Fahrzeuge die man mit dem Moped-Führerschein fahren darf!

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Opel Rocks E City Stromer SUM 18

Was darf mit dem Moped-Führerschein eigentlich für ein Auto gefahren werden? Kann auch ohne einen Autoführerschein ein Fahrzeug mit Dach gefahren werden? Ja, dafür gibt es auf dem Fahrzeugmarkt die Leichtkraftwagen, das ist eine Lösung zwischen Mofa und Auto. Sie werden auch gern als Mopedautos oder Mofa-Autos bezeichnet. Doch ist ein solcher Leichtkraftwagen ein wirklicher Ersatz für einen Pkw? Als deutscher Volumenhersteller hat sich Opel mit dem Rocks-e zum ersten Mal in das Segment unterhalb der klassischen Pkws gewagt. Der Rocks-e ist nur 2,41 Meter kurz. Er hat was von einem Würfel auf vier Rädern. Mit einem Preis von 7.990 Euro liegt er tatsächlich unterhalb eines konventionellen Kleinwagens. Eine neue Erfindung sind solche Fahrzeuge aber nicht.

Statt mit dem Mofa mit einem Mini-Auto auf Tour

Schon ab 15 Jahren dürfen solche Leichtkraftwagen gefahren werden. In der Regel benötigt es dafür keinen Autoführerschein. In den meisten Fällen reicht ein Führerschein der Klasse AM. Das ist der Führerschein, der für das Moped benötigt wird. Seit Sommer 2021 kann der Führerschein der Klasse AM mit 15 Jahren genutzt werden. Für manche Modelle reicht sogar die Mofa-Prüfbescheinigung (Mofa-Führerschein). Die Versicherung wird pauschal und günstig, wie beim Mopped, über das Kennzeichen abgewickelt. Es fällt keine Kfz-Steuer an.

Ein solcher Leichtkraftwagen hat vier Räder, bis zu zwei Sitzplätze, nicht mehr als vier kW Leistung, wiegt nicht mehr als 425 Kilogramm und fährt höchstens 45 km/h. Dafür wird auf fast alle Crashtests verzichtet und es gibt keine Vorgaben zur Sicherheitsausstattung, die serienmäßig vorhanden sein muss. Damit ein herkömmlicher Pkw zugelassen werden darf, benötigt er ABS, Airbags, Gurte und ESP, die Minis hingegen brauchen nur die Gurte und vielleicht noch einen Airbag. Und ein Mofa-Auto muss auch nicht zur Hauptuntersuchung.

Alles begann mit dem Kabinenroller!

Messerschmitt Kabinenroller KR 202 Sport KR E 5000 8

Neu ist es nicht, sich minimalistisch fortzubewegen. Früher waren es Fahrzeuge, wie die BMW Isetta oder der Kabinenroller von Messerschmitt. Diese Fahrzeuge hatten in den 50er-Jahren ihre große Zeit. Seit 2004 gibt es für solche Fahrzeuge die Führerscheinklasse S. Die neue Führerscheinklasse ermöglichte es damals 16-Jährigen den Umstieg auf ein Modell mit vier Rädern. Es gibt ein großes Angebot, welches vorwiegend aus Italien und Frankreich kommt, denn dort sind wesentlich mehr dieser Fahrzeuge unterwegs. Hersteller sind beispielsweise Aixam, Casalini, ligier oder Piaggio. Preislich liegen die Fahrzeuge zwischen 9.000 und 22.000 Euro. Auch der Antrieb bietet Abwechslung. Es gibt klassische Verbrenner, reine Elektrofahrzeuge und Hybride. Selbst ein Cabrio oder ein praktischer Pickup sind lieferbar.

Die kleinen E-Flitzer bekommen Rückenwind.

Und die Klasse der Leichtkraftwagen treibt auch die Elektrifizierung voran. Es werden keine großen und teuren Akkus benötigt und die Reichweiten müssen nicht riesig sein. So ist es nicht erstaunlich, dass Renault den Twizy für die Fahrzeugklasse freigegeben hat. Microlino ist ein Seiteneinsteiger, der eine elektrische Isetta am Start hat und auch aus der Nische komme weitere Modelle wie der ACM City One. Es gibt viele Gründe, die für die kleinen Fahrzeuge sprechen, gerade bei Stadtfahrten. Und aus Sicht der Eltern ist irgendwie auch besser zu wissen, dass die Kinder mit einem Mini-Wagen anstatt mit einem Mofa oder dem Nachtbus aus der Disco kommen.

Kleinkraftwagen und Fahranfänger

Die kleinen Fahrzeuge lösen zwar viele Probleme, sie schaffen aber auch neue. Es gibt wie bereits erwähnt keine offiziellen Crashvorschriften, was sich an ernüchternden Ergebnissen von diversen Tests im Hinblick auf den Aufprallschutz zeigt. Doch ist das beim Mofa besser? Viele haben dazu auch keine gute Fahrstabilität. Doch ist das beim Mofa im Winter besser? Dazu kommen junge Fahrer, die nicht viel Erfahrung und eigentlich auf einem Zweirad gelernt haben und dann einfach auf vier Räder umsteigen. Das stimmt! Und die anderen Verkehrsteilnehmer darf man auch nicht vergessen. Mofas erkennen Fußgänger sofort. Leichtkraftwagen werden schnell mit einem konventionellen Kleinwagen verwechselt. Die Beschleunigung und das Tempo werden nicht richtig eingeschätzt. Dies kann zu gefährlichen Situationen führen. Aber auch hier sehen wir keinen wirklichen Vorteil für das Mofa. Auch da schätzen viele Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeiten oft völlig falsch ein!

Optimal für Fahrten durch die Stadt

Aixam GTO Mofa

Kleinkraftwagen sind optimal für die Stadt. Für längere Überlandfahrten sind sie natürlich weniger gut geeignet. Von Nachtfahrten und Touren außerhalb der Ortschaft sollte man Abstand nehmen. Das alles gilt in unseren Augen aber auch für das Mofa! Das Positivste ist in jedem Fall das Dach über dem Kopf und eine, wenn auch äußerst geringe, Knautschzone. Egal, wie gut oder schlecht letztere ist, sie ist allemal größer als beim Mofa! Nur der hohe vier- bis fünfstellige Kaufbetrag ist noch ein echtes Totschlagargument. Allerdings gibt es hier teilweise die Möglichkeit des Leasings und vielleicht auch bald mittels Auto-Abo. Übrigens, auch ein Tuning kann am Moppedauto vorgenommen werden. Grundsätzlich gibt es hier kaum Unterschiede zu normalen Fahrzeugen. Es gibt also Felgen, Fahrwerke, Bodykits, Interieur-Komponenten & Co. Immer dabei sein sollte bei den Tuning-Parts für das Mofa-Auto aber eine ABE oder ein Teilegutachten zur legalen Nutzung, damit nicht gleich eine Nachschulung/Aufbauseminar fällig wird.

Das war es natürlich längst noch nicht gewesen.

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