Montag , 19. Februar 2024
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Reifen ersetzen und tunen: Worauf muss ich achten? 

Lesezeit 3 Min.

Reifen ersetzen und tunen: Worauf muss ich achten? 

Theoretisch sind Tuning-Fans bei ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt, praktisch gibt es diese in Form der Vorschriften des Gesetzgebers aber natürlich dennoch. Während man zwar alle Teile eines Fahrzeugs tunen kann, verdient sich im Regelfall der untere Teil des Pkws besondere Beachtung – und damit auch Felgen, Reifen und Unterbau.

Auf die Idee muss eine objektive Prüfung folgen

Ideen zum Tunen gibt es reichlich, aber bei jeder Idee ist zunächst einmal zu prüfen, ob das praktisch überhaupt umsetzbar ist und das Fahrzeug danach auch noch in den öffentlichen Straßenverkehr darf. Für viele Tuning-Maßnahmen ist ein Gutachten daher unersetzlich, abgenommen wird das Fahrzeug beispielsweise durch den TÜV und vergleichbare Unternehmen mit Zertifizierung, wie die DEKRA. Mit dem Gutachten geht es dann zur Zulassungsbehörde, wo auch die offizielle Eintragung aller Veränderungen erfolgt. Erst dann darf das Auto wieder auf die Straße rollen, ohne empfindliche Strafen zu riskieren.

Reifen ersetzen und tunen: Worauf muss ich achten? 

Reifen und Felgen sind gute Möglichkeiten, um sowohl die Optik als auch, zumindest in Teilen, das Fahrverhalten zu beeinflussen. Aus offensichtlichem Grund ist dabei zunächst zu berücksichtigen, was eigentlich für Reifen gesucht werden: Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen? Wer sein getuntes Fahrzeug lediglich im Sommer ausfährt oder damit Tuning-Fan-Treffen besucht, der kommt mitunter auch nur mit einem Satz Sommerreifen zurecht, alle anderen sollten getrennte Sätze haben oder direkt auf Ganzjahresreifen setzen.

Zudem sind bei der Auswahl die Reifendimensionen und der Geschwindigkeitsindex zu berücksichtigen. Typischerweise achten Tuning-Fans zudem weniger auf den Preis und mehr auf die Qualität – Reifensätze von renommierten Herstellern, insbesondere solchen die eng in der Tuning-Szene verwurzelt sind, werden also häufig bevorzugt.

Tuning-Abnahmebedingungen frühzeitig bedenken

Der TÜV SÜD informiert über grundlegende Vorgaben, die speziell ein getuntes Fahrzeug einhalten muss. Das sind unter anderem Mindesthöhen und Vorgaben zur Bodenfreiheit, auch die Freigängigkeit der Reifen ist unumgänglich. Zum Schutz der eigenen Sicherheit empfiehlt es sich derartige Tuning-Maßnahmen vom Fachmann umsetzen zu lassen. Während sich der Pkw in guten Händen befindet und entsprechend den eigenen Vorstellungen umgebaut wird, können Fahrzeughalter einen Werkstattersatzwagen beziehen und fahren. Das hat zwei Vorteile: Die uneingeschränkte Mobilität ist weiterhin gewährleistet, außerdem lastet dann auf dem Fachmann, der die Tuning-Maßnahmen umsetzt, kein unnötiger Zeitdruck.

Reifen ersetzen und tunen: Worauf muss ich achten? 

Was droht bei getunten Fahrzeugen ohne Zulassung?

Wer im Straßenverkehr mit seinem Tuning-Fahrzeug angehalten wird, die nötigen Zulassungen dafür aber nicht hat, verliert schlimmstenfalls seinen Führerschein. Des Weiteren werden solche Verstöße mit bis zu drei Punkten in Flensburg und potenziell hohen Geldstrafen geahndet. Nicht zuletzt riskieren DIY-Tuner, die noch dazu keine Zulassung haben, sowohl die eigene Sicherheit als auch die aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Wer sein Fahrzeug so auf Vordermann bringen möchte, sollte also die gesetzlichen Rahmenbedingungen einhalten, qualitativ hochwertige Produkte wählen, die notwendigen Prüfungen durchlaufen und zudem die Arbeit vom Profi umsetzen lassen. Außerdem ist zu bedenken, dass in Deutschland bei Reifen und Felgen weitaus striktere Vorschriften gelten. Spike-Felgen, wie beispielsweise diese, sieht man mitunter häufig in Las Vegas, aber garantiert nicht gesetzeskonform auf deutschen Straßen.

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Über Thomas Wachsmuth

Thomas Wachsmuth - Seit 2013 ist er ein integraler Bestandteil von tuningblog.eu. Seine Leidenschaft für Autos ist so intensiv, dass er jeden verfügbaren Cent darin investiert. Während er von einem BMW E31 850CSI und einem Hennessey 6x6 Ford F-150 träumt, fährt er aktuell einen eher unauffälligen BMW 540i (G31/LCI). Seine Sammlung an Büchern, Heften und Prospekten zum Thema Autotuning hat mittlerweile solche Ausmaße erreicht, dass er selbst zu einem wandelnden Nachschlagewerk der Tuningszene geworden ist.  Mehr über Thomas

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