Mittwoch , 3. März 2021

Leichtkraftfahrzeuge / Mopedautos: Risiken und Vorteile!

Lesezeit ca. 6 Minuten

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Verglichen mit klassischen Autos sind Leichtkraftfahrzeuge deutlich kleiner und leichter. Für die Autos wird nicht unbedingt TÜV benötigt und auch der Pkw-Führerschein ist nicht zwingend erforderlich. Der Unterhalt ist zwar günstiger, doch es sind auch hohe Sicherheitsrisiken vorhanden! Viele glauben, dass es in Deutschland kein Auto gibt, das steuerfrei gefahren werden kann, das nie zum TÜV muss und wofür nicht zwingend der Pkw-Führerschein benötigt wird. Diese Autos gibt es aber und auch Jugendliche mit dem Mopedführerschein Klasse AM können diese fahren. Es hat allerdings seine Gründe, warum die Autos auf den Straßen selten angetroffen werden.

Was genau sind Leichtfahrzeuge?

Die kleinen Fahrzeuge werden auch als Mopedautos bezeichnet und sie fahren maximal 45 Kilometer pro Stunde schnell. Es ist nur ein kleines Versicherungskennzeichen angebracht und ab 16 Jahren darf man mit dem Mopedführerschein die Autos bewegen. Und im Rahmen von einem Pilotprojekt geht das in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen bereits ab dem Alter von 15 Jahren. Teenager gehören zu der Zielgruppe der Light-Version, denn die mobile Freiheit kann schließlich kaum abgewartet werden. Die Fahrzeuge sind allerdings auch für behinderte interessant, welche nicht den normalen Pkw-Führerschein haben oder für ältere Umsteiger.

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Weil die Fahrzeuge klein sind, eignen sie sich für Städte, in denen Parkplatznot herrscht. Und der Transport von Einkäufen ist auch besser damit möglich, als mit einem Mofa, Moped oder Fahrrad. Im Auto ist jeder vor Kälte und Regen geschützt und die Fahrzeuge haben sogar je nach Modell eine Klimaanlage, Navi oder ein Autoradio mit Festplatte und Freisprecheinrichtung. Aufgrund der 45 km/h Höchstgeschwindigkeit dürfen die Autos aber nicht auf die Schnellstraße oder Autobahn. Doch sonst können die Mopedautos bewegt werden, wo auch normale Autos fahren.

hoher Kaufpreis aber günstiger Unterhalt

Viele der Modelle benötigen pro 100 Kilometer nur knapp drei Liter Sprit und deshalb sind die Unterhaltskosten gering. Und es entfallen die regelmäßigen Hauptuntersuchungen und Steuern. Und auch Elektro-Varianten gibt es schon, welche zu Hause an die Steckdose gestöpselt werden können. Selbst Kleintransporter und Pickup-Varianten kann man kaufen. Deutlich häufiger werden die Mopedautos übrigens in südeuropäischen Ländern gefahren. Bekannte Marken sind aus Italien Casalini und aus Frankreich JDM, Microcar, Ligier und Aixam.

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Die teils schnittig gestylten Modelle sehen aus wie ein erwachsener Kleinwagen und auf den ersten Blick ist ein Smart ForTwo weder größer noch wertiger. Aber eben nur auf den ersten Blick! In Deutschland stellen die kleinen Autos noch immer Exoten dar. Pro Jahr werden laut Branchenschätzungen nur etwa 1.000 bis 2.000 neue Leichtfahrzeuge angemeldet. Da die Autos keine richtige Zulassung benötigen, gibt es nur wenig konkrete Zahlen. Die Frage ist natürlich, warum das Auto light bei den vielen Vorteilen nicht gefragt ist? Zunächst muss der Anschaffungspreis genannt werden, denn die Autos gibt es neu erst ab etwa 8.000 Euro. Dafür gibt es auch bereits richtige Autos. Sogar 15.000 Euro und mehr kann man bezahlen. Ein aktueller Ligier JS 60L Chic DCI (Modell 2021) kostet unglaubliche 18.000 Euro. Dafür gibt es einen VW T-Cross, einen Skoda Kamiq oder einen Hyundai i30. Für Jugendliche sind die Autos als Alternative zum Moped deshalb meist nur als Gebrauchte erschwinglich. Und die gibt es kaum!

Die Sicherheit sollte beachtet werden

Und auch die Sicherheit ist ein Problem. Verkehrsteilnehmer rechnen nicht damit, dass die Fahrzeuge so langsam sind, da sie teils wie vollwertige Autos aussehen. Gefährliche Situationen können dadurch entstehen und dies besonders auf der Landstraße. Die Mopedautos sind mit 45 Km/h schließlich ein richtiges Verkehrshindernis wie ein Traktor. Gefährliche Auffahrunfälle oder aber Überholmanöver werden dadurch provoziert. Und die Leichtautos sind gerade für die Insassen gefährlich, denn auch wenn die Karosserien jeglichen Wetterschutz bieten, so sind sie kaum crashsicher. Diverse Crash-Versuche nach Euro NCAP Norm zeigten teils dramatische Verletzungen bei Unfällen. Verglichen zu modernen kleinen Pkws ist das Sicherheitsniveau der Leichtfahrzeuge deutlich schlechter. Crashtests sind für die Hersteller leider nicht verpflichtend und so können die Autos ohne solche Checks auf den Markt gebracht werden.

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Die Sicherheit im Vergleich zu dem normalen Pkw

Der ADAC hat vor einigen Jahren bei allen getesteten Modellen ein hohes Verletzungsrisiko festgestellt. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich bei der Unfallforschung diverser Versicherer. Das Sicherheitsniveau ist deutlich unter dem der normalen kleinen Pkws. Grob kann das Niveau mit dem von Motorrädern verglichen werden. Bei einer Kaufentscheidung sollten das Käufer und Fahrer berücksichtigen. Verglichen zum Moped gibt es beim Leichtfahrzeug allerdings etwas Knautschzone und man ist damit auch besser sichtbar. Die anderen Verkehrsteilnehmer nehmen die Fahrzeuge allerdings oft nicht als Leichtfahrzeuge wahr. Es wird mit Geschwindigkeiten von normalen Pkws gerechnet und im Vergleich zum Mopedfahrer wird auch meist weniger Rücksicht genommen. Ein gefährlicher Mix!

Die Fahrfreude leidet auch extrem!

Fahranfänger können oft aufgrund von Unerfahrenheit brenzlige Situationen heraufbeschwören und sollten deshalb besser geschützt sein. Doch beim Thema Sicherheit gibt es leider viele Unterschiede je nach Hersteller. Manche bieten Standards, welche bei normalen Kleinwagen vorhanden sind, und dazu gehören Alu-Chassis, Airbags und ABS. Dies ist aber leider nicht bei allen Fahrzeugen der Fall. Jeder muss für sich entscheiden, ob die Abstriche bei der Sicherheit in Kauf genommen werden und ob eine Person auch ohne Pkw-Führerschein mobil sein möchte. Jeder muss überlegen, ob 45 km/h als Höchstgeschwindigkeit beim aktuellen Straßenverkehr wirklich sinnvoll sind.

besser einen Ellenator kaufen

Soll es unbedingt ein Fahrzeug sein, dass ohne Pkw-Führerschein gefahren werden darf, dann gibt es noch die Alternative der sogenannten Ellenator Fahrzeuge. Das sind normale Kleinwagen wie ein Fiat 500, ein VW Polo oder ein Seat Ibiza, die speziell umgebaut und ebenfalls auf 45 Kilometer pro Stunde gedrosselt sind. Je nach Führerschein gibt es allerdings auch andere Limitierungen der Höchstgeschwindigkeit. Solche Fahrzeuge haben den Vorteil ein vollwertiger Kleinwagen mit kompletter Ausstattung zu sein, der allerdings dennoch als Verkehrshindernis im Straßenverkehr angesehen werden kann. Aber zumindest eines im Format von einem echten Kleinwagen. Mehr zu den Ellenator Fahrzeugen gibt es in unserem Beitrag „Ellenator Fahrzeuge – Alles Wissenswerte für den Umbau!„.

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Wir hoffen, dass Euch unser Infobericht zum Thema/Begriff Leichtfahrzeuge (weitere Bezeichnungen/Stichworte sind: Mopedautos, Miniauto, Leichtkraftfahrzeug, Leicht-Kfz, Leicht-Auto, Mikrocar, Mini-Car, Leichtmobile) aus der Rubrik Autotuning gefallen hat. Unser Ziel ist es, dass größte deutschsprachige Tuning Lexikon (Tuning-Wikipedia) zu erstellen und Tuning Fachbegriffe von A bis Z leicht und verständlich zu erklären. Nahezu täglich erweitern wir deshalb dieses Lexikon und wie weit wir schon sind, kann man HIER sehen. Und schon bald wird der nächste Tuning Szene Begriff von uns näher beleuchtet. Es gibt ein Thema, dass nicht in unserer Wikipedia zu finden ist? Dann schickt uns eine E-Mail an kontakt@tuningblog.eu und nennt uns den Begriff. Wir werden zeitnah einen passenden Beitrag verfassen. PS. Über neue Themen werdet Ihr übrigens informiert, wenn Ihr unseren Feed abonniert.

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