Montag , 14. Juni 2021
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Hamburg weitet Tempo 30 aus für den Lärmschutz!

Lesezeit ca. 6 Minuten

30 kmh schild hamburg Hamburg weitet Tempo 30 aus für den Lärmschutz!

Die deutsche Großstadt Hamburg führt in den nächsten Jahren aus Lärmschutzgründen nachts das Tempolimit-30-Limit auf 85 Straßen ein, darunter auch viele große Hauptstraßen. Durch diese Maßnahme will der Hamburger Senat den Verkehr zügeln und den Anwohnern einen besseren Lärmschutz bieten. Betroffen sind zahlreiche viel befahrene Straßenabschnitte und teilweise sogar mehrspurige Hauptstraßen. Das Projekt soll ab Mitte 2022 im Rahmen eines großflächigen Lärmaktionsplans umgesetzt werden. Zunächst sollen 20 Sektoren von 22:00 Uhr abends bis 6:00 Uhr in der Früh zu Tempo-30-Zonen werden. 2024 sollen dann weitere 65 Sektoren folgen. Der Grund für die Einführung des Tempolimits ist einfach erklärt: In allen Sektoren beträgt der Schallpegel nachts zwischen 55 und 60 Dezibel. Durch die Geschwindigkeitsreduzierung von 50 auf 30 km/h, soll der Verkehrslärm um 2 bis 3 dB(A) gesenkt werden. Dies würde von der Wirkung her, etwa der Halbierung der Verkehrsstärken entsprechen. Die Einführung des Tempolimits hat laut Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) eine deutliche Verbesserung der Nachtruhe für mehr als 35.000 Anwohner zur Folge.

Lärmschutz als zentrales Thema

Laut Daten des Umweltbundesamtes sind deutschlandweit rund 2,6 Millionen Menschen nachts von einem Geräuschpegel von 55 Dezibel, was einer normalen Gesprächslautstärke entspricht, betroffen. Alleine in Hamburg leben davon 130.000 Menschen. Laut dem Umweltsenator gibt es in Hamburg offenkundig von Kraftfahrzeugen verursachte Umweltprobleme, die nicht überhört bleiben dürfen. Laut Kerstan sind nachts viel zu viele Hamburger von Lautstärken über 55 Dezibel betroffen.

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Aus Untersuchungen der Lärmwirkungsforschung geht deutlich hervor, dass bei einem solchen Geräuschpegel ein ungestörter Schlaf nicht möglich ist und auch mit gesundheitlichen Folgen gerechnet werden muss. Langfristig müssten aber auch Busfahrpläne, sowie Ampel- und Verkehrsleitsysteme angepasst werden. Dabei wird die gesamte Entwicklung des Projekts gutachterlich überwacht und bis zum 25. Juni 2021 kann sich auch jeder Hamburger online zu dem Vorhaben äußern.

Wie wird die Einhaltung des Tempolimits kontrolliert?

Anfangs will die Stadt bei der Einhaltung des Tempolimits auf die Gesetzestreue der Bürger vertrauen, jedoch stehen auch stichprobenartige Polizeikontrollen zur Debatte. Und wie geht es in Zukunft in Hamburg weiter? Mittlerweile gilt bereits an sechs Lärmbrennpunkten ein Tempolimit von 30 km/h, teilweise sogar für 24 Stunden am Tag. Zusätzlich zu den geplanten Maßnahmen sollen auch 15 Zonen als „ruhige Gebiete“ deklariert werden, darunter Naturschutzgebiete und die Friedhöfe Ohlsdorf und Öjendorf. In diesen „ruhigen Gebieten“ darf der Verkehrslärm nachweislich nicht mehr zunehmen. Zudem will der Hamburger Senat 26 „Ruheinseln“ in der Innenstadt in den Lärmaktionsplan integrieren. Darunter vor allem Grünflächen und Friedhöfe.

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Tempo-30-Zonen in Hamburg (geplant)

B73 Stader Straße/ Buxtehuder Straße zwischen Eißendorfer Pferdeweg bis ca. 50 m östlich der Feuerwehr (422 Betroffene) – B5 Eiffestraße zwischen Grevenweg und Beltgens Garten (218 Betroffene) – Hammer Steindamm zwischen Caspar-Voght-Straße und Sievekings Allee (166 Betroffene) – B75 Bremer Straße zwischen Hohe Straße und Eißendorfer Mühlenweg (158 Betroffene) – B5 Herderstraße zwischen Grillparzer Straße und Mozartstraße (190 Betroffene) – Schulterblatt zwischen der Bahnlinie bis zur Schanzenstraße (255 Betroffene) – Caspar-Voght-Straße zwischen Hammer Steindamm und Sievekingsallee (318 Betroffene) – Habichtstraße/Lauensteinstraße zwischen Jahnbrücke und Bramfelder Straße (754 Betroffene) – Mühlenkamp zwischen Semperstraße und Körnerstraße (247 Betroffene) – Ostfrieslandstraße zwischen Dangasker Weg (Bogen) und Steendiek (197 Betroffene) – Ritterstraße/Wagnerstraße zwischen Wandsbeker Chaussee und Blumenau (117 Betroffene) – Davidstraße zwischen Spielbudenplatz und Bernhard-Nocht-Straße (108 Betroffene) – Finkenwerder Norderdeich zwischen Steendiek und Brunnenstieg (47 Betroffene) – Bramfelder Straße zwischen Drosselstraße und Habichtstraße (207 Betroffene) – B5 Winterhuder Weg zwischen Mozartstraße und Beethovenstraße (233 Betroffene) – Bramfelder Chaussee zwischen Bramfelder Dorfplatz und Steilshooper Allee (164 Betroffene) – Barmbeker Straße zwischen Ohlsdorfer Straße und Dorotheenstraße (169 Betroffene) – B75 Wandsbeker Zollstraße/Ahrensburger Straße zwischen Holstenhofweg und Holzmühlenstraße (347 Betroffene) – B75 Ahrensburger Straße zwischen Ostende und Holstenhofweg (239 Betroffene) – Lokstedter Weg zwischen B433 Tarpenbekstraße und Eppendorfer Landstraße (84 Betroffene)

Tempo 30 nachts ab dem Jahr 2024

Breite Straße zwischen Schleestraße und Kirchenstraße (127 Betroffene) – Elbgaustraße zwischen Dammstraße und Kieler Straße (261 Betroffene) – B431 Stresemannstraße zwischen Tasköprüstraße und Ruhrstraße (226 Betroffene) – B5 Bergedorfer Straße zwischen Schleusengrabenbrücke und Vierlandenstraße (177 Betroffene) – Max-Brauer Allee zwischen Bei der Friedenseiche und Holstenstraße (128 Betroffene) – Bahrenfelder Steindamm zwischen Stresemannstraße und Schützenstraße (431 Betroffene) – B5 Holtenklinker Straße/Rotenhauschaussee zwischen Curslacker Heerweg und Justus Brinkmann Straße (488 Betroffene) – Sievekingsallee zwischen Bahn und Quellenweg (265 Betroffene) – Barner Straße/Behringstraße zwischen Bahrenfelder Straße und Gaußstraße (471 Betroffene) – Steilshooper Allee zwischen Bramfelder Chaussee und Brücke über den Seebek (76 Betroffene) – Max-Brauer-Allee zwischen Ehrenbergstraße und Klopstockstraße/Palmaille (102 Betroffene) – Schiffbeker Weg zwischen Schiffbeker Brücke und Sturmvogelweg (243 Betroffene) – Dockenhudener Straße – Elbchaussee zwischen Witts Allee und Schenefelder Landstraße (86 Betroffene) – Lange Reihe zwischen Baumeisterstraße und Schmilinskystraße (349 Betroffene) – B4 Budapester Straße zwischen Neuer Pferdemarkt (Süd) und Simon-von-Utrecht-Straße (111 Betroffene) – Langenfelder Damm zwischen B 4 Kieler Straße und Steenwisch (75 Betroffene) – Lokstedter Weg zwischen Frickestraße und Tarpenbekstraße (381 Betroffene) – Sportplatzring zwischen B 4/B 5 Kieler Straße und Basselweg (72 Betroffene) – B5 Wartenau zwischen Bahn und Eilenau (236 Betroffene) – Heußweg zwischen Eidelstedter Weg und Osterstraße (675 Betroffene) – Augustenburger Straße zwischen Kaltenkirchener Straße und Ring 2 (507 Betroffene) – Sander Damm zwischen Ulmenliet und Lohbrügger Landstraße (505 Betroffene) – Poelchaukamp zwischen Gellerstraße und Mühlenkamp (432 Betroffene) – Hellbrookstraße zwischen Steilshooper Straße und Habichtstraße (408 Betroffene) – Steenwisch zwischen Langenfelder Damm und Lutterothstraße (383 Betroffene) – Zur Seehafenbrücke zwischen Schwarzenbergstraße und Seehafenbrücke (375 Betroffene) – Binnenfeldredder zwischen Habermannstraße und Stadgrenze (285 Betroffene) – Beethovenstraße zwischen Winterhuder Weg und Bachstraße (230 Betroffene) – Bornkampsweg zwischen Langbehnstraße und B431 (173 Betroffene) – Sierichstraße zwischen B5-Hudtwalckerstraße und Bellevue (1.604 Betroffene) – Walddörferstraße zwischen Bezirksgrenze und Stephanstraße (1.206 Betroffene) – Mansteinstraße zwischen Eppendorfer Weg und Bismarckstraße (721 Betroffene) – Alsterkrugchaussee zwischen Erdkampsweg und Ratsmühlendamm (657 Betroffene) – Langenhorner Chaussee zwischen Flughafenstraße und Erdkampsweg (510 Betroffene) – Rentzelstraße zwischen Grindelallee und Schröderstiftstraße (504 Betroffene) – Quickbornstraße zwischen Eidelstedter Weg und B5 (442 Betroffene) – Wilstorfer Straße zwischen Moorstraße und A253 Hohe Straße (410 Betroffene) – Alsterdorfer Straße zwischen B5 Winterhuder Marktplatz und Lattenkamp (315 Betroffene) – Friedensallee zwischen Daimlerstraße und Barnerstraße (259 Betroffene) – Goetheallee zwischen Julius-Leber Straße und Max-Brauer Allee (243 Betroffene) – Reclamstraße zwischen Schiffbeker Weg und Öjendorfer Weg (148 Betroffene) – Dorotheenstraße zwischen B5 Barmbeker Straße und U-Bahn Querung (301 Betroffene) – Dorotheenstraße zwischen U-Bahn Querung und Krohnskamp (575 Betroffene) – Alter Teichweg zwischen Nordschleswiger Straße und Krausestraße (550 Betroffene) – Horner Landstraße zwischen Horner Brückenweg und Washingtonallee (881 Betroffene) – Billstedter Hauptstraße zwischen Schiffbeker Weg und Schleemer Weg (825 Betroffene) – Schiffbeker Weg zwischen Billstedter Hauptstraße und Reclamstraße (330 Betroffene) – Jarrestraße zwischen B5 Barmbeker Straße und Saarlandstraße (1.179 Betroffene) – Fuhlsbütteler Straße zwischen Rübenkamp und Hebebrandstraße (945 Betroffene) – Friedrich-Ebert Damm zwischen Gartenpark westlich Lesserstraße und Stephanstraße (941 Betroffene) – B5 Burgstraße – Grevenweg zwischen Bürgerweide und Eiffestraße (799 Betroffene) – Georg-Wilhelm Straße zwischen Vogelhüttendeich und Neuhöfer Straße (783 Betroffene) – Tonndorfer Hauptstraße zwischen Wilsonstraße und Am Pulverhof (686 Betroffene) – Lohbrügger Landstraße zwischen Ladenbeker Furtweg und Lohbrügger Markt (650 Betroffene) – Steilshooper Straße zwischen Elligersweg und Habichtstraße (635 Betroffene) – Lesserstraße zwischen Friedrich-Ebert Damm und Walddörferstraße (635 Betroffene) – Behringstraße zwischen Griegstraße und Hohenzollernring (613 Betroffene) – Mundsburger Damm zwischen B5 Winterhuder Straße und Papenhuder Straße (604 Betroffene) – Osterstraße zwischen Methfesselstraße und Heußweg (568 Betroffene) – Lesserstraße zwischen Pillauer Straße und Friedrich-Ebert Damm (512 Betroffene) – Kleiner Schäferkamp zwischen Schröderstiftstraße und Weidenallee (432 Betroffene) – B5 Bergedorfer Straße zwischen Krusestraße und Sander Damm (418 Betroffene) – Fuhlsbüttler Straße zwischen Hellbrookstraße und Drosselstraße (216 Betroffene) – B5 Bergedorfer Straße zwischen Zufahrt Krankenhaus und Lohbrügger Landstraße (133 Betroffene) – Schiffbeker Weg zwischen Schiffbeker Höhe und Friedhof/Sturmvogelweg (557 Betroffene)

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Das war es natürlich längst noch nicht gewesen.

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