BMW F22 Coupé als M2 50d mit N57-Triturbo-Dieseltriebwerk!

Schon mal etwas von einem M2 50d gehört? Wenn nicht, dann lohnt es sich für alle M-Fans, einen Blick auf das mittlerweile nicht mehr wieder zu erkennende Kompaktklasse-Sportcoupé von Gary Martin zu werfen. Doch wer ist eigentlich Gary Martin? Gary Martin selbst kommt aus Südafrika und betreibt dort seit 2016 eine eigene Tuningwerkstatt, die auf den Namen Grease Monkey Motor Garage hört. Dort sollte letztlich auch sein Vorhaben realisiert werden, sein unauffälliges 2er-Coupe (F22 220d M Sport, 190 PS, 2-Liter Reihenvierzylinder), in einen Rennwagen mit N57-Triturbo-Diesel zu verwandeln. Über das Fahrzeug hatten wir schon einmal kurz im Jahr 2021 berichtet. Wie man in den folgenden Abschnitten erkennen wird, ist vom eigentlichen Fahrzeug nicht mehr viel übrig, sowohl unter der Haube, als auch im Hinblick auf das Interieur und die Außenausstattung.

Einem M2 wird die Optik gerecht!

Ein F22 220d M Sport, mit einem 2-Liter-Reihenvierzylinder und 190 Pferdestärken, dürfte manch einem BMW-Liebhaber bereits völlig ausreichen. Nicht jedoch so Gary Martin, der sich im Laufe der Zeit immer wieder fragte, wie wohl die Kombination aus einem starken Dieselmotor und dem M2 F22 aussehen würde. Als er letztlich einen passenden Motor fand, sowie eine originale M2-Frontschürze und einen Kotflügel, stand für ihn fest, dass er seine Idee in der Realität umsetzen möchte. Allerdings hat sich Gary Martin nicht einfach alles zusammengekauft für sein mutiges Projekt, sondern hat an vielen Stellen auch selbst Hand angelegt.

im Video noch mit „nur“ 580 PS

So hat er etwa das Heck und die Seitenteile einfach selbst hergestellt, um eine authentische M2-Optik zu generieren. Freiwillig war das jedoch nicht unbedingt, da er im Vorfeld einfach keine passenden Originalteile auf dem Markt fand. Das Sportcoupé wurde im weiteren Verlauf mit einer neuen Heckklappe, Motorhaube, Front- und Heckspoiler ausgestattet, die allesamt aus Carbon bestehen. Hierfür bediente sich Gary dem Aftermarket. Im Hinblick auf eine neue Lackierung entschied sich Gary übrigens für die Farbe Daytona Gray. Schlussendlich durfte natürlich auch die passende Beleuchtung nicht fehlen, sodass das nun kaum wiederzuerkennende Sportcoupé mit adaptiven LED-Front- und Rückleuchten ausgestattet ist.

Satte 610 PS & 1.070 Nm unter der Haube!

Kommen wir jetzt zu den wohl wichtigsten Veränderungen, und zwar denen, die unter der Haube stattfanden. Der neue Motor ist ein 3-Liter-Reihensechszylinder, mit drei Turboladern und bringt ohne weitere Anpassungen schon 381 PS (750 Nm) auf den Prüfstand. Es handelte sich dabei um einen Motor aus einem X6 M50d und betrachtet man hier die Serienleistung, so würde das eigentlich einem M2 bereits locker gerecht werden. Doch wer Gary kennt, der weiß, dass das für ihn längst nicht genug war.

Tatsächlich war es gar nicht so einfach, den Motor überhaupt im Bug unterzubekommen, sodass hier von Gary ordentlich nachgeholfen werden musste, u.A. mit einem individuell angefertigten Kühlsystem. Durch verschiedene Upgrades im Hinblick auf die Performance bringt der Motor in seinem Costum-Car mittlerweile 610 PS & 1.070 Newtonmeter Drehmoment aufs Papier, bei 3,2 Bar Ladedruck. Zustande kam das durch Erweiterungen wie einer neuen Motorsteuersoftware, einer Lachgaseinspritzung-Einspritzung, einer Wasser-Methanol-Einspritzung und einem Ladeluftkühler. Auch die Abgase durften sich natürlich über neue Komponenten erfreuen, aus denen sie ins Freie gelangen. Verbaut sind vier Akrapovic-Endrohre und eine Straight-Pipe-Abgasanlage.

Powerflex-Buchsen, M2-Bremsanlagen und 20 Zoll Felgen!

Da sich die Power zu diesem Zeitpunkt schon mehr als verdreifacht hatte, durften auch weitere Upgrades nicht fehlen, wie ein automatisches Achtgang-Getriebe. Für das Hinterachsdifferenzial entschied sich Gary für das aus einem F30 330d. Hingegen zog er einen F10 M5 heran, um die Vorderachse mit einer neuen Bremsanlage auszustatten. An der Hinterachse verbaute er eine M2-Bremsanlage. Des Weiteren gab es für das Fahrzeug Gewindefederbeine von BC-Racing und passende Powerflex-Buchsen, sowie 8,5×20 und 10×20 Zoll schwarze Hochglanz-Felgen vom Typ Asanti Athena.

Die Innenausstattung!

Da Gary Martin selbst häufig auf Rennstrecken unterwegs ist, wurde auch im Interieur alles auf Motorsport getrimmt. So wurde das Innenleben kurzerhand mit Schalensitzen, Überrollbügel und Hosenträgergurten ausgestattet, die in Garys Falle alles andere als Show sind. Den letzten Feinschliff verpasste Gary dem Interieur durch ein BMW M-Lenkrad, vollständig digitale Armaturen sowie durch einen NX-Touchscreen und ein anderes iDrive-System. Wiederzuerkennen ist das einst so anständige und schlichte Sportcoupé längst nicht mehr, was allerdings auch gut so ist, denn es bedeutet, dass Gary Martins Projekt ein voller Erfolg war! Sollten wir noch mehr Infos erhalten, gibt es natürlich ein Update für diesen Bericht. Darüber werdet ihr informiert, wenn ihr einfach unseren Feed abonniert. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder und bleibt uns treu!

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Bildnachweis: Stefan Kotze
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geschrieben von
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