Nissan Australien hat in Victoria ein ziemlich spannendes Projekt gestartet, das zeigt, wie man alten E-Auto-Batterien neues Leben einhauchen kann.
Unter dem Titel „Nissan Node“ wird am Nissan Casting Australia Plant (NCAP) in Dandenong ein echtes Kreislaufwirtschafts-Modell umgesetzt.
Ausrufezeichen in Sachen Umwelt
Ausgediente Akkus des Nissan LEAF werden dort als Energiespeicher eingesetzt – und helfen, die Produktion von EV-Komponenten nachhaltig zu betreiben. Herzstück des Projekts ist ein neues Battery Energy Storage System (BESS), das aus neun wiederverwendeten Akkus der ersten Generation des Nissan LEAF besteht. Diese Akkus werden über eine frisch installierte Solaranlage aufgeladen.
Der LEAF lebt weiter – als Stromspeicher
Der gespeicherte Strom wird dann genutzt, um einen Teil der Produktion bei NCAP zu betreiben – darunter auch die Herstellung von Komponenten für aktuelle Nissan-EVs wie den ARIYA oder zukünftige Modelle wie den 2026 QASHQAI mit e‑POWER.
Außerdem werden mit dem gewonnenen Strom neue Ladepunkte für Mitarbeitende auf dem Gelände betrieben. Es ist ein Kreislauf in Reinform: alte Batterien + Sonnenenergie = neuer Antrieb für die Produktion.
CO₂-Ersparnis und Energieeffizienz im Fokus
Die Zahlen sprechen für sich: Durch das Projekt werden jährlich rund 259 Tonnen CO₂ eingespart. Gleichzeitig wird der Stromverbrauch um satte 128 MWh pro Jahr reduziert. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern zeigt auch, dass sich Umweltschutz und smarte Technologie perfekt ergänzen können.
High-Tech aus Down Under – mit Känguru-Stempel
Die in Dandenong gefertigten Aluminiumdruckguss-Komponenten tragen stolz das Siegel „Australian Made“. Und das zurecht: Schon seit 1982 ist NCAP eine feste Größe in der globalen Nissan-Produktion. Über 50 % der Produktion dreht sich heute um Bauteile für batterieelektrische und hybride Fahrzeuge – made in Australia, weltweit verbaut.
Wusstest du, dass in jedem weltweit verkauften LEAF Teile verbaut sind, die in Australien produziert wurden? Genau wie beim kommenden e‑POWER-Antrieb, der ab 2026 z. B. im Nissan QASHQAI verfügbar sein wird.
Partner für grüne Power: Relectrify mischt mit
Ein ganz entscheidender Player im Projekt ist Relectrify – ein innovatives Unternehmen aus Melbourne, das die Battery-Management-Technologie liefert. Mit dem ReVolve-System verlängert Relectrify nicht nur die Lebensdauer von Akkus, sondern senkt auch die Kosten ganzer Speichersysteme.
Das Besondere: Es ist das erste seiner Art, das speziell mit alten LEAF-Batterien gebaut wurde. Relectrify-CEO Jeff Renaud bringt’s auf den Punkt: Dieses Projekt zeigt, wie australische Innovationskraft beim globalen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ganz vorne mitspielt.
Nissan denkt weiter – in eine elektrische, nachhaltige Zukunft
Für Nissan ist das Node-Projekt nicht nur ein nettes Experiment, sondern Teil eines großen Plans: CO₂-Neutralität, innovative Nutzung von Altmaterialien und smarter Technikeinsatz sollen die Zukunft der Mobilität prägen. Dass dabei auch lokale Produktion und Know-how gestärkt werden, ist ein echter Bonus für die Region – und für den Planeten sowieso. Bild- und Videonachweis/Quelle: Nissan






