Achsmanschette / Antriebswellenmanschette defekt: die Infos!

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Welche Symptome löst eine defekte Achsmanschette/ Antriebswellenmanschette aus? Was kostet die Reparatur / der Wechsel? Welche generellen Kosten fallen an? Die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst. Die Achsmanschette/die Antriebswellenmanschette sind zwei unterschiedliche Bezeichnungen für das gleiche Teil. Es handelt sich um Faltenbalge, welche zum Schutz der Antriebswellengelenke dienen. Aktuell werden sie aus TEEE/Thermoplast produziert. Jede angetrieben Ache hat vier Achsmanschetten. Auf jeder Seite zwei Stück, innen sitzend am Getriebe und außen eine am Rad. Achsmanschetten sind hoch belastet, da sie mit der Antriebswelle rotieren. Dabei müssen sie den Bewegungen der Gelenke folgen und sie müssen mit schwankenden Temperaturen klarkommen. Die Achsmanschette hat zwei wichtige Aufgaben. Sie schützt zum einen die Antriebswellengelenke vor Schmutz und Chemikalien und die Umwelt vor austretendem Fett.

Symptome/Anzeichen für einen Defekt der Achsmanschette?

Achsmanschette Defekt Austausch Ursachen Geraeusche

  • An der äußeren Manschette können Risse erkennbar sein.
  • Aus den Manschetten kommt Fett. Es kann beim Radwechsel auffallen oder sich am Radkasten oder der Felge sammeln.
  • Bei bestimmten Geschwindigkeiten ist ein Schlagen im Lenkrad auf ebener Strecke spürbar.
  • Beim Fahren sind knarzende oder knackende Geräusche zu hören.
  • Rattern beim Losfahren mit eingeschlagenem Lenkrad.

Wenn überprüft werden soll, ob eine Manschette gerissen oder undicht ist, muss das Rad demontiert werden. Dann ist zu sehen, ob Fett ausgetreten ist. Ist Fett ausgetreten, ist es wahrscheinlich, dass die Manschette gerissen ist und ausgetauscht werden muss. Soll die innere Manschette (getriebeseitig) überprüft werden, wird eine Hebebühne benötigt.

Kann das Fahrzeug noch mit einer defekten Achsmanschette gefahren werden?

Das Auto fährt zunächst weiter, sollte aber nicht dauerhaft so genutzt werden. Ein zeitnaher Besuch in der Werkstatt ist wichtig. Bei Fahrten mit defekter Manschette geht Fett verloren. Außerdem ist das Antriebswellengelenk nicht mehr vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt. Dadurch kann die Antriebswelle schneller als gedacht verschleißen. Im schlechtesten Fall ist eine neue Achsmanschette dann nicht mehr ausreichend. Dann benötigt das Fahrzeug vielleicht noch eine neue Antriebswelle oder ein neues Antriebswellengelenk, was mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist. Zudem besteht die Gefahr, dass das Fett durch die Risse dringt und auf die Bremsscheibe geschleudert wird. Eine fettige Bremsscheibe hat eine eingeschränkte Bremswirkung zur Folge, was ein Sicherheitsrisiko ist.

Mit einer verschlissenen Achsmanschette zur Hauptuntersuchung?

Grundsätzlich sollten bekannte Mängel vor der Hauptuntersuchung behoben werden. War der Defekt an der Achsmanschette noch nicht bekannt, kommt es darauf an, wie weit er fortgeschritten ist. Ist sie etwas porös, liegt ein geringfügiger Mangel vor und der Wagen besteht die HU. Ist der Defekt weiter fortgeschritten, besteht das Fahrzeug die HU nicht, denn das austretende Fett schadet der Umwelt.

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Wird die Achsmanschette gewechselt oder repariert?

Es ist theoretisch möglich, die Manschette zu flicken und die Risse zu schleißen. Da die Manschette aber ein stark belastetes Teil ist, würde eine Reparatur nicht lang halten. Daher lieber austauschen. Lediglich nachfetten reicht auch nicht, denn das löst das Problem nicht. Meistens wird die Antriebswelle vorher innen am Getriebe gelöst und komplett ausgebaut. Dann kann das Gelenk außerhalb vom Fahrzeug demontiert, gereinigt und auf weitere Schäden überprüft werden. Die Manschette wird gewechselt und alles neu eingefettet. Dann kann die Antriebswelle wieder montiert werden. Theoretisch kann der Wechsel der Achsmanschette aber auch bei montierter Antriebswelle erfolgen.

Universal-Achsmanschetten ersparen Arbeit!

Mit Universal-Achsmanschetten ist der Wechsel wesentlich leichter. Diese Manschetten sind besonders elastisch und können mit Spezialwerkzeug kinderleicht über das montierte Gelenk gezogen werden. Auf diese Weise wird ein großer Teil der Arbeit gespart. Hier gibt es allerdings einen Nachteil, bereits entstandene Schäden durch Schmutz können nämlich leicht übersehen werden.

Was kostet der Wechsel der Achsmanschette?

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Ist eine Achsmanschette beschädigt, sollten die anderen Manschetten ebenfalls überprüft werden, schließlich hatten sie ein ähnliches Leben, sind oft gleich alt und können deshalb im gleichen Zustand sein. In diesem Fall könnte es sinnvoll sein, gleich mehrere Manschetten auszutauschen. Es wird unterschieden zwischen der getriebeseitigen Manschette im Inneren und der äußeren Manschette. Die Kosten richten sich danach, welche Manschette defekt ist und wie hoch der Montageaufwand ist. Eine neue Achsmanschette kostet zwischen 10,- und 80,- Euro. Hier spielen das Fahrzeugmodell und der Hersteller des Ersatzteiles eine Rolle. Hersteller wie Bilstein, Febi, SKF, Spidan oder Triscan haben Achsmanschetten in ihrem Sortiment. Der Wechsel selbst dauert zwischen einer und drei Stunden. Hier ist es abhängig davon, welche Bauteile demontiert werden müssen, um die Antriebswelle demontieren zu können. Wenn die Werkstatt 100,- Euro Stundenlohn nimmt, fallen für die Arbeitszeit zwischen 100,- und 300,- Euro an. Bei dieser Berechnung kommt man auf einen Gesamtbetrag von 110,- bis 380,- Euro.

Welche Aufgabe haben die Achsmanschetten?

Ihre wichtigste Aufgabe ist es, die Gelenke der Antriebswellen zu schützen. Dabei müssen die Achsmanschetten folgendes leisten:

  • Sie müssen robust sein und Schmutz, Chemikalien wie Streusalz, unterschiedlichen Temperaturen und dem Alter zu trotzen.
  • Sie müssen die Bewegung des Gelenkes, wie beugen und verschieben, ausgleichen.
  • Sie dichten das Gelenk ab, damit das Fett nicht austritt und die Schmierung dauerhaft erhalten bleibt. Damit wird gleichzeitig die Umwelt geschützt vor dem Fett.

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