Stellantis Heritage zeigt auf der „Autolook Week“

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Die „Autolook Week“ (7. bis 11. September 2022) präsentiert mehr als 50 berühmte Rennwagen und Rennmotorräder in der Innenstadt von Turin. Auf der Open-Air-Bühne in der norditalienischen Metropole zeigen sich auch zwei ehemalige Rallye-Weltmeister den Fans: ein FIAT 131 Abarth Rally von 1977 und ein Lancia Delta HF Integrale von 1992. Beide Fahrzeuge stammen aus der Sammlung von Stellantis Heritage. Diese Organisation hat die Aufgabe, das historische Erbe der Turiner Automarken Abarth, FIAT und Lancia zu bewahren. In ihrem Ursprung auf das Jahr 2015 zurückgehend, entwickelt sich die Mission von Stellantis Heritage ständig weiter. Die Zentrale, der sogenannte „Heritage Hub“, in Turin ist heute ein wichtiger Bezugspunkt für Fans und Sammler von Oldtimern dieser Marken. Besucher erwarten im „Heritage Hub“ (Link) über 300 historische Fahrzeuge der Marken Abarth, FIAT, Lancia, Alfa Romeo und Jeep. Stellantis Heritage bietet darüber hinaus eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Oldtimer, darunter Zertifizierungen, Restaurierungen sowie Verkauf von Ersatzteilen und fertig restaurierten Fahrzeugen.

2022 „Autolook Week“

  • Vom 7. bis 11. September 2022 versammelt die „Autolook Week“ Fahrzeuge aus dem Rallyesport, der Formel 1 und von Langstreckenrennen sowie Rennmotorräder in der Innenstadt von Turin. Mehr als 50 ikonische Rennautos und -motorräder gratulieren der Rennstrecke in Monza zum 100. Geburtstag.
  • Stellantis Heritage beteiligt sich an der Open-Air-Veranstaltung mit einem FIAT 131 Abarth Rally von 1977 und einem Lancia Delta HF Integrale von 1992. Die originalen Werkswagen sind Teil der Oldtimersammlung der Abteilung von Stellantis, die das historische Erbe der Turiner Automarken Abarth, FIAT und Lancia bewahrt.
  • Die Beteiligung von Stellantis Heritage bekräftig den Willen des Unternehmens, sich aktiv an Initiativen der Stadt zu beteiligen sowie mit öffentlichen Institutionen zusammenzuarbeiten, um die Rolle von Turin in der Geschichte der Automobilindustrie neu zu beleuchten.

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Mit der Beteiligung des FIAT 131 Abarth Rally und des Lancia Delta HF Integrale an der „Autolook Week“ bestätigt Stellantis Heritage seine Strategie, eine aktive Rolle bei Veranstaltungen in Turin zu spielen und die Verbindung zwischen der Stadt und der hier heimischen Automobilindustrie zu stärken.  Die „Autolook Week 2022“ ist Teil der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Formel-1-Rennstrecke in Monza. Fans können sich auf ein umfangreiches Programm und mehr als 50 Fahrzeuge aus der Geschichte der Formel 1, des Rallyesports, der Langstreckenrennen sowie aus dem Motorradrennsport freuen. Paraden von Oldtimern und aktuellen Supersportwagen und Fotoausstellungen runden das Programm ab. Außerdem werden die „Autolook Awards“ vergeben, mit der besondere Leistungen im Bereich der Motorsportkommunikation gewürdigt werden.

FIAT 131 Abarth RALLY (1977)

Der FIAT 131 Abarth Rally war eines der erfolgreichsten Rallyefahrzeuge Ende der 1970er-Jahre. Aufgebaut nach den Regeln der sogenannten Gruppe 4, erzielte die Limousine drei Weltmeistertitel in der Konstrukteurswertung (1977, 1978 und 1980). Der deutsche FIAT Werksfahrer Walter Röhrl wurde zudem 1980 Fahrer-Weltmeister. Zu den herausragenden Eigenschaften des Rallyefahrzeugs mit dem unverwechselbaren Skorpion-Wappen der Marke Abarth zählten neben Schnelligkeit auch Robustheit, Zuverlässigkeit und Servicefreundlichkeit.

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Der FIAT 131 Abarth Rally löste 1976 den FIAT 124 Abarth Rally als offizielles Fahrzeug des Werksteams ab. Die Strategie von FIAT war wiederum, die Zuverlässigkeit und das Potenzial eines Alltagmodells unter den extremen Bedingungen des Rallyesports zu demonstrieren. Das Serienmodell 131 Rally entwickelten FIAT, Abarth und Karosseriespezialist Bertone gemeinsam. Das von Anfang an als Basis für Rallyeeinsätze geplante Fahrzeug übernahm weitgehend die Formen des konventionellen zweitürigen FIAT 131 Mirafiori. Die Karosserie wurde durch die Verwendung von Komponenten aus Aluminium und Kunststoff beträchtlich erleichtert. Erstmals waren obendrein sportliche Niederquerschnittsreifen des Typs Pirelli P7 für eine Großserienlimousine erhältlich.

Der serienmäßig 140 PS starke Reihenvierzylinder des FIAT 131 Rally bot mit 1.995 Kubikzentimetern Hubraum, doppelter obenliegender Nockenwelle und vier Ventilen pro Zylinder optimale Voraussetzungen für eine Leistungssteigerung. Mit Kraftstoff versorgt durch zwei Doppelvergaser, leistete das Triebwerk in Rallyeversion mehr als 215 PS bei 7.000 Touren und ein maximales Drehmoment von 225 Newtonmetern bei 5.600 Touren. Das Sportgetriebe verfügte schon serienmäßig über fünf Vorwärtsgänge. Ein Sperrdifferenzial in der Hinterachse sorgte zusammen mit der Einzelradaufhängung an McPherson-Federbeinen für optimale Traktion.

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Der auf der „Autolook Week“ gezeigte FIAT 131 Abarth Rally in der Gruppe-4-Variante ist ein originales Werksauto. Es wurde überwiegend vom Finnen Markku Alén gefahren, der 1978 den „FIA Cup for Drivers“ gewann, den Vorläufer der ein Jahr später eingeführten Fahrer-Weltmeisterschaft. Restauriert in den Werkstätten von Stellantis Heritage, zeigt der FIAT 131 Abarth Rally die legendäre Lackierung in den Farben der Luftlinie Alitalia. In den vergangenen Jahren begeisterte das Fahrzeug die Besucher unter anderem beim „Goodwood Festival of Speed“ in England und bei den „Schloss Dyck Classic Days“ in Deutschland.

LANCIA DELTA HF INTEGRALE EVOLUZIONE (1992)

Im Gegensatz zum FIAT 131 Abarth Rally behielt die Rallyeversion des Lancia Delta nur wenige Merkmale des 1979 von Giorgetto Giugiaro entworfenen und 1980 zum „Auto des Jahres“ gekürten Serienfahrzeugs bei. Ab 1986 folgten bis 1991 vier Generationen des allradgetriebenen Lancia Delta HF, der eine bis dahin unerreichte Erfolgsserie in der Rallye-Weltmeisterschaft ablieferte: sechs Konstrukteurstitel in Folge (1987 bis 1992), vier Fahrertitel (1987 bis 1989 und 1991), 46 Gesamtsiege bei WM-Läufen sowie ein Titel in der seriennahen Klasse (Gruppe N) im Jahr 1987. Ferner wurden Fahrer des Lancia Delta sechsmal Rallye-Europameister (1987 bis 1991 und 1993) und gewannen auf europäischer Ebene außerdem zweimal den Gruppe-N-Titel (1988 und 1989).

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Mit jeder Generation legte die Rallyeversion des Lancia Delta bei der Motorleistung und den Maßen der Karosserie nach. Damit war das Werksteam seinen Konkurrenten immer einen Schritt voraus. Der Lancia Delta HF 4WD von 1987 verfügte über einen Allradantrieb mit ZF-Sperrdifferenzial in der Vorderachse, Ferguson-Zentraldifferenzial mit Viskokupplung und Sperrdifferenzial hinten. Die Leistung des Zweiliter-Motors stieg von serienmäßigen 165 PS auf 265 PS bei 6.250 Touren für die sogenannte Gruppe-A-Variante. Im Jahr 1988 kam der Lancia Delta HF Integrale auf den Markt. Optische Unterschiede zur Vorgängerversion waren die verbreiterten Kotflügel sowie größere Einlassöffnungen für Kühlluft an der Fahrzeugfront. Der Lancia Delta HF Integrale verfügte zudem über ein neues Sechsganggetriebe und war 23 Kilogramm leichter als der Vorgänger.

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Mit der Weiterentwicklung des Zylinderkopfes von zwei auf vier Ventile pro Zylinder erfolgte 1989 der Wechsel zum Lancia Delta HF Integrale 16V. Charakteristisch war eine Wölbung in der Mitte der Motorhaube – nötig, um den jetzt höheren Zylinderkopf unterzubringen. In der Gruppe-A-Version leistet der Zweiliter-Vierzylinder nun mehr als 295 PS bei 7.000 U/min. Zu den technischen Innovationen zählten zudem die elektronisch gesteuerte Kupplung, der von einem Hydraulikmotor angetriebene Kühlerlüfter, Telemetrie zur Datenübertragung in Servicepausen, vor allem aber die variabel programmierbare Motorelektronik.

Lancia Delta HF Integrale 16V Evoluzione

Der Lancia Delta HF Integrale 16V Evoluzione war 1991 die letzte Evolutionsstufe des erfolgreichen Fahrzeugkonzeptes. Die Kotflügel wurden noch einmal breiter, ein verstellbarer Dachspoiler erlaubte die Änderung der Aerodynamik je nach Rallye. Die wichtigsten Änderungen betrafen den Motor. Um die Leistung der Gruppe-A-Fahrzeuge auf rund 300 PS zu begrenzen, schrieb das Reglement ab 1991 einen Luftmengenbegrenzer (Air Restrictor) im Ansaugtrakt vor. Der bei der „Autolook Week“ gezeigte Lancia Delta HF Integrale entspricht dieser Modellgeneration. Bildnachweis: Stellantis

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