Sonntag , 17. Oktober 2021

Mercedes-Maybach S-Klasse: Eine neue Definition von Luxus!

Lesezeit ca. 47 Minuten

Außergewöhnlich leise und vibrationsarm

Das Vorgängermodell war bei seiner Einführung 2015 im Fond die leiseste Limousine der Welt. Der neue Mercedes-Maybach bietet jetzt noch mehr Geräuschkomfort. Getestet wurde das NVH-Verhalten (Noise, vibrations, harshness, Geräusch, Vibrationen, Rauigkeit) unter anderem im Technologiezentrum für Akustik und Schwingungen (TAS) in Sindelfingen sowie im Prüf- und Technologiezentrum (PTZ) in Immendingen.

Die neue Luxus-Limousine baut auf der sehr guten NVH-Basis der neuen S-Klasse Generation auf. Auch bei ihr ist die Karosseriesteifigkeit das Fundament für den ausgezeichneten Geräusch- und Schwingungskomfort. Weitere S-Klasse Details wie die doppelte Abdichtung der Durchbrüche der Kabeltüllen an der Stirnwand, die großflächige Stirnwandisolation und Akustikschäume in ausgewählten Rohbauprofilen wurden übernommen.

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Die noch weiter gehenden NVH-Maßnahmen in der Mercedes-Maybach S-Klasse zielen vor allem auf den Fond. So wird zusätzlicher Dämmschaum im Bereich des hinteren Radlaufs eingesetzt, da dort im Vergleich zu den Modellbrüdern ein neuer Hohlraum entstand. Die zusätzlichen festen Dreiecksfenster in der C-Säule erhielten ein dickeres Verbundglas, da sie sich in unmittelbarer Nähe der Köpfe der Fondpassagiere befinden.

Auf Wunsch sind für den Mercedes-Maybach geräuschoptimierte Reifen mit Schaumabsorbern erhältlich. Schaumstoff auf der Innenseite der Laufflächen wirkt dort wie ein Schalldämpfer und macht den Innenraum noch leiser. Als Sonderausstattung ist ferner wärme- und geräuschdämmendes sowie Infrarot reflektierendes Verbundsicherheitsglas rundum verfügbar. Die zusätzlichen Folien zwischen den Scheiben des Verbundsicherheitsglases mindern unter anderem die Windgeräusche. Zusätzlich halten sie auch von Leitplanken reflektierten Lärm oder Geräuschentwicklungen entgegenkommender Fahrzeugen ab.

Ihre Premiere im gesamten Unternehmen Daimler erlebt die Aktive Fahrgeräuschkompensation. Das System verringert unerwünschte, tieffrequente Geräusche mit Hilfe gegenphasiger Schallwellen (siehe separates Kapitel).

Die Ingenieure von Mercedes-Benz testen die Fahrzeugakustik im Technologiezentrum für Akustik und Schwingungen (TAS) in Sindelfingen. Erstmals kam auch „Dascha“, eine Entwicklungspuppe, die die zu messenden Geräusche selbst erzeugt, zum Einsatz (Daimler-Schallquelle).

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Im TAS lassen sich an diversen Prüfständen Geräusche in verschiedenen Situationen innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs messen und entsprechend analysieren, hier einige Beispiele:

  • In einem Testlabor findet eine berührungslose, vollautomatische Schwingungsmessung statt. Die Schwingungen an Oberflächen werden dort mit Laser-Hilfe gescannt und anschließend wie bei einer Wärmebildkamera visualisiert. Dazu sind drei Laserabtastköpfe auf dem Arm eines auf Linearachsen verfahrbaren Roboters montiert. Die (Ersatz-)Anregung einzelner Fahrzeugkomponenten erfolgt über einen Shaker. Das System kann einzelne Komponenten ebenso messen wie komplette Fahrzeuge. Dazu ist im Labor ein Kran an der Decke befestigt.
  • Bei den Außengeräusch-Rollenprüfständen kommen Mikrofon-Arrays mit zum Teil über 800 in Reihe geschalteten Mikrofonen zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe lässt sich trotz stehendem Fahrzeug eine Vorbeifahrt simulieren, unabhängig von Jahreszeit und Witterung. Zugleich können die Schallquellen analysiert werden. Keilabsorber an den Wänden sorgen für eine möglichst leise Raumakustik, einem Freifeld sehr ähnlich.
  • Auf dem Akustik- und Schwingungskomfort-Prüfstand lassen sich hochfrequente Straßenanregungen über alle vier Fahrzeugräder simulieren. Ausgeführt als sogenannter Flachbahnprüfstand ist dieser bezüglich des Fahrbahnkontakts der Reifen näher an der Realität als ein Rollenprüfstand. Über unterschiedliche Anregungen der Räder in vertikaler und horizontaler Richtung werden Straßenunebenheiten nachgeahmt: Plattenstöße auf Autobahnen ebenso wie Rauhasphalt.
  • Auf dem Regengeräusch-Prüfstand wird getestet, welche Geräusche unterschiedlich starker Niederschlag zum Beispiel auf Dach und Scheiben erzeugt. Exakt 1.648 Wasserdüsen befinden sich dazu unter der hohen Decke.

Durch Simulationen und Messungen im TAS können die Fahrzeugakustiker bereits einen hohen Reifegrad erreichen, bevor es mit Testfahrzeugen unter anderem zum Prüf- und Technologiezentrum (PTZ) in Immendingen geht. Die Asphaltdeckschicht der dortigen Akustik-Prüfstrecke besitzt einen exakt nach den Normen ISO 362 und ISO 10844 definierten Reibwert. Dadurch können dort neben Akustikversuchen auch Zertifizierungs-Schallmessungen durchgeführt werden. In Ausbuchtungen am Rande der Strecke ist Platz für Mikrofone vorgesehen.

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