Wasser und das Auto: das gilt es zu wissen!

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Wenn der Niederschlag von oben kommt, dann sind Autos durch Hagel, Sturm und Regen geschützt. Das ist der gut abgedichteten Karosserie zu verdanken. Allerdings können Parkplätze und Straßen in der Nähe von Gewässern bei Starkregen überflutet werden, wodurch das Wasser von unten ansteigt. Mit Spritzwasser kommen Autos in der Regel gut klar. Dringt aber Wasser in das Fahrzeug ein, kann das Schäden an der Elektronik und an den Batterien verursachen. Betroffen davon sind sowohl Elektrofahrzeuge als auch Verbrenner. Und bei schneller Fahrt durch das Wasser wird riskiert, dass der Wagen die Bodenhaftung verliert und aufschwimmt. SUV und normale Pkws können bei langsamen Geschwindigkeiten bis zu einer Wassertiefe von 25 Zentimetern in der Regel problemlos fahren. Ein Liegenbleiben ist allerdings nicht auszuschließen, wenn die Wassertiefe höher ist.

Rettungshammer als Hilfe

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Dramatischer als der Schaden am Fahrzeug ist für die Insassen, wenn das Auto droht unterzugehen. Die Gefahr besteht darin, dass sich bei starkem Wasserdruck die Fahrzeugtür nicht öffnen lässt. Wichtig ist, dass ein Fenster respektive das Schiebedach geöffnet wird, bevor das Auto untergeht, spätestens aber beim Einsinken. Das Wasser muss ins Auto hinein, da dadurch ein Druckausgleich entsteht und das überlebenswichtig ist. Die meisten modernen Fahrzeuge sind mit elektrischen Fensterhebern ausgestattet. In diesen Fällen hilft nur ein Rettungshammer, mit dem man die Seitenscheibe einschlagen kann. Im Gegensatz zu Frontscheiben, die aus Verbundglas bestehen, lassen sich die Seitenscheiben einfacher zertrümmern. Der Preis eines Rettungshammers liegt bei nur ca. 10 Euro. Dieser beinhaltet meistens gleich noch einen Gurtschneider. Leider haben den Nothammer nur die wenigsten im Fahrzeug.

Unbekannte Gewässer am besten meiden!

Eine defensive Fahrweise ist besonders wichtig, damit sich Autofahrer nicht in die Gefahr von eventuellem Hochwasser begeben. Wer die Wassertiefe auf einer überfluteten Straße nicht abschätzen kann, der sollte lieber umkehren und einen anderen Weg nehmen. Die Gefahr, dass das Fahrzeug liegenbleibt, ist ziemlich groß, was zu dramatischen Folgen führen kann. Schwer abzuschätzen sind die Wassertiefen, etwa unter vollgelaufenen Unterführungen. Im schlimmsten Fall besteht sogar die Gefahr zu ertrinken.

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Achtung bei Hochwasser

Die Folgeschäden sind schwer abzuschätzen, wenn im Hochwasser ein parkendes Fahrzeug eingeschlossen wurde. Schäden sind aber wahrscheinlich, wenn das Wasser im Innenraum bereits eingedrungen ist oder bis über den Türschweller angestiegen ist. Hier ist es wichtig alle Bauteile, die in Kontakt mit Wasser gekommen sind, durch einen Werkstattmeister prüfen zu lassen. Der Gurtstraffer ist in einer solchen Situation ebenfalls zu prüfen. Deshalb ist es wichtig, dass das Auto nicht gestartet, sondern abgeschleppt oder an einen trockenen Ort geschoben wird. Anschließend muss die Batterie abgeklemmt und das Fahrzeug zur Werkstatt gebracht werden. Je nachdem wie lange es im Wasser stand oder wie hoch der Wasserpegel war, sind ernste Schäden zu erwarten. Ist ein Auto komplett untergegangen, so muss von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgegangen werden.

Teilkasko: nicht immer möglich!

Bei einem Hochwasserschaden sollte die eigene Kfz-Versicherung sofort kontaktiert werden. Die Teilkasko kommt für Fahrzeugschäden auf, wenn das Auto im Hochwassergebiet parkte und es nicht mehr möglich war, es rechtzeitig zu entfernen. Schäden müssen stattdessen über die Vollkasko abgewickelt werden, wenn der Fahrer auf einer überschwemmten Straße unterwegs war und dadurch etwa im Motor Wasser eingedrungen ist. Als Schadenursache gilt hier nämlich das unachtsame Fahrverhalten.

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Warnschilder ernst nehmen!

Gefährdete Gebiete durch Hochwasser sind im Normalfall durch Warnschilder gekennzeichnet. Vor allem in der Nähe von Ufern sind solche Warnschilder zu sehen, die mit Piktogramm eines stürzenden Fahrzeugs und Wellen an Uferbereiche hinweisen. Auch andere Hochwasser-Schilder weisen auf die Gefahr hin. Wer hier parken möchte, muss den Wetterbericht beachten. Die Gefahr durch Überschwemmungen hat in den letzten Jahren wegen Starkregen deutlich zugenommen. Besonders hoch ist sie, wenn es länger warm war. Die Atmosphäre kann dann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und bei einem Hitzegewitter fallen die Schauer sehr stark aus. Wenn mehr als 15 Liter pro m² pro Stunde fallen, so ist die Rede von Starkregen. Fallen aber 40 Liter pro Stunde, dann wird von extremem Niederschlag gesprochen. Da der Boden vorher in der Regel über längere Zeit austrocknen konnte, kann er die große Menge Wasser nicht sofort aufnehmen. Somit kann es schnell zur Überflutung kommen, da das Wasser nicht versickert. Die vielen versiegelten Flächen in Straßen und Städten lassen das Wasser zudem kaum ablaufen.

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Chancenlose Scheibenwischer und „weiße Wände“

Starkregen kann in jeder Region vorkommen. Allerdings gibt es Gebiete, die besonders davon betroffen sind. Ostdeutschland ist eine trockenere Region, die weniger mit Starkregen zu kämpfen hat. Im Süden Deutschlands ist es durch die Luftmassen aus dem Mittelmeer hingegen anders. Hier ist die Luft wärmer und feuchter, was zu Schauern führen kann. Autofahrer können in dieser Region von einer Sekunde auf die andere in regelrechte „weiße Wände“ geraten. Gebildet werden diese, wenn in den Schauerwolken die Luft schnell abkühlt. Sogar die stärkste Stufe der Scheibenwischer reicht hier nicht mehr aus und bei zu hoher Geschwindigkeit kann es schnell zum Aquaplaning kommen.

In diesem Fall gilt: Runter vom Gas und Licht einschalten. Auf Spurrillen schauen und möglichst zu diesen versetzt fahren. Wenn das Fahrzeug aufschwimmt, dann nicht bremsen, nicht beschleunigen, nicht lenken und keine abrupten Manöver durchführen. Stattdessen das Fahrzeug ausgekuppelt auf der Straße rollen lassen und das Lenkrad gerade halten, bis es wieder mit der Fahrbahn Kontakt hat.

Das war es natürlich längst noch nicht gewesen!

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