Samstag , 23. Oktober 2021

Fahrzeugtuning: was ist eigentlich erlaubt und was nicht?

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Slammed GMC Denali 3500 Chevy Silverado 3500 HD 10 Fahrzeugtuning: was ist eigentlich erlaubt und was nicht?

Der folgende Text beinhaltet besonders viele interne Verlinkungen zu Themen rund ums Auto-Tuning. Während in diesem Beitrag die jeweiligen Stichpunkte immer nur kurz angesprochen werden, führt die jeweilige Verlinkung zu einer umfassenderen Erklärung des jeweiligen Begriffs. Wir hoffen Euch damit einen kleinen Überblick in die umfangreiche Welt des Tunings geben zu können. Zum Thema Fahrzeugtuning, haben viele ein vorgefertigtes Bild vor Augen. Dabei ginge es angeblich nur um tiefer, stärker und breiter. Allerdings ist das so nicht richtig, denn das Thema umfasst viel mehr Möglichkeiten. Die eigentliche Bedeutung von Tuning ist ganz anders, denn hierbei handelt es sich nicht nur um Verbesserungen im Hinblick auf die Leistung oder die groben Fahrzeugeigenschaften. Tuning kann nämlich auch ganz pragmatisch sein um beispielsweise Sprit zu sparen. Natürlich finden auch optische oder akustische Veränderungen an den Fahrzeugen statt, die einfach dazugehören.

Tuning an der Karosserie

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Die am häufigsten genutzte Möglichkeit, wenn es um das Fahrzeugtuning geht, sind optische Veränderungen an der Karosserie. Hier lässt sich bei Coupés, Limousinen und Sportwagen ein Spoiler auf den Kofferraum setzen. Seltener wird der Spoiler auf das Dach gebaut, wobei auch das bei vielen Autos möglich ist. Dabei kann dieser unterschiedlich groß und auch unterschiedlich ausgeformt sein. Beispiele sind eine Spoilerlippe, ein Ducktail-Spoiler oder ein Heckflügel. Doch nicht nur das optische Aussehen verändert sich, vielmehr auch die Fahreigenschaften. Hier wird die Aerodynamik vom Fahrzeug zum Teil erheblich verändert, wodurch der Auftrieb sich bestenfalls verkleinert. Das wirkt sich nicht nur beim Bremsen aus hoher Geschwindigkeit positiv aus, vielmehr auch bei der Querbeschleunigung. Allerdings besitzen Spoiler auch einen Nachteil, denn durch diese wird häufig der Luftwiderstand erhöht. Das kann sich durch das zusätzliche Gewicht, negativ bei der Beschleunigung auswirken und auch einen Mehrverbrauch zur Folge haben. Daher sollte ein Spoiler immer ganz speziell auf das jeweilige Fahrzeug abgestimmt sein. Selten besteht so ein Spoiler übrigens aus Metall (ist teilweise verboten) und oft auch aus Kostengründen nicht aus Carbon, sondern wegen des Preises oft nur aus Kunststoff.

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Doch nicht nur der Heckspoiler kann getunt werden, auch der Seiten- und Radspoiler, der auch Seitenschürze genannt wird, genauso wie der Frontspoiler. Durch eine solche Seitenschürze werden die meisten Fahrzeuge im Hinblick auf die Fahreigenschaften aber kaum verändert. Die Seitenschürze dient zum Teil dazu, den Schmutz von den Türen fernzuhalten und einfach gut auszusehen. Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten um eine optische Aufwertung an der Karosserie zu erreichen. Zum Beispiel mit einem Frontspoiler samt Spoilerschwert, einem Powerdome oder kleinen Canards. Und auch die Türen kann man umbauen. Dies können zum Beispiel Suicide-Doors, Scherentüren oder Flügeltüren sein. Und zum optischen Tuning gehört auch das Abdecken von bestimmten Bereichen der Frontscheinwerfer, wodurch diese einen „bösen Blick“ erhalten. Ebenso ist ein Austausch der Seitenspiegel möglich, wie auch Änderungen an der Lackierung oder das Entfernen bzw. Verändern von bestimmten Elementen, wozu auch das Markenzeichen gehören kann.

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Sollten neben dem Markenzeichen, zusätzlich noch die Zierleisten, Abdeckungen, Schriftzüge und andere nicht benötigte Elemente entfernt, oftmals zugespachtelt oder verzinnt, und meistens an die Farbe der Karosserie angeglichen werden, wird von einem sogenannten Cleaning gesprochen. Doch es gibt auch aufwändigere Möglichkeiten, die als Chopping bezeichnet werden. Hierbei werden die A-, B- und C- Säule gekürzt. So wird das Dach quasi tiefergelegt. Wobei das Channeling wiederum eine besondere Form der Tieferlegung ist. Das Sectioning, wo aus der Karosserie ein Mittelstreifen entfernt wird, ist extrem aufwendig und aus den USA von alten Oldtimern bekannt. Ebenso gehört das Lowering mittels Airride-Luftfahrwerk dazu, was ebenfalls eine Form der Tieferlegung ist. Hierbei kann die Karosserie bspw. durch Hydraulikpumpen oder Pneumatikpumpen an den einzelnen Rädern angehoben und abgesenkt werden. Zusätzlich gibt es noch spezielle Formen des Tunings, die sich zum Beispiel Hot Rods nennen. Hierbei werden meist amerikanische Oldtimer aus den 1920er bis hin zu den 1940er-Jahren aufgemotzt. Eine weitere Form ist der California Look, wobei hier insbesondere VW – Käfer umgebaut werden, und das teils ziemlich umfangreich.

Tuning am Triebwerk vom Fahrzeug

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Die Optimierung des Motors ist ebenfalls sehr beliebt. Hierbei geht es aber nicht immer nur darum, mehr Leistung, also mehr PS, aus dem Motor herauszuholen. Denn es gibt weitere Ziele, wie die Erhöhung des maximalen Drehmoments. Ebenso gehört hier die Verringerung des Verbrauchs dazu, genauso wie mehr Leistung bei niedrigen Drehzahlen. Wer das allerdings bei modernen Autos machen möchte, kann diese Optimierung zwar vornehmen lassen, wobei das nur unter bestimmten Voraussetzungen auch Sinn ergibt. Die Hersteller der Autos haben eigentlich eine perfekte Abstimmung zwischen der Effizienz, Umweltverträglichkeit und natürlich der Leistung vorgenommen. Änderungen können oftmals Probleme bedeuten. Daher sollte ein Motor, der stark getunt wurde, entsprechend vorsichtig behandelt werden. Das bedeutet, solch ein Triebwerk muss immer richtig warm gefahren werden und auch ein Motorvorwärmer kann nicht schaden. Falls jemand stets Vollgas mit kaltem Motor oder auf Kurzstrecken unterwegs ist, dann wird sich das auf Dauer negativ auf den Motor und die Haltbarkeit aus. Bei älteren Modellen kann eine Optimierung des Motors besonders sinnvoll sein. Und zwar deshalb, da durch die Abnutzung im Laufe der Zeit, die vom Hersteller vorgesehene Abstimmung nicht mehr optimal sein kann. Hier helfen oft auch Benzin- oder Diesel Additive.

Drehzahlbegrenzung aufheben Tuning Fahrzeugtuning: was ist eigentlich erlaubt und was nicht?

Dabei gibt es grundsätzlich mehrere Methoden zum Tunen von einem Motor. Die Ladedruckerhöhung ist eine dieser Möglichkeiten. Bei Saugmotoren kann es aber auch über eine Verdichtungserhöhung, neuen Nocken und bei Turbomotoren eben über die Ladedruckerhöhung geschehen. Ebenfalls sind die Erhöhung der Drehzahl und eine Hubraumerhöhung möglich. Dabei ist es auch möglich, durch eine Kombination der verschiedenen Möglichkeiten zum Ziel zu gelangen. Was auch gern gemacht wird, der Einbau von einem Kompressor oder einem Turbolader. Da diese Methoden aber verhältnismäßig teuer sind, und es kaum noch Fahrzeuge ohne werksseitige Aufladung gibt, werden Turboumrüstungen oder Kompressorumbauten von Saugern immer seltener angeboten.

Das Fahrwerkstuning

Diese Art der Optimierung dient zwei unterschiedlichen Dingen. Zum einen soll die Optik verbessert werden, damit das Auto, durch das Tieferlegen, einen sportlichen Eindruck macht. Zum anderen sollen sich natürlich die Eigenschaften beim Fahren verbessern. So werden bei der herkömmlichen Tieferlegung die Federn gegen kürzere und härtere ausgetauscht. Dieser Tausch hat aber fast nur optische Auswirkungen. Wer allerdings zusätzlich die Fahrdynamik optimieren möchte, benötigt noch mindestens anders abgestimmte Stoßdämpfer. Am besten als Komplett-Set als Gewindevariante. Die verbauten Federn lassen sich bei einem Gewindefahrwerk in der Höhe einstellen. Daher sind diese auch dementsprechend teuer, können aber so besser auf die verschiedenen Situationen im Alltag angepasst werden. Gewindefedern gibt es aber auch einzeln, zur Nutzung mit den OEM-Dämpfern.

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Reifen und Felgen gehören dazu

Und regelmäßige Änderungen gibt es auch an den Reifen und Felgen. Hier werden wegen der Optik häufig breitere Reifen mit größeren Felgen verbaut. Allerdings können sich diese auch negativ auf die Fahreigenschaften auswirken. Auch gehören Domstreben mit zu den Möglichkeiten. Durch eine Domstrebe wird die Karosserie nach der Änderung des Fahrwerkes stabilisiert. Bei Geländewagen ist das Höherlegen eine der Möglichkeiten, die als Tuningelement gern genutzt wird. Das wird durch den Einsatz von längeren Federn erreicht, wodurch die nutzbare Bodenfreiheit, oftmals in Kombination mit Offroad-Reifen und Beadlock Felgen, erhöht wird.

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Das Audio- und Interieurtuning!

Gerade im Innenraum können auch so einige Änderungen durchgeführt werden, wobei der Austausch des Lenkrades einer der beliebtesten ist. Hierbei wird einfach ein kleineres sportlicheres Modell gewählt, das manchmal sogar den vorhandenen Airbag deaktiviert. Eine Eintragung von solch einem Lenkrad ist aber äußerst kompliziert in einem aktuellen Auto. Und auch das Tuning vom Schaltknauf und der Pedalerie gehört dazu. Hier werden die Bauteile gegen optisch ansprechendere Modelle getauscht. Teilweise können diese Dinge sogar mit Beleuchtung sein, oder einfach nur ein höherwertiges Material besitzen. Hier steht dem Tunerherzen so einiges zur Verfügung, gerade, wenn es um das Interieur geht. So können die Sitze mit neuen Bezügen versehen werden, oder gleich durch Sportsitze ersetzt werden. Und auch die Interieurleisten kann man umfangreich verändern. Es kann auch der Hintergrund vom Tacho durch farbige Tachoscheiben ersetzt werden oder gleich ein Digitaltacho eingebaut werden. Weiter Möglichkeiten sind ein Überrollbügel, ein Überrollkäfig, ein Sternenhimmel oder auch ein umfangreiches Interieur-Stripping.

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die Soundanlage ist oftmals das Highlight

Doch das meiste Geld stecken die Tuner – im Hinblick auf die Kabine – gern in die Musikanlage. Und hier kann nicht nur das Autoradio getauscht werden. Das geht dann auch mit den Lautsprechern und allen Zuleitungen. Wer den besonderen Sound bevorzugt, kann noch zusätzliche Subwoofer einbauen. Diese werden gern hinter den Rücksitzen, im Kofferraum und manchmal sogar in den Kopfstützen eingebaut. Wem es dann noch nicht laut genug ist, der kann zusätzlich noch weitere Lautsprecher einbauen. Diese können zum Beispiel auch im Kofferraum oder extra noch hinter den Rücksitzen ihren Platz finden. Bei dieser Form des extremen Tunings messen sich zahlreiche Anhänger in ausgiebigen DB-Wettbewerben.

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Was ist legal und was illegal?

Hier gilt grundsätzlich. Ein Fahrzeug darf nur so betrieben werden, wie das in der Zulassung erfasst ist. Für gewisse Teile, die keinen Einfluss auf die Eigenschaften des Autos haben (Aufkleber, die meisten Folierungen, Gummilippen usw.), kann eine Allgemeine Betriebserlaubnis ABE, erlassen werden oder sie benötigen generell keine Unterlagen um legal genutzt werden zu dürfen. Oft wird aber die ABE ausgestellt, wodurch auch keine Eintragungen in den Papieren nötig ist. Allerdings muss diese ABE immer mitgeführt werden um sie bei einer Kontrolle vorzeigen zu können. Falls es sich um Teile der EG also Europäischen Gemeinschaft handelt, wird anstatt einer ABE eine EG-Betriebserlaubnis ausgestellt. Sie entspricht allerdings im wesentlichen auch der ABE.

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Bei einer Allgemeinen Bauartengenehmigung kurz ABG, verhält es sich wiederum anders. Diese wird für verschiedene Komponenten ausgestellt, wobei diese dann eine Einzeleintragung in die Fahrzeugpapiere benötigen um legal genutzt zu werden. Somit ist die Abnahme durch einen Gutachter nötig. Dies ist so ähnlich wie bei einem Teilegutachten, wobei häufig ein Gutachten durch die Dekra oder den TÜV erfolgt. Hierdurch lassen sich auch diese Änderungen problemlos eintragen. Sollten keinerlei Genehmigung für das verbaute Teil vorliegen, weil es bspw. nicht für das Automodell zugelassen ist, muss der Wagen zur Prüforganisation und wird vielleicht sogar stillgelegt. Anders ist das bei einer Trailer-Queen. Ein solches Fahrzeug wird nicht auf öffentlichen Straßen bewegt. Hier kann man nahezu tun und lassen, was man will.

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Das war’s natürlich längst noch nicht gewesen!

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