Dienstag , 11. Mai 2021
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Der Motorradführerschein – Was Sie wissen müssen!

Lesezeit ca. 6 Minuten

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Sie träumen schon lange Zeit davon ein Motorrad zu besitzen und zu fahren? Dann brauchen Sie einen Motorradführerschein. Doch was kostet er und welche Motorradklassen dürfen Sie damit fahren? Wir klären Sie über viele wichtige Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Motorradführerschein stellen, auf, und verraten Ihnen wie lange ein Schnellkurs dauert oder ob Sie Ihren alten Führerschein eintauschen müssen oder nicht. Grundsätzlich ist der Motorradführerschein mit zahlreichen Kosten verbunden, daher sollte vor dem Weg zur Fahrschule genau überlegt werden, welche Motorrad-Klasse für Sie überhaupt in Frage kommt. Denn kaum ein Bike darf ohne Führerschein gefahren werden und auch je nach Motorradklasse sind unterschiedliche Führerscheine nötig.

Der Motorradführerschein!

Allgemeine News und aktuelle Änderungen beim Motorradführerschein: Wie ein herkömmlicher PKW-Führerschein hat auch ein Klasse A Motorradführerschein ein Ablaufdatum und muss nach 15 Jahren erneuert werden. Zudem müssen alle vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Dokumente bis allerspätestens zum 19. Januar 2033 in den neuen EU-Führerschein umgewandelt werden. Je nach Geburtsjahr oder Ausstellungsjahr werden viele Scheine aber bereits früher eingetauscht.

 Der Motorradführerschein   Was Sie wissen müssen!

Alle einzuhaltenden Fristen wurden dabei an die gewöhnlichen Fristen für Pkw-Führerscheine angepasst. Alle Infos zum Umtausch für den Pkw-Führerschein haben wir in unserem Beitrag „Der neue Führerschein kommt: Diese Fristen gelten für den Umtausch!“ zusammengestellt. Die Kosten für die neuen Dokumente werden sich beim Motorrad auf rund 25 Euro belaufen. Die Kosten für das aktuelle biometrische Foto sind in diesem Preis jedoch nicht inkludiert.

Zum Umtausch wird der bisherige Führerschein, ein biometrisches Foto und ein Personalausweis benötigt. Zudem wird für Führerscheine, welche vor 1999 ausgestellt wurden, eine Karteiabschrift der Führerscheinstelle benötigt. Eine neuerliche Fahr- oder Gesundheitsprüfung alle 15 Jahre wird es aber nicht geben. Eine weitere Neuerung gibt es seit 1. November 2020 bei der Prüfung für den A2-Schein, diese kann mittlerweile auch auf einem Motorrad mit 250 Kubikzentimetern abgelegt werden. Davor war ein Mindestwert von 395 ccm vorgeschrieben. Dies entsprach einem Fahrschulmotorrad mit einer Leistung zwischen 27 und 48 PS. Da viele Motorradfahrer diese Grenze aber überhaupt nicht ausreizen, oder sogar Respekt davor haben, soll der Motorradführerschein durch die Änderung attraktiver gemacht werden. Aus diesem Grund sind aber nun die Fahrschulen gezwungen neue Motorräder anzuschaffen.

Wie finden Sie die passende Fahrschule?

Um die passende Fahrschule zu finden sollten Sie persönliche Vorlieben berücksichtigen. Erkundigen Sie sich bei Freunden oder Bekannten nach hilfreichen Tipps oder Kontakten. Auch eine Recherche im Internet oder im Branchenbuch kann nützlich sein. Notwendig ist ein persönlicher Eindruck vor Ort, ein Blick auf die Motorräder der Fahrschule und ein persönliches Kennenlernen mit dem Fahrlehrer.

Die Kosten für einen Motorradführerschein

Der Motorradführerschein setzt sich aus unterschiedlichen Kosten zusammen. Zu den Anmeldekosten bei der Fahrschule und den Kosten für die theoretische Prüfung kommen auch die Kosten für Übungsmaterialien, einen Sehtest und einen Erste-Hilfe-Kurs hinzu. Anschließend sind auch Übungsfahrten, Sonderfahrten und die praktische Prüfung zu bezahlen. Abschließend müssen auch die Kosten für Passbilder und die Ausstellung des Führerscheins getragen werden. Die Gesamtkosten lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Preise für Sonder- oder Übungsfahrten, welche je nach Bundesland, Fahrschule oder Lernfortschritt variieren, nur grob abschätzen. Sie sollten aber mit einer Summe zwischen 1.200 und 1.700 Euro rechnen, ohne bereits vorhandenen Zweiradschein.

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Seit Januar 2021 soll auch die „optimierte praktische Fahrerlaubnisprüfung“ (OPFEP) dabei helfen, dass Unfallrisiko von Anfängern zu reduzieren. Ermöglicht wird dies einerseits durch einfachere und verständlichere Aufgaben, sowie durch eine digitale Bewertung durch den Prüfer über ein Punkte- bzw. Ampelsystem. Zudem muss der Schüler ein Feedbackgespräch nach der Prüfung über seine Stärken und Schwächen ablegen. Diese neue Prüfungsordnung verursacht aber auch höhere Kosten. So erhöhen sich die Kosten in den Klassen A und A2 von bisher 118,3 Euro auf 146,56 Euro. In den Klassen AM und A1 werden statt bisher 89,44 Euro nun 116,93 Euro fällig.

Motorradführerschein mittels Schnell- oder Crashkurs?

Theoretisch ist es zwar möglich den Motorradführerschein in nur 5 Tagen zu machen, doch dies erfordert viel Kraft und Energie. Zudem ist ein Crashkurs auch nicht billiger als ein normaler Kurs. Trotz nur 14 Fahrstunden werden bei einem Crashkurs-Test gut 1500 Euro fällig.

Die normale Ausbildungsdauer

Die praktische Prüfung beansprucht in der Regel zwischen 20-30 Fahrstunden. Am Beginn stehen die Übungsstunden, bei denen der Schüler mit den Funktionen und Eigenschaften des Motorrads vertraut gemacht wird. Auch das Beschleunigen, Bremsen, Ausweichen und verschiedene Fahrsituationen wie etwa das Fahren in Schrittgeschwindigkeit oder das Slalomfahren sind Bestandteil dieser Übungsstunden. Auf die Übungsstunden folgen 12 Pflichtstunden und die Sonderfahrten wie Autobahn-, Überland- oder Nachtfahrten. Auf speziellen Prüffahrten kann der Schüler vor der praktischen Prüfung noch gezielt an seinen Schwachstellen arbeiten. Erst dann folgt die praktische Prüfung. Fahrschulen sind bei der Planung der Stunden meist flexibel, gehen auf die Wünsche und den Lernfortschritt des Schülers ein und fassen auch mal mehrere Autobahnfahrten zusammen. Somit ergibt sich eine sehr variable Dauer, die stark vom Geschick des Schülers abhängt und zwischen 6 Wochen oder 6 Monaten betragen kann.

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Die Führerscheinklassen

Mit einem Führerschein der Klasse A dürfen große Maschinen (Zweiräder und Gespanne) ohne Hubraumobergrenze und Geschwindigkeitsbegrenzung gefahren werden.

Die Klasse A2 gilt bis zu 35 kW und einem Verhältnis von maximal 0,2 zwischen Leistung und Gewicht.

Die Klasse A1 gilt ausschließlich für Leichtkrafträder mit maximal 11 kW und 125 ccm Hubraum.

Die Klasse AM ist die sogenannte 50er-Klasse und inkludiert Roller, Mopeds und Mokicks, die über maximal 50 ccm Hubraum verfügen und höchsten 45 km/h fahren. Auch kleine Elektroroller oder Fahrräder mit elektrischem Hilfs-Motor bis zu 4 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h fallen in diese Kategorie.

Welche Personen dürfen welches Motorrad fahren?

Alle Motorräder aus der AM-Klasse und der A1-Klasse, sowie 125er-Maschinen dürfen ab einem Alter von 16 Jahren gefahren werden. Bei A1-Führerscheinen die nach dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, ist für Fahrer unter 16 Jahren jedoch eine Beschränkung auf 80 km/h vorgesehen. Auch die vorgeschriebene Maximalleistung von 11 kW bei 125 ccm Hubraum und das Leistungsgewicht von 0,1 kW/kg werden streng kontrolliert.

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Ab einem Alter von 18 Jahren kann der A2-Führerschein erworben werden. Nach weiteren 2 Jahren ist ein Aufstieg in die Klasse A erlaubt, wenn eine weitere praktische Prüfung bestanden wird. Wollen Sie gleich an die großen Maschinen ran, müssen Sie mindestens 24 Jahre alt sein.

Nützt der Pkw-Führerschein beim Erwerb eines Motorradführerscheins etwas?

Ein bereits vorhandener PKW-Führerschein bringt auf jeden Fall Vorteile. Wenn Sie einen Pkw-Führerschein haben, dürfen Sie automatisch alle Kleinkrafträder mit maximal 50 cm³ Hubraum fahren. Haben Sie Ihren Pkw-Führerschein zwischen dem 1. April 1980 und dem 18. Januar 2013 gemacht, dürfen Sie auch dreirädrige Kraftfahrzeuge (Trikes) bis 15 kW im Straßenverkehr lenken. Autofahrer mit einem Klasse 3 Führerschein der vor dem 1. April 1980 ausgestellt wurde, dürfen automatisch auch Motorräder der Klasse A1 fahren und müssen für die Klasse A2 nur eine zusätzliche Fahrprüfung bestehen. Seit 1. Januar 2020 können PKW-Führerscheinbesitzer auch den B196 Führerschein erwerben und dürfen damit 125er-Motorräder fahren. Die Voraussetzungen dafür sind aber, dass Sie mindestens 25 Jahre alt sind, den Pkw-Führerschein schon seit 5 Jahren besitzen und mindestens 4 Theoriestunden und 5 praktische Fahrstunden absolviert haben. Generell verhilft aber schon die Erfahrung hinter dem Steuer eines Pkws zu einer Reduktion der nötigen Anzahl an Fahrstunden.

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