Kaum zu glauben aber in diesen Pontiac Trans Am aus dem Jahr 1981 sind unglaubliche 300.000 US-Dollar geflossen. Und selbstverständlich handelt es sich nicht einfach nur um ein restauriertes Exemplar, sondern um ein sogenanntes „Restomod-Fahrzeug“! Soll heißen unter dem klassischen Blech von vor knapp 40 Jahren steckt neuzeitliche Technik. Und das nicht zu knapp! Quasi jedes Detail wurde ersetzt und in technischer Hinsicht hat, der Trans AM nichts mehr mit dem Original zu tun. Entstanden ist das Fahrzeug übrigens unter dem Projektnamen „Full Force Trans Am“ und das absolute Highlight sind wahnwitzige 1.300 PS die ein neuer Motor im Gegensatz zu den werkseitigen 201 PS des Originals mobilisiert. Das entspricht einer Leistungssteigerung von locker 650 %!!! Die Macher des Einzelstücks haben den werksseitigen 301-cu.in. V8 rausgeschmissen und mit einem modernen LS9-V8 aus der Corvette ZR1 ersetzt.
viel Tuning am LS9-V8 aus der ZR1
Aber wie die Eckdaten bereits vermuten lassen, wurde das Triebwerk umfangreich überarbeitet. Der V8 wurde auf 6,9 Liter aufgebohrt und erhielt zwei mächtige Turbolader. Dazu gab es eine Trockensumpfschmierung, ein 4-Zoll-Intake-System mit Spectre-Filtern, 3,0-Zoll-Auspuffkrümmer und dazu kühlt ein großer Be Cool-Aluminiumkühler mit zwei SPAL-Lüftern das Triebwerk. An den Motor gekoppelt hat man übrigens eine Bowler 4L85E-Automatik mit Overdrive-Funktion und Wavetrac 3.70-Gängen. Das Team von „Schwartz Performance“ in Woodstock (Illinois / USA) hat den Pontiac in unzähligen Arbeitsstunden in Handarbeit auf die Beine gestellt und nun steht er auf der Plattform Mecum Auctions zum geschätzten Preis von 300.000 US-Dollar zum Verkauf. Weiter verbaut ist ein Aluminium-Heck von Winters und beim Fahrwerk setzt der Tuner auf ein komplett individuell einstellbares Gewindefahrwerke rundum.
6-Kolben-Sättel von Baer vorn und hinten
Und die überaus gewaltige Leistung muss natürlich auch standesgemäß eingebremst werden. Erreicht wird das mit einer Kingsize Bremsanlage mit gelochten 14 Zoll (ca. 36 cm) Bremsscheiben und 6-Kolben-Bremssätteln von Baer vorn und hinten. Sie versteckt sich hinter einem Satz individuell lackierter und mit verchromten Felgenbett versehenen Forgeline Snowflake-Felgen im Format 19 Zoll, die mit Michelin Schlappen bezogen sind. Der Rest der strahlend Weiß lackierten Karosserie ist allerdings eher unscheinbar. Wesentliche Unterschiede zur Serie gibt es für den Laien nicht. Lediglich ein paar für unnütz befundene Dinge wie die Seitenmarkierungen vorn und hinten wurden eliminiert. Auf der Haube gab es natürlich den obligatorischen „Feueradler“ und den Hinweis auf „Turbo 6.9“. Und selbstverständlich hat man sich auch die Kabine umfangreich vorgenommen.
auch die Kabine ist umfangreich aufgewertet
Auch Innen ist alles im Zustand eines Neuwagens und an die Gegenwart angepasst. Es gibt einen Tiger Cage-Überrollbügel von RideTech, schwarz belederte Procar Scat Rally 1000-Schalensitze, eine Magnum-Klimaanlage vom Typ Vintage Air Gen IV und ein digitales Kombiinstrument für die Übersicht zu allen wichtigen Daten vom Triebwerk und Fahrzeug. Und der potente Klassiker hat auch bereits jede Menge Preise eingeheimst. Beispielsweise den „Muscle Car of the Year“ Avard von Popular Hot Rodding im Jahr 2013. Fazit: Geld in der Portokasse? Dann mitbieten! Sollten wir noch mehr Infos zu den Änderungen am 1.300 PS Pontiac Trans Am Restomod erhalten, gibt es natürlich ein Update für diesen Bericht.
Foto/s: Mecum Auctions / Tuning by Schwartz Performance
Oder interessieren euch speziell die Restomod Fahrzeuge der letzten Wochen?