Montag , 30. November 2020
Tipps

Den Oldtimer Aufrüsten? Unsere Sicherheits-Tipps für den Klassiker!

Lesezeit ca. 6 Minuten

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Oldtimer lassen das Herz von Autoliebhabern höherschlagen. Doch den Oldtimer einfach in der Garage stehenzulassen, kommt für viele Besitzer (glücklicherweise) nicht infrage. Stattdessen nutzen sie die eleganten Fahrzeuge für ausgiebige Sonntagsausfahrten. Leider kommt es dabei hin und wieder zu Unfällen mit Schwerverletzten und sogar mit Toten. Das ist in der Regel einfach zu erklären, denn Oldtimer sind nicht mit den modernen Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm, der Notbremsassistent oder auch der Totwinkelwarner fehlen im Oldtimer. In manchen Fällen sind die Klassiker noch nicht einmal mit Sicherheitsgurten ausgestattet, was den Bestandsschutzgründen dieser Modelle geschuldet ist. Mit Rasen und rücksichtslosem Verhalten haben Unfälle mit einem Oldtimer jedenfalls nur in den seltensten Fällen etwas zu tun. Doch wie wird der Ausflug mit dem Oldtimer sicher? Tuningblog erklärt, was notwendig ist, den Oldtimer so nachzurüsten, dass er für seinen Fahrer sicherer wird aber noch immer das wichtige H-Kennzeichen behalten darf.

Gurte und Kopfstützen

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Die Anschnallpflicht hat ihren Grund. Denn seit moderne Fahrzeuge mit Sicherheitsgurten ausgestattet sind, ist die Anzahl der Todesopfer bei Autounfällen kontinuierlich gesunken. Dazu tragen auch Kopfstützen bei. Durch sie werden die Folgen von Unfällen abgemildert. Das liegt daran, dass bei einem Aufprall die Halswirbelsäule geschützt wird. So können ein Schädel-Hirn-Trauma und auch Nervenquetschungen verhindert werden. Inzwischen gibt es zahlreiche Anbieter, die sich auf die Nachrüstung für Oldtimer spezialisiert haben. Sie haben die entsprechenden Lösungen im Programm und rüsten diese nach. Bei Modellen aus den 50er und 60er-Jahren gestaltet sich das Nachrüsten von Gurt und Kopfstütze als besonders einfach, da bereits die notwendigen Verankerungspunkte in der Regel vorhanden sind. Das vereinfacht die Nachrüstung deutlich. Dabei muss mit Kosten von rund 200 Euro aufwärts pro Gurt gerechnet werden. Die Montage entsprechender Kopfstützen liegen preislich in derselben Kategorie. Beide Änderungen können aber vor schweren Verletzungen schützen und vielleicht sogar Leben retten.

H-Kennzeichen durch Nachrüstung nicht gefährdet

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Das H-Kennzeichen ist durch die Nachrüstung übrigens nicht gefährdet. Das wurde auch von der TÜV Süd Serviceline Classic bestätigt. In der Regel werden nachträglich installierte Kopfstützen akzeptiert. Sind die Gurte einmal nachgerüstet, müssen sie allerdings auch benutzt werden. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder mitfahren. Denn Kinder unter drei Jahren dürfen grundsätzlich nicht in einem Fahrzeug befördert werden, wenn keine Sicherheitsgurte vorhanden sind. Zusätzlich muss die Nachrüstung vom TÜV abgenommen werden.

Bremsen und Lenkung optimieren

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Um die Sicherheit im Oldtimer zu erhöhen, ist es sinnvoll, Bremsen und Lenkung überarbeiten zu lassen. Die verbauten Techniken sind in aller Regel veraltet. Wird das Auto an anspruchsvollen Stellen gefahren, beispielsweise bei Bergabfahrten, dann stoßen die oft verbauten simplen Trommelbremsen schnell an ihre Grenzen. In diesem Fall lohnt es sich, die Trommeltechnik durch Scheibenbremsen auszutauschen. Diese haben eine deutlich höhere Bremsleistung. Gab es diese Scheibenbremsen später auch ab Werk für das spezielle Oldtimer-Modell, dann lässt der TÜV das Fahrzeug im Normalfall auch weiterhin als „originalgetreu“ durchgehen da dann ein zeitgenössisches Tuning durchgeführt wurde. Der Oldi behält also sein H-Kennzeichen. Und das ist auch bei einer nachgerüsteten Servolenkung der Fall. Und die Aufrüstung von einem Ein-Kreis-System zu einem Zwei-Kreis-System stellt hingegen eine Ausnahme dar. Sie ist IMMER mit dem H-Kennzeichen vereinbar denn dadurch wird die Ausfallsicherheit des Systems erhöht, was problemlos mit dem H-Kennzeichen zu vereinbaren ist.

das Bordnetz auf 12V aufrüsten

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Ein weiteres Sicherheitsplus bietet ein neues Bordnetz. Das ist etwas, das nur wenige Besitzer von Oldtimern bedenken. Anders als moderne Autos arbeiten Oldtimer oftmals nur mit einer Sechs-Volt-Spannung. Das reicht gerade einmal dazu aus, die Scheinwerfer zu betreiben. Soll gleichzeitig noch der Scheibenwischer betrieben werden, stößt die Technik bereits an ihre Grenzen. Deshalb ist es sinnvoll, auf ein Zwölf-Volt-Bordnetz umzusteigen. Die Scheibenwischer können so während eines heftigen Regenschauers auf Hochtouren laufen, während die Scheinwerfer heller strahlen als unter dem Sechs-Volt-Bordnetz. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der Belastung auch die Blinker weiterhin einwandfrei funktionieren. Einen Einfluss auf das H-Kennzeichen hat diese Nachrüstung auch nicht. Der Nachteil ist, dass dieser Umbau schwieriger ist. Die Batterie und die Verbraucher auszutauschen, reicht hier nicht aus. Stattdessen müssen zusätzlich der Anlasser, die Sicherungen und die Kondensatoren ausgetauscht werden. Und oftmals auch alle Kabel. Damit ist dieser Umbau zwar kostenintensiver, erfordert jedoch keine Abnahme durch eine Prüforganisation.

nicht die Reifen vergessen

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Ein generelles Manko ist, dass Autofahrer nicht besonders zimperlich mit ihren Reifen umgehen. Auch ihr Zustand wird selten regelmäßig kontrolliert. Und das, obwohl die Reifen den einzigen Kontakt zur Straße darstellen. Es gilt jedoch zu bedenken, dass Reifen auch im Stand altern. Das heißt, selbst wenn der Wagen nur selten oder nur für kurze Strecken gefahren wird, ist es unabdingbar, die Reifen regelmäßig zu kontrollieren. In aller Regel gilt, dass Reifen nicht älter als 10 Jahre sein sollten. Obwohl die Reifen bei einem wenig gefahrenen Auto noch immer die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufweisen. Den Grund dafür ist simpel. Über die Jahre trocknet die Gummi-Mischung aus und kann so ein Sicherheitsrisiko darstellen. Konkret bedeutet das, der Bremsweg auf einer nassen Straße kann sich bei zu alten Reifen deutlich verlängern und auch auf trockenen Straßen ist die Bremsleistung schlechter. Dabei gilt jedoch zu beachten, welche Reifen der Oldtimer besitzt. Bis in die 60er-Jahre waren Diagonal Reifen weitverbreitet. Verfügt das Modell über solche, kann nicht ohne Weiteres auf moderne Radial-Reifen umgestiegen werden. Hier sollte man sich vorher erkundigen was möglich ist und welche Auflagen zu erfüllen sind.

Fahrsicherheitstraining

Durch das Auf- oder Umrüstung lässt sich der Oldtimer technisch betrachtet sicherer machen. Es ist aber auch wichtig, dass der Fahrer an seinen Fertigkeiten arbeitet. Denn während moderne Autos den Fahrer unterstützten, ist das beim Oldtimer nicht der Fall. Deshalb muss das Fahren ohne ESP, ABS, Servolenkung und Bremskraftverstärker trainiert werden.

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Das war’s natürlich längst noch nicht gewesen!

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