immer näher heran. Für alle war klar, dass er Senna über kurz oder lang überholen wurde; der fuhr wie der Teufel, um das zu verhindern. Dann jedoch wurde es erst richtig spannend. Erst zerriss sich Mansell einen Reifen und musste an die Box. Während er sich wieder herankämpfte, kündigte sich bei Senna ein kapitaler Getriebeschaden an. Gleiches passierte allerdings auch Mansell, sodass der Brite in der 61. Runde ins Schleudern kam und ausschied.

Wenige Runden vor dem Ende hatte Senna nur noch den sechsten Gang zur Verfügung – und hinter ihm ein enggestecktes Verfolgerfeld aus Riccardo Patrese, Jean Alesi, Gerhard Berger und Alain Prost.

Während vor allem Patrese immer dichter kam, musste Senna sein Wrack mit höchster Vorsicht durch die Kurven bugsieren, ständig mit der Gefahr konfrontiert, dass der Motor durch den hohen Gang abstarb. Nur noch 2,9 Sekunden trennten ihn und Patrese, als die rettende Karo-Flagge wehte. Senna war so fertig, dass er Fieber hatte, Muskelkrämpfe und wie Espenlaub zitterte. Sein Team musste ihn aus dem Wagen heben und per Krankenwagen zum Podium befördern – wo der völlig erschöpfte Brasilianer trotz jubelnder Fans kaum die Trophäe hochgehoben bekam.

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