Wissenswertes über E-Auto-Batterien – Von der Lebensdauer bis zur Garantie!

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Als entscheidender, aber auch teuerster Gegenstand, ist im Elektroauto die Batterie zu nennen. Die wichtigsten Fragen hinsichtlich Lebensdauer, Garantie als auch Reparatur sollten aus diesem Grund vor dem Erwerb erfolgen.

  • Die Anzahl der im Elektroauto verbauten Module, d.h. die Größe eines E-Akkus, wirkt sich auf die Kapazität der Batterien aus.
  • Es gibt Kostenschwankungen beim Laden und bei der Reparatur.
  • Ein Vergleich kann sich lohnen, da die Garantieleistungen der E-Akku-Hersteller unterschiedlich sind.

Was wird vonseiten des Herstellers garantiert und wie lange kann eine E-Batterie halten? Was sind die wichtigsten Faktoren, die bei einer Reparatur im Auge behalten werden müssen und wie gestaltet sich der damit verbundene Kostenfaktor? All diese Fragen sollte man sich im Vorfeld stellen.

Funktionsweise Elektroauto-Batterie

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Bei einem Akku, der als Stromspeicher funktioniert, erfolgt die Umwandlung von chemischer in elektrische Energie. Wie herkömmliche Autobatterien nimmt die Elektro-Batterie die Elektrizität auf, sodass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgegeben werden kann. Dieser Vorgang erfolgt ununterbrochen. Die Kapazität eines E-Akkus ist abhängig von der Anzahl, der im Stromspeicher von Elektroautos verbauten Module. Je größer die Reichweite oder Kraft vom Fahrzeug, desto mehr Module wurden im Stromspeicher eingebaut. In den meisten Fällen handelt es sich bei E-Akkus um Hochspannungsbatterien. Die in Smartphones eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus kommen auch in modernen E-Autos zum Einsatz. Die E-Batterien haben den Vorteil, dass sie nicht nur eine enorme Kapazität bieten, sondern auch kompakt sind. Bei einem Kleinwagen wiegen die flachen Batterien ca. 200 Kilogramm, anders sieht dies bei großen Automodellen, wie etwa einem Tesla Model S aus, bei denen das Gewicht auf bis zu 650 Kilogramm steigen kann.

Die Ladegeschwindigkeit einer E-Auto-Batterie!

Was ist bei der Ladezeit zu berücksichtigen? Hierbei gibt es einige Einflussfaktoren:

  • das Modell des E-Autos
  • die Kapazität der E-Auto-Batterie
  • Baujahr des Batterieaggregats
  • Ladezustand des Akkus
  • Umgebungstemperatur
  • belegte Ladesäule

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Je nach Marke können die Angaben der Ladezeit unterschiedlich ausfallen. Die im VW ID.3 eingebaute 77-kWh-Batterie hat eine Ladezeit von ca. 40 Minuten bei einer Ladeleistung von bis zu 125 kW, um voll zu sein. Der 50-kWh-Akku im Opel Corsa-e benötigt hingegen eineinhalb Stunden, um zu 80 Prozent aufgeladen zu sein. Für 80 Prozent benötigt der mit 800-Volt-Spannung konzipierte Porsche Taycan Turbo S sogar nur 22 Minuten. Tipp: Sollte wenig Zeit zum Laden vorhanden sein, kann man auch eine Ladesäule suchen, an der sich ein nahezu vollgeladenes E-Auto befindet, da der Strom zum Laden zwischen den jeweiligen Ladeplätzen aufgeteilt wird.

Kosten des Ladestroms bei öffentlichen Ladestationen

Damit an öffentlichen Ladestationen das E-Auto aufgeladen werden kann, muss im Vorfeld mit einem Stromunternehmen ein Vertrag abgeschlossen werden. Einige Autohersteller als auch Shell und der ADAC bieten Ladestromtarife an. Hier kann sich vor Vertragsabschluss ein Vergleich der Preise lohnen, pro kWh liegt der Preis in der Regel zwischen 0,30 und 1,25 Euro. Handelt es sich um ein kleines E-Auto, erhält man für 13 bis 15 Euro eine volle Akkuladung. Bei größeren Elektroautos liegt der Preis bei 27 bis 30 Euro. Es gibt auch Anbieter, welche nach Ladezeit abrechnen und einen Pauschaltarif anbieten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine Vielzahl von Ladestationen über keinen geeichten Zähler verfügen. Bei Schnellladesäulen (DC) existieren derzeit auch keine eichkonformen Ladezähler. Das kann jedoch auch von Nachteil sein: Sollten Sie nur eine geringe kWh Ladung benötigen, kann es in kürzester Zeit kostenintensiv werden, da die Abrechnung nach begonnener Stunde vorgenommen wird.

E-Batterie – Garantierte Lebensdauer von Herstellern

Jeder kennt das Problem vom Smartphone: Nach einem bestimmten Zeitraum verliert die Batterie ihre Leistung, sodass nichts anderes übrig bleibt, als sie zu ersetzen. Anders sieht das bei einer E-Batterie aus, da Elektroautos über ein hoch entwickeltes Batteriemanagement verfügen. Das verhindert, dass es zu einer Überhitzung oder Unterkühlung des E-Akkus kommt. Somit wird die Leistungsfähigkeit konstant aufrechterhalten. Allerdings hat das auch seine Grenzen. Die Rede ist von ca. 160.000 Kilometern oder acht Jahren. Das ist die maximale Garantiezeit, die derzeit vonseiten der Autobauer hinsichtlich der Lebensdauer von E-Batterien gegeben wird.

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Lexus ist der „Garantie-Sieger“. Mit einer Million Kilometern und zehn Jahren Akkugarantie wurde der neue UX300e konzipiert. Sämtliche Defekte einer E-Batterie, welche das E-Auto funktionsuntüchtig machen, werden mithilfe der Akkugarantie abgedeckt. Außerdem schützt sie vor übermäßigem Verschleiß. Vor dem Kauf kann es sich aber lohnen, genauer darauf zu achten, da die Hersteller das Thema unterschiedlich handhaben. Audi ist hierbei sehr transparent: Eine kostenfreie Mangelbeseitigung kann in Anspruch genommen werden, wenn der Restenergieinhalt des E-Akkus bei weniger als 70 Prozent vom Auslieferungszustand liegt.

Individueller Kostenfaktor bei einem Wechsel der E-Auto-Batterie

Gewöhnlich ist es nicht notwendig, bei einem Mangelfall den E-Akku komplett auszutauschen. Stattdessen ersetzen Hersteller nur einzelne Module, sodass die E-Batterie wieder in einen alltagstauglichen Zustand versetzt wird. Dies kann für den Gebrauchtwagenkäufer, bei dem die Garantiezeit vom E-Akku überschritten ist, aber auch für die Hersteller, von Vorteil sein. Hinzu kommt, dass es sich um eine nachhaltige Vorgehensweise handelt. Der genaue Kostenfaktor kann vonseiten der Hersteller nicht genannt werden, da erst eine individuelle Bedarfsanalyse durchgeführt werden muss, um den passenden Betrag für den Wechsel der E-Auto-Batterie nennen zu können. Die Kosten können je nach Kunde und abhängig von der Anzahl auszutauschender Module variieren. Dementsprechend fallen die Preise der Ersatzmodule abhängig von der Automarke unterschiedlich aus. Die Kosten bei einem E-Auto-Batterieaustausch liegen bei einem BMW i3 etwa bei 1.200 Euro. Höher fällt der Betrag bei einem VW ID.3 aus, da bis zu 1.400 Euro zu zahlen sind. Der Modultausch bei einem Renault Zoé kann unter anderem bis zu 2.600 Euro kosten. Die Kosten der Arbeitszeit und diverse Kleinteile sind noch nicht einberechnet.

Kann die Lebensdauer der E-Batterie verlängert werden?

Der ADAC spricht von einer „akzeptablen Lebensdauer der aktuellen E-Akkus“ und ist zufrieden mit den in Langzeitstudien erbrachten Ergebnissen. Dabei kommt die Frage auf: Wie kann man die größtmögliche Lebensdauer der E-Auto-Batterie erreichen? Die Kapazität einer E-Batterie geht laut vorliegender Daten nach einiger Zeit auf 70 bis zu 80 Prozent vom ursprünglichen Wert zurück. In welcher Zeit dieser Rückgang erfolgt, hängt von der Zahl der Ladezyklen, der Ladeart als auch der Fahrweise ab.

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  • Richtiges Laden der Elektroauto-Batterie: Moderne Lithium-Ionen-Akkus verkraften insgesamt ca. 3.000 Ladezyklen. Ein Ladestand zwischen 20 und 90 Prozent ist dabei für den E-Akku am schonendsten. Außerdem empfiehlt es sich zwischen langsamen Ladesäulen und Schnellladesäulen zu wechseln, womit die Lebensdauer der Batterie verlängert wird.
  • Vermeidung von Tiefenentladung: Lange Standzeiten mit vollem oder komplett leeren Akku gefährden nicht nur die Batterie, sondern auch dessen Garantie.
  • Lange Standzeiten: Sollte das Fahrzeug in nächster Zeit nicht bewegt werden, dann sollte das E-Auto mit einem Akkuladezustand zwischen 30 und 70 Prozent abgestellt werden.
  • Vermeidung von extremen Temperaturschwankungen: Am besten wird das E-Auto im Schatten oder in einer Garage geparkt. Diese Vorgehensweise wird vor allem in den heißen Sommermonaten empfohlen. Somit kann der E-Akku vor schädlichen Temperatureinflüssen ausreichend geschützt werden.

Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor gibt es bei einem E-Auto nur geringe Emissionsmengen, sodass sie „emissionsfrei“ genannt werden. Allerdings werden in diesem Zusammenhang die während der Stromherstellung freigesetzten Schadstoffe und CO₂-Emissionen außen vor gelassen. Des Weiteren benötigt die Produktion der für die E-Akkus wichtigen Batteriezellen Unmengen an Energie. Die damit verbundene CO₂-Bilanz übersteigt laut des Allgemeinen Deutschen Automobil-Club selbst Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Somit kommt der ADAC zu dem Schluss, dass der Nachteil der CO₂-Emission von Elektroautos erst ab einer Fahrleistung zwischen 50.000 und 100.000 km wieder ausgeglichen werden kann. Demzufolge wird ein E-Auto im Vergleich zu einem Verbrenner erst nach 9 Jahren zu einem umweltfreundlicheren Fahrzeug.

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