Montag , 28. September 2020

Erklärung! Was sagen die Reifenbezeichnungen aus?

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Auf der Seitenwand jedes Reifens geben unterschiedliche Zahlen und Symbole Informationen zum Reifenhersteller, Reifentyp, Felgendurchmesser oder der Wintertauglichkeit. Die gesetzlichen Bestimmungen zur Fahrzeugbereifung sind durch den §36 StVZO geregelt. Hier erfahrt Ihr, was die Buchstaben, Zahlen und Symbole auf den Autoreifen zu bedeuten haben. Und auch zum Thema Felgenbezeichnungen haben wir einen Beitrag für Euch erstellt!

mehr als nur Marke & Typ

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Wenn auf Euren Reifen zum Beispiel eine Kombination wie diese zu sehen ist – 205/50 R 15 91 V – dann hat das die folgende Bedeutung:

  • 205 steht für die Reifenbreite, also 205 mm (20,5 Zentimeter)
  • 50 steht für das prozentuale Verhältnis der Höhe zur Breite des Reifens. Er ist also 50% so hoch, wie er breit ist. In dem Fall 10,25 Zentimeter!
  • R steht für die Kennzeichnung der Bauart. „R“ steht für Radialreifen.
  • 15 gibt den Felgendurchmesser in Zoll an, damit also 15 Zoll (ca. 38 cm)
  • 91 kennzeichnet den Lastindex der Reifen – hier 615 kg je Reifen
  • V kennzeichnet den Speed-Index und gibt damit die zulässige Höchstgeschwindigkeit, in dem Fall bis 240 km/h, an

Weitere wichtige Symbole und Ziffern

Winterreifen Empfehlungen Erfahrungen 2017 8 Erklärung! Was sagen die Reifenbezeichnungen aus?

Das Herstellerdatum findet Ihr in der sogenannten DOT-Nummer, welche aus drei Blöcken mit jeweils vier Zeichen besteht. Die im dritten Block in einem Oval abgesetzte Schlüsselnummer gibt das Herstellungsdatum an (Beispiel: 0100 = 1. Produktionswoche im Jahr 2000). Runderneuerte Reifen sind gesondert mit unterschiedlichen Bezeichnungen wie „R“, „runderneuert“ oder „retreaded“ gekennzeichnet. Das Runderneuerungsdatum wird wie das Produktionsdatum von Neureifen mit der DOT-Nummer angegeben. Seit dem Jahr 2006 dürfen ausschließlich runderneuerte Reifen verkauft werden, die mit einem ECE-Prüfzeichen/E-Prüfzeichen versehen sind. Das E-Prüfzeichen wird als E oder e dargestellt und bestätigt die Einhaltung der europäischen Norm ECE- R 30. Aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert nur runderneuerte Reifen mit E-Prüfzeichen zu kaufen. An sechs Stellen des Reifenumfangs sind beidseitig am Rand der Lauffläche klein die Buchstaben „TWI“ (und/oder das Herstellerlogo) eingeprägt, welche Euch mit der Profiltiefe den Verschleiß des Reifens angeben. Auf einigen Reifen findet Ihr die Bezeichnung „tubeless“. Pkw-Reifen sind übrigens fast immer „schlauchlos“. Bei Reifen mit speziellem Profil findet Ihr an der Reifenflanke einen Richtungspfeil sowie Bezeichnungen wie „Rotation“ oder „Direction“. Diese zeigen Euch die vorgegebene Laufrichtung an, die bei der Reifenmontage zu beachten ist.

Woher wisst Ihr, welche Reifen geeignet sind?

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In der „Zulassungsbescheinigung Teil 1“ stehen in den Zeilen 15.1 und 15.2 welche Reifengrößen für das Fahrzeug zulässig sind. Die eingetragenen Reifengrößen müssen aber nicht 1:1 mit den tatsächlich montierten Reifen übereinstimmen. Von den Vorgaben in der Zulassungsbescheinigung abweichende Reifendimensionen dürfen jedoch nur montiert werden, wenn eine andere Variante in den CoC-Papieren (Certification of Conformity) oder im Serienreifenkatalog des Herstellers zu finden ist. Der Reifenfachmann gibt Auskunft zu geprüften und zertifizierten Alternativen.

Hinweise zur Winterreifenpflicht

Wenn Ihr Winter- oder Ganzjahresreifen kauft, achtet auf das Alpine-Piktogramm-Symbol. Das Symbol mit dreigezacktem Berg und der Schneeflocke ist seit Januar 2018 für alle Winterreifen Pflicht und löst das alte M+S-Zeichen ab. Bis zum 30. September 2024 erfüllen noch Reifen mit M+S-Kennzeichnung und ohne Alpine-Piktogramm-Symbol die Winterreifenpflicht. Danach reicht die alte Bezeichnung nicht mehr aus.
Bei Winter- und Ganzjahresreifen kann der Speed-Index unter der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) des Fahrzeugs liegen. Der Fahrer muss dabei entweder durch einen Aufkleber im Sichtfeld über die reduzierte Höchstgeschwindigkeit informiert werden oder durch entsprechende Warnhinweise im Bordcomputer.

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Geschwindigkeitsklassen und zugelassene Höchstgeschwindigkeit

A1 5 km/h

A2 10 km/h

A3 15 km/h

A4 20 km/h

A5 25 km/h

A6 30 km/h

A7 35 km/h

A8 40 km/h

B 50 km/h

C 60 km/h

D 65 km/h

E 70 km/h

F 80 km/h

G 90 km/h

J 100 km/h

K 110 km/h

L 120 km/h

M 130 km/h

N 140 km/h

P 150 km/h

Q 160 km/h

R 170 km/h

S 180 km/h

T 190 km/h

U 200 km/h

H 210 km/h

V 240 km/h

VR >210 km/h

W 270 km/h

ZR >240 km/h

Y 300 km/h

Tragfähigkeitsindex – Übersicht

  • Reifenkennzeichnung stehen in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Zeilen 15.1 und 15.2, eingetragen ist aber nur eine Größenkombination)
  • weitere mögliche Größen stehen im CoC-Dokument (Certification of Conformity) unter Punk „32. Bereifung der Räder“ und/oder „50. Bemerkungen“
  • Infos auf der Reifenflanke durch §36 StVZO festgelegt
    – bspw. Reifenbreite / Querschnittsbreite in Millimeter
  • Höhen-Breiten-Verhältnis gibt das Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite in Prozent an
  • Reifenbauart mit R für Radial (Reifen mit radial angeordneten Karkassfäden), Diagonalreifen sind mit einem D gekennzeichnet (nur noch für Oldtimer zulässig), R und F sind Run-Flat- oder Notlaufreifen
  • Felgendurchmesser wird mit der ersten Zahl nach dem ersten Buchstaben angegeben
  • Tragfähigkeitskennziffer / Lastindex / Loadindex wird mit Abkürzung LI gekennzeichnet (Lastindex gibt Belastbarkeit des Reifens bei 2,5 Bar an – Tabelle siehe oben)
  • Geschwindigkeitsindex / Speed-Index / Geschwindigkeitssymbol  (Abkürzung GSY) ist der letzte Buchstabe in der Reihe, er gibt die maximale Geschwindigkeit an
  • Laufrichtungsbindung ist oftmals nur an Reifen mit besonderer Profilgestaltung aufgeprägt/vorgegeben, wird gekennzeichnet mit Rotation, Drehrichtung, Direction und einem Laufrichtungspfeil
  • Tubeless / schlauchlos steht für „schlauchlose“-Reifen
  • Winterreifen / Ganzjahresreifen sind seit 2018 mit dem „Alpine“-Symbol gekennzeichnet (dreigezacktes Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke in der Mitte), M+S-Zeichen gilt noch für alte Reifen bis 30. September 2024
  • Winter- und Ganzjahresreifen werden mit M+S und/oder dem Alpine-Piktogramm-Symbol gekennzeichnet, Speed-Index „kann“ unter der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) liegen
  • Verschleißanzeiger (Treadwear Indicator / TWI) ist an 6 Stellen des Reifenumfangs beidseitig am Rand der Lauffläche in Form von Buchstaben „TWI“ (oder Firmenlogo) eingeprägt
  • Produktionsdatum, „DOT-Nummer“, „E“-Prüfzeichen
    – komplette DOT-Nummer besteht aus 3 Blöcken mit je 4 Zeichen (Herstellungsdatum ist der dritte Ziffernblock)
    – erste 2 Ziffern zeigen die Produktionswoche
    – letzte 2 Ziffern zeigen das Herstellungsjahr
  • Noträder als Notbehelf mit üblicherweise maximal 80 km/h, Noträder und die Dimensionen sind selten in den Fahrzeugpapieren eingetragen, ähnliche Dimensionsangaben wie die Standardreifen, Index T (Temporary use only), Luftdruck muss 4,2 bar betragen
  • runderneuerte Reifen tragen als Kennzeichnung ein R (runderneuert, retread, retreaded

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Das war’s natürlich längst noch nicht gewesen!

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