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Glück gehabt – J.P. Kraemer entgeht Strafverfahren!

Lesezeit 3 Min.

Kürzlich aktualisiert am 1. Februar 2023 um 05:50 Uhr

Glück gehabt – J.P. Kraemer entgeht Strafverfahren!

Jean Pierre Kraemer, besser bekannt als JP und Gründer von „JP-Performance“, war bekanntlich im Juni 2020 in einem Porsche Taycan mit 142 km/h durch Lennestadt gedonnert. Das hätte theoretisch sogar zu einer Haftstrafe führen können. Aber jetzt wurde das Verfahren eingestellt. Was war passiert? Den Taycan Turbo S wollte Kraemer testen. Er beschleunigte ihn und filmte sich dabei. Das Video auf YouTube zeigte allerdings den Tacho, der 142 km/h anzeigte! Die später versuchte Schadensbegrenzung mittels Herausschneiden der Szene funktionierte nicht wirklich. Das Video hatten schon zu viele gesehen und auch heruntergeladen und weiter verbreitet. Daraufhin gingen wohl über zehn Anzeigen bei der Polizei ein. Die Behörde brachte ein Verfahren ins Rollen, dass die Staatsanwaltschaft Siegen allerdings einstellte, wie kürzlich die Bild-Zeitung berichtete. Der Grund ist ein Gesetz, das scheinbar nicht gebrochen wurde, weil JP Kraemer „zu langsam fuhr“.

Paragraf 315d Absatz 1 Nummer 3 hilft JP.

Glück gehabt – J.P. Kraemer entgeht Strafverfahren!

Laut Paragraf 315d Absatz 1 Nummer 3 des Strafgesetzbuches gilt folgendes: „Wer im Straßenverkehr sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft.“ Wäre das der Fall gewesen, dann hätte der Taycan sogar beschlagnahmt und versteigert werden können. Aber Kraemer war „nicht mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit unterwegs„. Nicht einmal ansatzweise. Die Höchstgeschwindigkeit eines 761 PS Taycan liegt nämlich bei 260 km/h. Das war eine Differenz von 118 km/h und damit zu weit von der „höchstmöglichen Geschwindigkeit“ entfernt. Und dazu war auch ein Rennen nicht erkennbar. Es gab kein weiteres Fahrzeug. Der Vorgang liegt nun bei der zuständigen Bußgeldstelle. Es könnten 2 Punkte in Flensburg drohen und bis zu 3 Monate Fahrverbot. Die Kosten dürften bei ca. 700 Euro liegen und wenn ein Vorsatz vorliegt, dann verdoppelt sich der Betrag auf knapp 1400 Euro. Fazit: Mit einem Bugatti Chiron dürften also selbst +300 km/h in der Ortschaft KEIN Strafverfahren mit sich bringen! Der läuft auch gern mal 490 km/h^^ 

Das war’s natürlich längst noch nicht gewesen.

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Über Thomas Wachsmuth

Thomas Wachsmuth - Seit 2013 ist er ein integraler Bestandteil von tuningblog.eu. Seine Leidenschaft für Autos ist so intensiv, dass er jeden verfügbaren Cent darin investiert. Während er von einem BMW E31 850CSI und einem Hennessey 6x6 Ford F-150 träumt, fährt er aktuell einen eher unauffälligen BMW 540i (G31/LCI). Seine Sammlung an Büchern, Heften und Prospekten zum Thema Autotuning hat mittlerweile solche Ausmaße erreicht, dass er selbst zu einem wandelnden Nachschlagewerk der Tuningszene geworden ist.  Mehr über Thomas

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