Der Toyota Land Cruiser ist seit Jahrzehnten der Inbegriff von Unzerstörbarkeit. Und während sich die Tuning-Welt meistens auf G-Klasse, Defender oder den neuen Land Cruiser 250 stürzt, kommt jetzt ein richtig wilder Außenseiter um die Ecke.
PVS Automotive aus Australien hat sich ein „Basismodell“, wenn man das so nennen kann, des Land Cruiser geschnappt und ihn eskalieren lassen – optisch, innen aber auch preislich.
Klassiker auf neuem Level
Basis ist ein Land Cruiser 76 Series GXL aus 2025 mit nur 128 km auf der Uhr. Besonders spicy: Das ist einer der letzten ohne AdBlue-System im Turbodiesel. Oldschool-Vibes inklusive. Optisch bleibt der 76er seiner kantigen DNA treu, wirkt aber deutlich moderner. Alle Anbauteile stammen von Urnieta, einer bekannten Adresse für Land-Cruiser-Tuning.
Außen rustikal, aber mit Showfaktor
Vorn sitzt eine neue Schürze, dazu kommen massive Seitenschweller, ein Dachträger, seitliche Halterungen für extra Stauraum, eine Leiter fürs Heck und eine andere Ersatzradabdeckung. Ein Schnorchel und wuchtige Kotflügelverbreiterungen waren schon ab Werk verbaut, passen aber perfekt zum jetzt komplett schwarzen Look.
Die neuen, geschmiedeten Felgen in Schwarz mit grobstolligen Offroadreifen machen klar: Der kann nicht nur gut aussehen, der will auch durchs Gelände geprügelt werden. Abgerundet wird das Tuning übrigens mit einer „selbstheilenden“ XPEL-PPF-Folie, damit der Lack auch nach harten Einsätzen fresh bleibt.
Innenraum wie aus einer Konzeptstudie
Und innen gibt es einen Mindblow. Vom simplen Nutzfahrzeug-Interieur ist nämlich nichts mehr übrig. Statt Seriensitzen gibt’s jetzt Recaro Cross Sportster GK100 Schalensitze und das Lenkrad stammt aus dem Toyota Tundra und hat Carbon-Details dabei. Die komplette Kabine – Dachhimmel, Sitze, Türverkleidungen – ist mit blauem Alcantara bezogen.
Orangefarbene Kontrastnähte, Gurte und Akzente auf dem Armaturenbrett brechen allerdings ein wenig den neuen Look und sorgen für einen gewissen Concept-Car-Style. Und genau das war auch scheinbar das Ziel von PVS: weg vom Farmpickup, hin zu etwas, das sich wie ein Showcar anfühlt.
Und auch technisch ist der Innenraum ab sofort up to date, dank 9-Zoll-Infotainment mit moderner Konnektivität. Und hinten wartet ein cleveres Schubladensystem im Kofferraum plus ausklappbarer Tisch an der Heckklappe – perfekt für spontane Outback-Picknicks.
Bewährte Technik statt Leistungs-Overkill
Unter der Haube bleibt allerdings alles ziemlich bodenständig. Der bekannte 2,8-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel liefert 204 PS und ordentliche 500 NM Drehmoment.
Kombiniert wird der Motor mit einer 6-Gang-Automatik und permanentem Allrad inklusive sperrbarem Mitteldifferenzial. Am Leiterrahmen oder Fahrwerk wurde laut PVS übrigens nichts verändert – was auch Sinn macht, denn ebendiese Technik ist ja der Grund, warum der 70er weltweit so gefeiert wird.
Preislich komplett entkoppelt von der Basis
Und jetzt kommt der Teil, bei dem man kurz schluckt. Das fertige Fahrzeug steht für 200.000 AU$ zum Verkauf. Und mit Steuern landet man sogar bei rund 220.000 AU$, also etwa 123.500 Euro. Das ist also kein Auto für Sparfüchse, sondern für Leute, die kompromisslosen Luxus mit echter Offroad-DNA wollen – und bereit sind, dafür richtig Cash auf den Tisch zu legen. Bild- und Videonachweis/Quelle: PVS/Carscoops

























































