2024 Cannabisgesetz und THC-Grenzwert im Straßenverkehr

Der Bundestag hat das Cannabisgesetz überarbeitet und insbesondere den THC-Grenzwert im Straßenverkehr neu geregelt. Künftig gilt ein Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Bei Überschreitung droht eine Strafe von 500 EUR und ein einmonatiges Fahrverbot. Und Fahranfänger und Personen in der Probezeit dürfen nach dem Cannabiskonsum gar nicht mehr fahren. Cannabiskonsumenten müssen sich außerdem an ein Alkoholverbot halten, da bei kombiniertem Konsum ein höheres Bußgeld von 1.000 EUR droht. Ausnahmen gelten für Patienten, die Cannabis aus medizinischen Gründen nehmen. In diesen Fällen drohen keine Strafen, wenn der zu hohe THC-Wert nachgewiesen wird. Die neue Regelung orientiert sich an Empfehlungen einer Expertenkommission und zielt drauf ab, eine faire und sichere Lösung für den Umgang mit Cannabis im Straßenverkehr zu finden.

THC-Grenzwert im Straßenverkehr

Die THC-Grenze ist so festgelegt, dass sie eine sicherheitsrelevante Wirkung vergleichbar mit 0,2 Promille Alkohol bringt. Kontrollen werden künftig durch empfindliche Speicheltests ergänzt, die als Vorscreening dienen. Bei auffälligem Verhalten ist aber weiterhin eine Blutprobe nötig. Zusätzlich zur Neuregelung des Straßenverkehrsgesetzes wurden auch Nachbesserungen am Cannabisgesetz selbst beschlossen. Den Bundesländern wird mehr Handlungsspielraum eingeräumt, besonders bei der Überprüfung von Anbauvereinen. Diese dürfen die Droge gemeinschaftlich anbauen und an Mitglieder abgeben, unterliegen jedoch regelmäßigen Kontrollen. Mit den Maßnahmen soll der Konsum von Cannabis unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Gerechtigkeitsaspekten geregelt werden.

  • Bundestag beschließt THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum im Straßenverkehr
  • Strafe von 500 € und ein 1 Monat Fahrverbot bei erstmaliger Überschreitung des Grenzwerts
  • Alkoholverbot für Cannabiskonsumenten im Straßenverkehr
  • Bußgeld von 1000 EUR bei kombiniertem Konsum von Alkohol und Cannabis
  • Fahranfänger und Personen in der Probezeit dürfen nach Cannabiskonsum gar nicht fahren (250 EUR Bußgeld)
  • Patienten mit medizinischem Cannabis sind von Strafen ausgenommen
  • Speicheltests sollen als Vorscreening eingesetzt werden, bei Auffälligkeiten folgt eine Blutprobe
  • Regelmäßige Kontrollen der Anbauvereine, nicht mehr nur jährliche Kontrollen
  • Anbauvereine dürfen ab dem 1. Juli gemeinschaftlich Cannabis anbauen und an Mitglieder abgeben
  • Verbot großer Plantagen durch Genehmigungsverweigerung bei Anbauflächen in unmittelbarer Nähe
  • Evaluation des Cannabisgesetzes soll erweitert werden, einschließlich Auswirkungen auf den Kinder- und Jugendschutz
  • Entwicklung eines Weiterbildungsangebotes zur Suchtprävention durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Das war es noch nicht gewesen.

Geplante Gesetzesänderungen, Verstöße im Straßenverkehr, aktuelle Regelungen im Bereich der STVO etc.?Alles dazu findet Ihr in der Kategorie Prüfstellen, Gesetze, Vergehen, Infos„. 

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