Als Restomod fahren Oldies ins moderne Zeitalter!

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Stimmt es nicht, dass ältere Autos attraktiver sind und mehr Persönlichkeit haben? Doch einige Oldie-Liebhaber weisen darauf hin, dass auch neue Technologie ihre Vorteile hat und so bringen sogenannte Restomods die Zeitachse durcheinander. Interessiert man sich für einen Oldtimer, dann kommt man in der Regel von der Probefahrt etwas geläutert zurück. Der „Alte“ ist träge, unkomfortabel und zum Teil gefährlich. Besonders, wer zwischen zwanzig und vierzig Jahre alt ist, der ist von den aktuellen Fahrzeugen verwöhnt und kann sich nur schwer auf ein älteres Automobil einlassen. Doch wie wäre es mit dem Emilia GT Veloce Restomod auf Basis eines Alfa Romeo Giulia GT Veloce? Kann der potenzielle Klassiker-Interessenten aus der Zwickmühle befreien? Das Auto, das in Eigenregie und mithilfe ausgewählter Partner entwickelt wurde, ist ein Hybrid zwischen der berühmten Alfa Giulia GT aus den 60er Jahren und der modernen Alfa Giulia. Er verbindet das klassische Design eines Automobils mit den Technologien eines modernen Fahrzeugs. Das Auto, das auf einem echten Oldtimer basiert, wird dieses Jahr im Sommer in einer Auflage von 22 Exemplaren zu Preisen ab rund 400.000 Euro in den Handel kommen.

Rückblicke sind nicht neu und ungewöhnlich!

Und dieses Fahrzeug zeigt eine schon lang schwelenden Tendenz in der Szene. Immer wieder werden Klassiker nicht nur repariert, sondern auch modernisiert, so dass Restomods entstehen. Und das Konzept gibt es schon seit den 50er-Jahren, als in Großbritannien vorwiegend Vorkriegslimousinen mit rennwagenähnlichen Karosserien zu sogenannten Specials umgebaut wurden. Und diese Fahrzeuge haben zur Entstehung einer beträchtlichen Gemeinschaft von Oldtimer-Liebhabern geführt, die ihre Fahrzeuge mit moderneren Motoren, Bremsen und Fahrwerken ausgestattet haben. Die Autos sind so konstruiert, dass sie schneller und leichter zu fahren sind.

Ein Oldtimer mit neuzeitlichen Facetten!

Neben Newcomern wie Gunther Werks, TLC Automotive oder Legacy Classic Trucks, gibt es auch etablierte Unternehmen in diesem Bereich. Mechatronik in Pleidelsheim bei Stuttgart hat sich etwa alten Mercedes-Modellen verschrieben. Sie wurden mit modernster Technik komplett renoviert. Dabei verbauen sie nicht nur in Oldtimern mit dem Stern neue V6- oder V8-Motoren oder moderne Fahrwerke, Sie vereinen auch unmerklich moderne Funktionen wie elektrische Fensterheber oder eine Sitzheizung. Der Preis kann aber schnell auch über 300.000 Euro steigen. Unter dem alten Kleid verbergen sich auch Xenon-Scheinwerfer und ABS. Rob Dickinson, ein ehemaliger Rocksänger aus Los Angeles, hat sich mit seiner Marke Singer Vehicle Design, die sich auf Neuinterpretationen des Porsche 911 spezialisiert hat, einen Namen gemacht. Seine Autos sind inzwischen deutlich teurer als viele historische Originalfahrzeuge, und es gibt eine jahrelange Warteliste.

Geht es nur um extrovertierten Fahrspaß oder auch um den Sammlerwert?

Und Restomods sind auch bei Sammlern beliebt. Heutzutage sind die englischen Specials anerkannte Sammlerfahrzeuge, die zu hohen Preisen gehandelt werden. Und ohne einen Restomod wäre eine große amerikanische Auktion nicht vollständig. Und sogar die Hersteller haben das erkannt. So hat sich etwa das US-Motorsportgeschäft von Porsche kürzlich dafür entschieden, Singer mit echten Porsche-Sechszylindermotoren zu beliefern. Und vergangenes Jahr entwickelte Opel mit dem Manta GSe ElektroMOD sogar einen eigenen Restomod. Bei einem Manta aus dem Jahr 1973 ersetzten die Hessen den Benzinmotor durch einen E-Motor, um die Elektrifizierung ihrer Modellpalette voranzutreiben. Auch andere Merkmale wie das digitale Cockpit und der Pixel-Vizor Frontgrill mit LED-Beleuchtung und Textfeld wurden dem Restomod-Konzept hinzugefügt.

der Restomod ist die perfekte Antwort

Trotz der Hoffnungen seiner Fans bleibt der Manta GS/E aber ein Unikat. Für uns ist der Restomod die perfekte Antwort der Postmoderne auf die aktuellen Autodesigns. Diese Art von Fahrzeugen zeigt, dass viele frühere Autos den heutigen gestalterisch überlegen sind. Schlankes, kompaktes, funktionales, effizientes, elegantes und selbsterklärendes Design sind die Highlights der Oldis. Und da früher nicht immer alles besser war, sind die höhere Leistung, die bessere Sicherheit und die bessere Umweltbilanz der Klassiker inklusive optionaler Vernetzung der ultimative Kompromiss.

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