Mittwoch , 4. August 2021
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Tuning Klassiker: Smart Roadster Brabus V6 Biturbo!

Lesezeit ca. 4 Minuten

Smart Roadster Brabus V6 Biturbo Limited 5 Tuning Klassiker: Smart Roadster Brabus V6 Biturbo!

Bildnachweis: Brabus

Kürzlich erst hat Brabus den brandneuen 92R Smart EQ vorgestellt. Das ist ein komplett elektrischer City-Flitzer. Willkommen in der Gegenwart! Doch vor über 20 Jahren, da war die Welt noch in Ordnung. Denn da überlegte der Bottroper Tuner einen mächtigen V6 in den Smart zu stopfen. Ok, nicht in den ForTwo, aber in den Roadster. Doch, zuerst ein paar Infos zum Serienfahrzeug. Auf der IAA 1999 zeigte Smart ein Konzeptfahrzeug. Größtmöglicher Fahrspaß bei gleichzeitig kompakten Abmessungen sollten die Kriterien für den Ausbau des Modellprogramms sein. Die Idee wurde schnell weiter entwickelt und auf dem Pariser Autosalon wurde eine zweite Karosserievariante, das Roadster Coupe, mit verglaster Heckpartie, vorgestellt. Mit einem auf 189 Liter vergrößerten Kofferraum, war die Konzeptstudie ein Stück weit alltagstauglicher als der kleine Bruder. Im April 2003 gingen beide Versionen dann in die Serienproduktion. Die Verkaufszahlen blieben aber zurück, was unter anderem am hohen Preis und der geringen Motorleistung lag.

ein Erfolg war der Roadster nie

Smart Roadster Brabus V6 Biturbo Limited 6 Tuning Klassiker: Smart Roadster Brabus V6 Biturbo!

Auch das automatisierte, sequenzielle Sechsgang-Getriebe mit der bekannten GedenkVIERTELSTUNDE trug nicht gerade zum Verkaufserfolg bei. Alles in allem entsprach das Fahrzeug einfach nicht den Vorstellungen sportlicher Fahrer. Streng genommen handelte es sich beim Smart Roadster eher um einen Targa als um einen echten Roadster, da sich nur das kleine Dachteil direkt oberhalb der beiden Insassen öffnen ließ. Vielen fehlte aber das richtige Open-Air-Gefühl. Und auch die „zivile“ Brabus Variante mit Leistungssteigerung, größeren Rädern und neuen Auspuffendrohren konnte die geringen Verkaufszahlen nicht ändern. Grund dafür war vor allem der Grundpreis von 24.950 EUR beim Smart Brabus Roadster und 26.570 EUR beim Smart Brabus Roadster-Coupe. Die Basisversion stieg mit winzigen 61 PS bei 14.990 EUR ein. Bereits Ende 2005 kam es, wie es kommen musste, der Vorstand beschloss die Produktionseinstellung. Bis zu diesem Punkt waren 43.091 Exemplare gebaut, von denen allerdings 11.000 Stück noch nicht verkauft waren. Mit Herausbringen von verschiedenen Sondermodellen, auch in Kooperation mit Brabus, verkaufte Smart die Fahrzeuge nach und nach ab.

Zehn wahre „Secret Classics“

Bereits bei der Markteinführung arbeitete Smart mit der Motorenentwicklung von Mercedes-Benz und dem Tuner Brabus zusammen. Aus zwei Dreizylindermotoren von Smart entstand ein V6-Triebwerk mit 1.396 Kubikzentimetern Hubraum. Mit je einem Turbolader pro Zylinderbank stieg die Motorleistung auf 125 kW / 170 PS und 220 Nm Drehmoment. Außerdem wurde ein nachträglich automatisiertes, auf fünf Gänge limitiertes, Sechsgang-Schaltgetriebe aus dem Smart ForFour CDI eingebaut, womit die Fahrzeuge nach 5,8 Sekunden Tempo 100 erreichten.

Umbau des Serienmodells

Um das deutlich größere Triebwerk im Heck unterzubringen, musste die Heckpartie unterhalb der Karosserie und die Radaufhängung komplett umgebaut werden. Der 50 Liter fassende Benzintank aus dem Motorsportzubehör wurde unter die vordere Haube verlagert. Um die Mehrleistung auch sicher abbremsen zu können, wurden auch an der Hinterachse Scheibenbremsen verbaut. Um Platz und Gewicht zu sparen, wurde auf Servolenkung, ESP und Traktionskontrolle sowie eine Klimaanlage verzichtet, das ABS blieb weiterhin an Bord. Alle zehn Prototypen des Smart Roadster Brabus V6 Biturbo wurden im Ferrari Farbton „Rosso Corsa“ lackiert. In den hinteren Seitenscheiben wurden Luftauslässe integriert und mit zusätzlichen Aeroflics vorn und einem geänderten Spoiler am Heck wurde für ausreichend Abtrieb gesorgt.

Smart Roadster Brabus V6 Biturbo Limited 1 Tuning Klassiker: Smart Roadster Brabus V6 Biturbo!

Drei von Zehn Autos sind noch übrig

Im Innenraum fanden sich mit schwarzem Rautenleder bezogene Sportsitze. Für Akzente sorgten rote Nähte und in Wagenfarbe lackierte Elemente. Um Cockpit und Motorraum voneinander abzutrennen, zog Brabus eine Carbon-Schottwand mit Scheibe ein. Kurz nach der Weltpremiere im Rahmen des „100 Jahre Solitude-Rennens“ wurden die Prototypen von einigen Automagazinen für Fahrberichte benutzt, danach verschwanden sie in der Versenkung. Da der Wartungsaufwand enorm war – für einen Ölwechsel musste der komplette Motor ausgebaut werden – wurde der Bestand auf drei Fahrzeuge verringert. Eins steht jetzt bei Brabus und zwei in der Mercedes-Benz Werkssammlung. Keiner der Prototypen ging an eine Privatperson, der Grund dürfte wohl der geschätzte Preis von 330.000 EUR gewesen sein.

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