Wolga V12 Coupé – ein Traum mit BMW M-Triebwerk!

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Wolga V12 Coupe BMW M Triebwerk M21 Restomod Tuning 1

Der serienmäßige Wolga (auch GAZ M21 genannt) wurde von 1956 bis 1970 in drei verschiedenen Serien gebaut und war das ikonischste Fahrzeug der Sowjetunion. Als Oberklasselimousine für die Schönen und Reichen entwickelt, ließ sich sein Design von amerikanischen Modellen wie dem Chevrolet Bel Air, dem Plymouth Savoy oder dem Ford Mainline inspirieren. Dazu gesellten sich aber viele robuste Eigenschaften, um mit den schlechten Straßen und dem rauen Wetter vor Ort fertig werden zu können. Die Mischung aus Komfort und Robustheit machte ihn schnell zum beliebtesten Pkw in der Sowjetunion. Und er wurde auch in viele andere Länder exportiert. Eines davon war das kommunistische Rumänien. Und nach dem Fall der Sowjetunion wurden viele der Fahrzeuge restauriert und modifiziert, was einige wilde und ganz spezielle Wolgas hervorbrachte. Aber zweifellos das verrückteste Exemplar ist das einzigartige V12-Coupé.

Wolga V12 Coupé

Wolga V12 Coupe BMW M Triebwerk M21 Restomod Tuning 5

Das Unikat stammt aus der Moskauer Tuner-Werkstatt von A:Level. Und unter der langen Haube sitzt ein alter Bekannter aus dem Hause BMW. Nämlich ein V12. Zudem gab es Rückspiegel vom M3 und auf dem Bremssattel zeigt sich stolz das große M der Motorsportabteilung von BMW. Mehr oder weniger ist das also ein Wolga von der Isar. Doch der Reihe nach. Das schwarze Ungetüm wurde gewissermaßen aus der Technik von zwei BMW 850 CSi (E31) zusammengebaut und erfreut sich zudem über eine handgemachte Karosserie, die an das Design des Wolga M21 erinnert. Vom „echten“ Wolga selbst stammen aber eigentlich nur die Scheinwerfer und Heckleuchten. In der Kabine zeigt sich – abgesehen vom E46 3er-Lenkrad – das komplette Interieur des Achter-BMW mit den Recaro-Sitzen und sogar ein klassisches BMW-Bavaria-Radio ist verbaut. Allerdings ist alles komplett neu beledert. Von innen erkennt man also nicht, dass man in einem alten Wolga der dritten Serie sitzt, aus dem ein zweitüriger Grand Tourer mit Hinterradantrieb gemacht wurde. Man kann aber auch sagen, auf das Chassis eines 850CSi wurde eine überarbeitete Wolga-Karosserie gestülpt.

Fast nur BMW-Technik an Bord!

Wolga V12 Coupe BMW M Triebwerk M21 Restomod Tuning 7

Der Wolga V12 hat sogar die aktive Hinterachse des E31 behalten und die verbesserte M-Bremsanlage mit schwimmenden Bremssätteln und großen, belüfteten Scheiben sorgt für eine standesgemäße Verzögerung. Zudem ist auch die hydraulische Zahnstangenlenkung aus dem E31 dabei. Das von M entwickelte S70B56-Triebwerk und das Getrag 560G-Sechsgang-Schaltgetriebe sind für den Antrieb verantwortlich. Mit einem Hubraum von 5,6 Litern schiebt der Vollaluminium-V12 Sauger den Wolga mit nicht weniger als 380 PS und 550 Nm Drehmoment nach vorn und lässt den alten 300 PS GAZ-Vierzylinder nicht vermissen.

Wolga V12 Coupé

Von vorn sieht er aus wie ein M21 aus den 1960er-Jahren, doch die niedrigere Optik, die verkürzte Dachlinie und das Fehlen der hinteren Türen machten deutlich, dass diese Schönheit kein gewöhnlicher Wolga ist. Das V12-Coupé ist breiter und länger als die Serie und viele Teile wie der Frontgrill, die Stoßfänger, die Motorhaube oder die Windschutzscheibe sind in Wirklichkeit von Grund auf neu hergestellt und komplett nach Maß gefertigt. Der Auftraggeber, der das unglaubliche Einzelstück in Arbeit gab, musste damals rund 500.000 US-Dollar für das Fahrzeug zahlen. Aber nach dem Ergebnis zu urteilen, war es das wert. Mehr als zwei Jahrzehnte später ist das BMW M-angetriebene Volga V12 Coupé immer noch das beeindruckendste Custom Car aus Russland, das wir kennen. Sollten wir noch mehr Infos zu den Änderungen erhalten, gibt es natürlich ein Update für diesen Bericht. Darüber werdet ihr informiert, wenn ihr einfach unseren Feed abonniert. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder und bleibt uns treu!

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Volga V12 Coupé
Bildnachweis: A:Level
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