Der dritte Land Rover Discovery – in den USA als LR3 bekannt – war nie für eine besonders brutale Leistung bekannt.
Klar, ein V6 oder V8 mit maximal 300 PS reichte in der Regel locker für den Wochenendtrip oder die Fahrt zum Supermarkt.
V8-Power aus den Staaten
Aber im Zeitalter von übermotorisierten SUVs wirkte der Brite eher zurückhaltend. Doch das hat sich jetzt komplett geändert. Legacy Overland hat sich nämlich den LR3 geschnappt und ihm ein neues Herz verpasst: einen auf 6,8 Liter aufgebohrten LS3-V8 aus dem Hause GM.
Ergebnis? Gewaltige 550 PS und 746 Nm Drehmoment. Damit ist der Tuning-Discovery auf einen Schlag doppelt so stark wie im Originalzustand – und klingt dabei wie ein ausgewachsenes Muscle Car.
Technik-Update mit Fingerspitzengefühl
Was besonders beeindruckt: Trotz des amerikanischen V8 bleibt der britische Allrad erhalten – inklusive der manchmal eigenwilligen Elektronik aus den 2000ern. Laut Legacy wurde der V8 zusammen mit der GM-6L80-Automatik so programmiert, dass er sich nahtlos ins alte System einfügt. Das ist mutig, denn wer sich mit alter Land Rover-Elektronik auskennt, weiß, dass das eine Herausforderung ist.
Trotzdem läuft scheinbar alles perfekt: permanenter Allrad, Sperren, Steuergeräte – alles funzt. Und damit es lange auch hält, wurde aufgerüstet: Neue Kardanwellen, verstärkte Querträger, frische Fahrwerkskomponenten und ein anderes Bremssystem mit neuen Belägen sorgen dafür, dass die neue Power sicher auf den Boden kommt.
Understatement von außen
Und anders als viele andere Umbauten bleibt der Look fast vollständig original. Keine fetten Kotflügel oder riesigen Spoiler. Stattdessen gibt’s dezente Upgrades wie eine Seilwinde vorn, eine Heckleiter, einen Dachgepäckträger und zwei polierte Endrohre – im Stil eines echten Overlanders, der erst beim Gasgeben zeigt, was in ihm steckt.
Und auch innen geht’s stilvoll weiter: Die originale Innenarchitektur bleibt, wurde aber aufgefrischt. Neue Instrumente, ein modernes Infotainment, ein Soundsystem (falls man den V8 mal nicht hören will) und Leder auf allen Sitzen sorgen für Luxus. Trotzdem bleibt das Highlight klar der Motorsound.
Fazit: Mehr als nur ein SUV
Was Legacy Overland hier auf die Beine gestellt hat, ist mehr als ein Motortausch. Es ist die Fusion zweier Welten – britische Offroad-Tradition trifft auf amerikanische Power-Kultur. Und das Ergebnis? Ein SUV, der aussieht wie ein Klassiker, fährt wie ein Biest und klingt wie ein Donnerschlag. Bild- und Videonachweis/Quelle: Legacy Overland



































