Jedes Muscle Car, das mit modernen Komponenten ausgestattet worden ist, darf prinzipiell die Bezeichnung „Pro-Touring“ tragen. Bei dieser Stilrichtung werden klassische US Fahrzeuge mit modernen Fahrwerks-, Brems- und Antriebsteilen ausgestattet, um sie „fahrbarer“ zu machen. Die Autos sollen schließlich gefahren werden, so die Intention. „Pro Touring“ fand dabei seinen Ursprung beim GM-Manager Mark Stielow und Journalist Jess Smith, welche einst für das „Chevy High Performance Magazine“ verantwortlich waren. Nachdem das Magazin über Stielows weißen 69er Camaro berichtet hatte, welchen er für „One Lap of America“ getunt hatte, boomte „Pro Touring“. Mit „The Mule“, „Red Devil“ und „Mayhem“ hat Stielow eine Reihe von richtunggebender Chevrolet Camaros gebaut, von denen viele die Cover renommierter Magazine zierten, wie dem Hot Rod-Magazin, dem Car Craft-Magazin und dem beliebten Hot Rodding-Magazin. Der Ford Mustang war neben dem Camaro der ersten Generation das beliebteste Basisfahrzeug für einen solchen Umbau.
immer dabei, ein Motortuning
Genügend Leistung durfte natürlich nicht fehlen. Um diese auch auf die Straße bringen zu können, sind Pro-Touring Fahrzeuge meistens auch mit einem entsprechenden Fahrwerk ausgestattet. Entweder werden die Fahrzeuge auf eine moderne Einzelradaufhängung umgerüstet oder dank kürzerer Federn und passenden Stoßdämpfern tiefergelegt. Beliebt sind außerdem moderne Felgen in größeren Formaten als es sie in den 60er und 70er-Jahren gab. Den Kontakt zum Asphalt stellen meist Felgen Niederquerschnittsreifen in Größen von 17 bis 20 Zoll her.
Pro Touring und Restomod – die Unterschiede!
Die Unterschiede zwischen Restomod und Pro Touring Fahrzeugen fallen nicht allzu groß aus. Auch beim Restomod Fahrzeug findet der Umbau eines alten Klassikers mit Zugabe von modernen Komponenten wie Motor, Fahrwerk, etc. statt. Der Fokus liegt dabei allerdings nicht auf der besten Fahrbarkeit oder gar einer Rennstreckentauglichkeit, sondern eher auf Show und Aussehen. Kommt beim Restomod eine 21 Zoll Felge mit 25er Querschnitt zum Einsatz, würde man beim Pro Touring Fahrzeug wohl eher auf eine 19 Zoll Felge mit größerem Querschnitt und passenden Reifen setzen. Ein Pro Touring Fahrzeug will einfach dynamischer gefahren werden als der Restomod und entsprechend fallen die Umbauten unterschiedlich aus.
im Fokus liegt die absolute Fahrbarkeit
Fazit: Mit Blick auf die Performance umgebaute Klassiker werden als „Pro-Touring“ Fahrzeuge bezeichnet. Fahrwerk, Bremsanlage, Interieur, Antriebsstrang und Optik werden mit modernen Komponenten ausgestattet, um die Eigenschaften und Fähigkeiten von aktuellen Hochleistungsfahrzeugen zu erreichen oder gar zu übertreffen. Der Schwerpunkt des Umbaus liegt dabei ganz klar auf der Fahrbarkeit, egal ob auf der Straße, Rennstrecke oder dem Drag Strip gefahren wird. Die Fahrzeuge sind zum aktiven Fahren bestimmt und nicht unbedingt typische Show & Shine Gefährte. Auch wenn es keine Regel gibt, die den Typ des Fahrzeugs bestimmt, erfreuen sich Ponyautos wie der Chevrolet Camaro in erster und zweiter Generation großer Beliebtheit. Doch auch der Ford Mustang und De Tomaso Pantera werden oft für einen Umbau benutzt.
Wir hoffen, dass Euch unser Infobericht zum Thema/Begriff Pro Touring (weitere Bezeichnungen/Stichworte sind: Pro-Touring, Pro Tourer-Builds) aus der Rubrik Autotuning gefallen hat.