Wenn verrückt nicht reicht: Bosozoku Style Tuning aus Japan

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Bosozoku Tuning Bōsōzoku Begriff

Wenn du der Meinung bist, dass dein Fahrzeug durch einen Umbau sehr krass aussieht, dann hast du noch nicht von Bosozoku Style Tuning (Bōsōzoku) aus Japan gehört, denn dieses Tuning kann in Sachen Brutalität nicht getoppt werden.

Was ist Bosozoku Style Tuning aus Japan

Bosozoku Tuning Bōsōzoku Begriff 2

Bosozoku ist japanisch und bedeutet wortwörtlich „brutal laufender Stamm“. Das sagt bereits alles über das Bosozoku Style Tuning aus Japan; das Ziel jener ist Fahrzeuge zu tunen und im Straßenverkehr „brutal“ unterwegs zu sein. Bosozoku wurden ursprünglich Motorrad-Clubs in Japan genannt.

Die Entstehung des Bosozoku Style Tunings aus Japan

Bosozoku Tuning Bōsōzoku Begriff 3

In den 80er-Jahren trat die Entstehung von Bosozoku -Gangs verstärkt ein. Ihr Kennzeichen waren die Angriffsuniformen (Tokku-fuku), welche an die Kamikaze-Piloten angelehnt und mit Kanji-Schriftzeichen bestückt waren. Als die Gangs mit der Zeit aufgelöst wurden, blieb eine Subkultur, nämlich des Bosozoku Style Tunings mit einer Verschiebung auf das Tunen von Autos, bestehen. Die Tourenrennwagen der Gruppe 5 Rennserie aus Japan sind die Vorbilder für das Bosozoku Style Tuning.

Das Bosozoku Style Tunings aus Japan heute

Bosozoku Tuning Bōsōzoku Begriff 4

Inspiriert von den Tourenrennwagen wurden Spoiler, Front- und Heckstoßstange übernommen und „etwas“ verlängert. Die Beschreibung „etwas“ ist gut, denn man könnte auf den verlängerten Spoilern quasi gemütlich stehen oder teilweise sogar ein Sonnenbad nehmen. Aber bei dem Bosozoku Style Tunings aus Japan geht es gar nicht um Funktion, sondern einfach nur um die Optik. Sind euch die übermäßig langen Auspuffrohre schon aufgefallen? Wofür die wohl gut sind? Die langen Rohre machen mächtigen Krach, mehr aber auch nicht. Es erklärt sich von selbst, dass sämtliche schalldämpfenden Elemente aus den Rohren entfernt wurden, so dass der Motorsound unverfälscht zu hören ist.

Fahrstil

Bosozoku Tuning Begriff 7

Nicht nur die Optik der Autos ist brutal; die Bosozoku führen bei Ihren gemeinsamen Ausfahrten oftmals gefährliche Manöver durch. Ein Beispiel hierfür sind wilde Spurwechsel oder das Missachten von roten Ampeln. Des Weiteren gehört das shinai boso zu den gefährlichen Fahrmanövern. Es ist das bewusste Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Hierbei geht es aber nicht darum, wer der schnellste ist, sondern eher um den Nervenkick. Das führende Fahrzeug einer Kolonne ist mit dem sentosha bemannt; dies ist der verantwortliche Leiter der Aktion.

Es gilt die Regel, dass niemand ihn überholen darf. Andere Fahrzeuge dienen dazu, die Fahrzeuge von der Seite und bzw. oder von hinten zu sichern. Bosozoku fahren aber auch Rennen, jedoch wird von manchen Gruppen nur das brutale Fahren bevorzugt. Bei den Fahrten werden Geschwindigkeiten von fünf bis zehn Meilen pro Stunde gefahren, japanische Fahnen geschwenkt und obszöne Wörter und Sprüche lautstark gebrüllt. Es kam aber auch schon vor, dass die Gruppen brutaler wurden und beispielsweise mit Molotow-Cocktails warfen oder Speere sowie Schwerter mit sich geführt haben.

Bosozoku Style Tuning aus Japan

Innerhalb der Bosozoku-Subkultur gibt es aber noch diverse Sub-Subkulturen wie den Shakotan-Stil, den Yankii-Stil, den Kyusha-Stil oder den Garuchan-Stil (Grachan). Die wörtliche Übersetzung von Shakotan ist „niedriges Auto“ und das bezieht sich im Allgemeinen auf extrem tiefergelegte Fahrzeug mit breiten, stark versetzten Rädern und gezogenen Reifen.

  • Der Yankii- Stil ist im Grunde derselbe wie Shakotan, außer dass er mehr vom Rennsport inspiriert ist; also breite Rennfelgen, Widebody-Kit, fette Flügel usw. Der Begriff „ Yankii “ stammt von Yankee – der Begriff für Leute, die der Straßenmode der 1970er und 80er Jahre mit bunten Aloha-Hemden gefolgt sind, gefolgt von Gangstern.
  • Kyusha bedeutet wörtlich „Japanese Old Classic Car“, was in den USA meist Muscle- und Pony-Cars entspricht. Diese Fahrzeuge werden durch passendes Tuning mit dezenten Kotflügelverbreiterungen, Ducktail-Heckspoilern, Frontspoilern und Felgen mit niedrigem Offset moderat modifiziert.
  • Der Garuchan- oder Grachan -Stil stammt auch aus den 70er und 80er Jahren, nur nicht so sehr von der Straße, sondern direkt vom Fuji Speedway. Die „Zokusha’s“ hatten große Treffen auf Parkplätzen veranstaltet und bekamen viele Inspirationen für diese Art von Tuning direkt von den Gruppe-5-Super-Silhouette-Fahrzeugen, die damals an den Grand Championships teilnahmen. Heißt breite Rennfelgen und -reifen, spezielle Breitbau-Aerodynamik, komplette Rennfahrwerke und Motoren, die im Wesentlichen Replica Grp. 5 Autos entsprechen, gehörten dazu.
  • Der Bosozoku -Stil ist ein Mix aller oben genannten. Also extrem tiefergelegte, extrem breite, extrem lange, extrem individuelle Straßenkreuzer, die durch jahrzehntelange Inspiration entstanden sind, spiegeln diesen Tuning-Stil wider.

Eine andere Subkultur, die oft mit BosoSoku in Verbindung gebracht wird, ist die Bippu oder VIP -Kultur. Diese Autos sind extrem tiefe Luxusautos, oft von heimischen Herstellern wie Toyota, die mit großen Felgen und vielen glänzenden Dingen bestückt sind.

Alls irgendwie typisch Japan, wie wir finden, und hierzulande nahezu undenkbar. Wir hoffen, dass euch der Infobericht zum Begriff Bosozoku Style Tuning (weitere Keywords sind Shakotan-Stil, Yankii-Stil, Kyusha-Stil, Garuchan-Stil, Grachan-Stil, Shokatan subculture) aus dem Bereich Autotuning gefallen hat. Unser Ziel ist es, das größte deutschsprachige Tuning Lexikon (Tuning-Wikipedia) zu erstellen und Tuning Fachbegriffe von A bis Z leicht und verständlich zu erklären. Nahezu täglich erweitern wir dieses Lexikon und wie weit wir schon sind, kann man HIER sehen. Schon bald wird der nächste Tuning Szene Begriff von uns näher beleuchtet. Über neue Themen werdet Ihr übrigens informiert, wenn Ihr unseren Feed abonniert.

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ein Kommentar

  1. Taak jest, uwielbiam Bosozoku 😀

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