Der Zeigler/Bailey Z/B 4.4 sieht zwar aus wie ein typischer Elfer, ist aber in Wahrheit ein komplett neuer Supersportler im Retro-Gewand.
Ein echtes Highlight für Fans luftgekühlter Elfer – nur eben mit Hightech bis ins letzte Detail.
Neues Rückgrat unter vertrauter Hülle
Als Basis für den Z/B 4.4 dient ein Porsche 911 G-Modell aus den Jahren 75 bis 89 – aber davon bleibt kaum mehr als die obere Struktur übrig. Der komplette Unterbau fliegt raus und wird durch einen stählernen Gitterrohrrahmen ersetzt.
Daran wird die originale Oberschale montiert, die wiederum aus ultraleichten Carbonteilen besteht. Optisch lehnt sich das Ganze an den legendären 911 RS 2.7 an – inklusive Entenbürzel. Das Ergebnis: ein Klassiker, der zwar aussieht wie von damals, aber technisch neu ist.
Boxer-Power mit Ansage
Im Heck wummert ein luftgekühlter 4,4-l-Sechszylinder-Boxer, der mit 408 PS und 500 Nm Drehmoment ordentlich Druck macht. Kein Turbo, nur purer Saugmotor-Sound. Die Kraft geht zudem über ein neues 5-Gang-Schaltgetriebe von Getrag/Porsche und ein eigens entwickeltes Sperrdifferenzial an die Hinterachse.
Bei einem Leergewicht von nur 1.325 kg kann man sich ausmalen, wie brachial der Vortrieb ist – Fahrdaten gibt’s zwar keine, aber Langeweile kommt ganz sicher nicht auf.
Hardcore-Fahrwerk für maximale Kontrolle
Und damit die Fuhre auch sauber auf der Straße bleibt, wurde das Fahrwerk komplett überarbeitet. Hinten gibt’s liegende Federbeine mit Pushrod-Aufhängung, vorn ein einstellbares Gewindefahrwerk mit MacPherson-Federbeinen.
Die Dämpfer sind rundum voll einstellbar. Gebremst wird mit einer Brembo-Anlage, optional sogar mit Carbon-Keramik-Scheiben. Die 17-Zoll-Alus im Fuchs-Design sind zudem aus einer Alu-Carbon-Mischkonstruktion.
Innen Retro-Vibes mit Technik-Upgrade
Das Interieur mixt klassische Materialien mit moderner Technik. Porsche-Schalensitze mit Tartan-Stoff und Nappaleder, Retro-Stoffe an Tür und Armaturenbrett, dazu ein Alcantara-Himmel – das Ganze wirkt wie ein Liebesbrief an die 70er. Aber: Hinterm Retro-Look steckt Hightech.
Die Instrumente sehen analog aus, sind aber digital. Dazu gibt’s ein 9-Zoll-Infotainment mit Apple CarPlay, Android Auto, Navi, Bluetooth, Datenlogger, Rückfahrkamera und fettem Sound aus sechs Lautsprechern. Sogar die offene Schaltkulisse ist ein optisches Highlight.
Nur für wenige – und nicht ganz günstig
Vom Z/B 4.4 sollen maximal 10 Stück pro Jahr gebaut werden – wahlweise mit Links- oder Rechtslenkung. Auch ein Umbau zwischen den beiden Varianten ist möglich.
Wer sich so ein Einzelstück sichern will, braucht allerdings ein dickes Portemonnaie: Der Einstiegspreis liegt bei 1,6 Millionen australischen Dollar – das sind umgerechnet rund 907.000 €. Und wer bestellt, muss etwa ein Jahr warten. Dafür bekommt man aber auch einen Elfer, wie es ihn kein zweites Mal gibt. Bild- und Videonachweis/Quelle: Zeigler/Bailey















