Montag , 15. April 2024
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Symptome einer defekten / eingelaufen Nockenwelle!

Lesezeit 4 Min.

Symptome einer defekten / eingelaufen Nockenwelle!Nockenwelle

Ist die Nockenwelle eventuell defekt oder eingelaufen? Wir kennen die gängigen Symptome, wir haben Infos zum Wechsel und auch zu den anfallenden Kosten. Doch, zuerst ein paar allgemeine Infos. Die Nockenwelle ist ein zentrales Element für die Motorsteuerung. Sie sorgt dafür, dass die Ventile im richtigen Moment geöffnet und geschlossen werden. Sie ist eigentlich kein Verschleißteil und sollte eine hohe Lebensdauer haben. In manchen Fällen kann es aber passieren, dass es zum Einlaufen der Nockenwelle kommt. In diesem Fall ist ein Austausch nötig, da die Ventile nicht mehr richtig öffnen und schließen. Die Symptome einer defekten Nockenwelle sind vergleichsweise unspezifisch. Probleme beim Starten des Motors oder ein unrundes Laufverhalten zählen ebenso dazu wie Leistungsverlust oder ein erhöhter Kraftstoffverbrauch. Für eine genauere Diagnose lässt sich also ein Werkstattbesuch in der Regel nicht vermeiden. In einem ersten Schritt findet hier eine Sichtprüfung statt. In den meisten Fällen ist diese aber nicht ausreichend und die Nockenwelle muss exakt vermessen und mit den Herstellerangaben verglichen werden. Als Ursachen für Abnutzungen an der Nockenwelle kommen primär minderwertiges Motoröl oder eine falsche Montage infrage. Als Grund für Letzteres kommen besonders vorangegangene nicht sachgemäße Reparaturen in Betracht.

Ablauf der Reparatur

Eine Reparatur einer defekten Nockenwelle ist meistens nicht möglich. Insofern muss das Teil auf jeden Fall ausgetauscht werden. In der Regel sind gebrauchte Teile hierfür auch nicht zu empfehlen, da man das Alter und den Verschleißzustand oft nur schwer beurteilen kann und auch die Garantie für ein solches Teil entfällt. Ein Neuteil ist also für den Austausch zu empfehlen. Wie aufwendig der Austausch ist, das ist je nach Fahrzeugmodell unterschiedlich.

Symptome einer defekten / eingelaufen Nockenwelle!

Auf jeden Fall muss als Erstes die Motorabdeckung entfernt werden. Es folgt die Öffnung der Ventildeckel. Die Nockenwelle(n) sind über eine Steuerkette oder über Zahnriemen mit der Kurbelwelle verbunden. Aus diesem Grund müssen abhängig von der Bauart die Steuerkette oder der Zahnriemen auch demontiert werden. Anschließend können sowohl die verschlissene Nockenwelle als auch die Lagerschalen demontiert werden und die Ersatzteile werden eingebaut. Teil der Reparatur sollte auch immer ein Ölwechsel sein und ein neuer Ölfilter muss auch eingesetzt werden. Dadurch kann der Verschleiß in Grenzen gehalten werden. Für die Durchführung eines Austauschs der Nockenwelle ist nicht nur umfangreiches Fachwissen, sondern zum Teil auch Spezialwerkzeug nötig. Die DIY-Variante stößt hier also an ihre Grenzen. Aus diesem Grund sollte dringend eine Fachwerkstatt aufgesucht werden, um den Wechsel durchzuführen.

Kosten für den Wechsel

Der Preis für den Austausch einer Nockenwelle kann unterschiedlich ausfallen und ist von den Ersatzteilkosten und der Bauweise des Motors abhängig, da der Aufwand stark variieren kann. Eine neue Nockenwelle kostet zwischen 300 und 2.000 Euro. Die Firma Schrick ist hier ein bekannter Hersteller. Ansonsten kommen natürlich auch die Originalteile in Betracht. Ein Motor kann eine, zwei oder vier Nockenwelle(n) haben. Bei mehreren Nockenwellen sollte geprüft werden, ob wirklich alle ersetzt werden müssen. So kann es sein, dass eine oder mehrere Nockenwellen noch in gutem Zustand sind und nicht ausgetauscht werden müssen, was die Kosten senkt.

Zu den Kosten für die neue Nockenwelle muss noch der Preis für neues Motoröl und einen neuen Ölfilter addiert werden. Hierfür fallen je nach erforderlicher Ölmenge Kosten in Höhe von 30,- bis 200 Euro an. Der Austausch einer oder mehrerer Nockenwellen ist aufwendig und benötigt zwischen drei und acht Stunden Zeit. Entscheidend für die Dauer ist, wie viele zusätzliche Teile demontiert werden müssen, um die Nockenwelle zu erreichen. Bei einem Stundensatz von 100,- Euro muss also mit Arbeitskosten zwischen 300,- und 800,- Euro gerechnet werden. Die Gesamtkosten liegen also grob geschätzt in einem Bereich von 650,- bis 3.000,- Euro. Ein guter Tipp zum Schluss: Hat das Fahrzeug bisher nur eine geringe Laufleistung, hat evtl. ein Kulanzantrag Aussicht auf Erfolg.

Der folgende Hinweis ist unverzichtbar: tuningblog empfiehlt aus Sicherheitsgründen, alle Reparatur, Inspektions – und Wartungsarbeiten ausschließlich in einer Fachwerkstatt durchführen zu lassen! Zwar sind unsere Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zusammengefasst, jedoch können wir keinerlei Haftung für die Inhalte übernehmen. Alle Angaben sind deshalb „ohne Gewähr“.

Das war es natürlich längst noch nicht gewesen!

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Über Thomas Wachsmuth

Thomas Wachsmuth - Seit 2013 ist er ein integraler Bestandteil von tuningblog.eu. Seine Leidenschaft für Autos ist so intensiv, dass er jeden verfügbaren Cent darin investiert. Während er von einem BMW E31 850CSI und einem Hennessey 6x6 Ford F-150 träumt, fährt er aktuell einen eher unauffälligen BMW 540i (G31/LCI). Seine Sammlung an Büchern, Heften und Prospekten zum Thema Autotuning hat mittlerweile solche Ausmaße erreicht, dass er selbst zu einem wandelnden Nachschlagewerk der Tuningszene geworden ist.  Mehr über Thomas

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